Was Sie über Rückführungen wissen sollten

…hier nun noch ein paar wissenswerte Dinge über Rückführungen und Reinkarnationstherapie — und alles was damit zusammenhängt. Da dieses Dokument in ausgedruckter Form immerhin ca. 120 Seiten umfasst — ein kleines Buch sozusagen, habe ich die einzelnen Themen in Kapiteln verfasst. Sie brauchen also nur auf den jeweiligen Link der folgenden Kapitel zu klicken, um so zu den Themen zu gelangen die Sie interessieren, wenn Sie nicht alles lesen wollen.

Diese Seiten können Ihnen bei der Suche nach der geeigneten Person für Ihre Rückführung behilflich sein. Außerdem habe ich ein paar Theorien über Reinkarnation zusammengetragen und dabei auch versucht ein wenig mit Vorurteilen, zum Beispiel über „schlechtes Karma“, aufzuräumen. Diese Seiten können aber auch für (angehende) Rückführungsbegleiter, oder Personen die überlegen ein sogenanntes Ausbildungsseminar zum Rückführungsbegleiter zu besuchen, von großem Nutzen sein.

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Die Links zu den einzelen Kapiteln (falls Sie nicht alles lesen wollen):

♦♦♦ Was Sie über Rückführungen wissen sollten!
♦ Wortspielereien: Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut?
♦ Der Unterschied zwischen Rückführung und Reinkarnationstherapie
♦ Die Ausbildung zum Rückführungsbegleiter
♦ Die Qual der Wahl

♦♦♦ Was passiert bei einer Rückführung überhaupt?
♦ Das Vorgespräch
♦ Unterschiede zwischen Trance und Hypnose — und bei wem es funktioniert und bei wem nicht

♦♦♦ Die Rückkehr in ein früheres Leben
♦ Was oder wie der Klient bei der Rückführung wahrnimmt
♦ Jedes Wort muss auf die Goldwaage!
♦ Umgang mit traumatischen Erlebnissen, Schuldgefühlen und Versöhnungen
♦ Frühere Namen, Wohnorte und Jahreszahlen
♦ Der spirituelle Führer oder Schutzengel
♦ Rückführung zu verdrängten Erinnerungen aus dem heutigen Leben
♦ Channeling
♦ Besetzungen und negative Wesenheiten
♦ Befreiung von psychosomatischen Beschwerden, Zwängen und Phantomschmerzen
♦ Rückführung in den Bauch der heutigen Mutter
♦ Das Erleben in der ersten Inkarnation auf der Erde
♦ Was war vor der ersten Inkarnation?
♦ Inkarnationen auf anderen Planeten oder anderen Welten, gibt es das überhaupt?
♦ Pseudo-Rückführungen
♦ Voodoo und Hexerei

♦♦♦ Wer ist für eine Rückführung geeignet und wer nicht?
♦ Rückführung mit Depressiven
♦ Rückführung mit Kindern und Jugendlichen
♦ Rückführung mit Schwangeren
♦ Rückführung mit Personen mit angeborener Oligophrenie oder erworbenen Intelligenzminderung
♦ Rückführung mit körperlich Behinderten
♦ Rückführung mit Suchtkranken
♦ Warum möchte ich eine Rückführung erleben?
♦ Alternativen zur Rückführung in Trance (oder Hypnose)

♦ Anmerkung der Autorin zu ihrer Arbeit

 

♦♦♦ Was Sie über Rückführungen wissen sollten!

Die nun folgenden Seiten habe ich deshalb geschrieben, um Menschen die Suche nach einer geeigneten Person für ihre Rückführung zu erleichtern und auch, um über darüber aufzuklären. Leider wird gerade über Rückführungen nämlich auch viel Unsinn erzählt — und geschrieben. Jedenfalls sollte es Ihnen nach dieser Lektüre möglich sein, unqualifizierte oder unseriöse Anbieter von Rückführungen von den guten zu unterscheiden.

♦ Wortspielereien: Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut?

Es gibt Rückführungsbegleiter, Rückführungspraktiker, Rückführungstherapeuten, Reinkarnationstherapeuten, Rückführungshypnotiseure, Rückführungsexperten und noch einige andere, teils sehr skurrile Bezeichnungen für diesen „Beruf“ oder besser gesagt, diese Tätigkeit. Ich persönlich verwende zwei Begriffe: Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut. Auf die Unterschiede die für mich darin bestehen, komme ich später zurück. Letztendlich bedeuten all diese Bezeichnungen jedoch ein und dasselbe, egal, wie pompös oder seriös sie auch klingen mögen — gar nichts!
Da all diese Bezeichnungen nämlich nicht gesetzlich geschützt sind kann sich jede Person, egal über welche Ausbildung, Fachkenntnis oder Qualifikation sie verfügt, und unabhängig von ihrem Geisteszustand, so nennen und darf Rückführungen anbieten. Eine gesetzlich geregelte Berufsausbildung gibt es nämlich auch nicht und somit ist der Beruf des Rückführungsbegleiters oder Reinkarnationstherapeuten genau genommen nicht existent. Gerade dass mit dem „unabhängig von ihrem „Geisteszustand“ klingt hart. Fakt ist aber nun mal, dass sich besonders auf dem Gebiet der Rückführungen auch sehr viele Menschen betätigen, die psychisch labil sind. Hinzu kommen unzählige Scharlatane, Kurpfuscher und sonstige Schwindler. Dennoch gibt es mittlerweile auch viele gute und seriöse Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten. Den Unterschied, der für mich in beiden Bezeichnungen liegt, erkläre ich später noch ausführlich. Allerdings ist es manchmal gar nicht so einfach, den Weizen von der Spreu zu trennen, weil gerade die Scharlatane und Kurpfuscher nämlich zumeist eines sehr gut beherrschen: Sie sind gute Redner, haben ein dominantes Auftreten und wirken durchaus überzeugend.

Ein Seminar in Rückführungsbegleitung kann zudem jeder besuchen. Jedenfalls soweit er finanziell in der Lage ist die hierfür allgemein üblichen 600-2.500 Euro, die so ein Seminar kostet, zu bezahlen. Auch hier spielen in der Regel weder Grundvoraussetzung, Beweggründe, noch Motivation oder Geisteszustand eine Rolle. Kaum ein Anbieter dieser Seminare überprüft im Vorfeld, ob die Teilnehmer psychisch überhaupt in der Lage sind später selbst Rückführungen anzubieten — leider! Und bislang habe ich noch auf allen Aus- oder Fortbildungsseminaren die ich selbst besucht habe und bei denen es um Rückführungsbegleitung oder Hypnoseverfahren ging (selbst bei den Seminaren, wo es um psychotherapeutische Methoden ging) auch immer wieder Teilnehmer getroffen, die selbst bspw. akut unter schweren Depressionen litten oder anderen psychischen Störungen. So sind auch Menschen mit Psychosen dort keine Seltenheit. Und weil bei allen psychotherapeutischen Aus- oder Fortbildungsseminaren viel praktisch geübt wird, bleiben diese Störungen auch nicht lange unentdeckt. Selbiges trifft allerdings auch auf einige Anbieter sogenannter Ausbildungsseminare in Rückführungsbegleitung zu. Dass es so viele schlechtausgebildete und/oder ungeeignete Menschen gibt die Rückführen anbieten, liegt zu einem Großteil auch daran, dass auch die Anbieter dieser Ausbildungsseminare oftmals nicht qualifiziert sind. Was ich auf einem solchen Seminar erlebt habe, darüber berichte ich auch ausführlich in meinem Buch »Erzählende Seelen«.

Und natürlich gibt es noch die ganz Schlauen, die einfach den Text einer CD mit der Anleitung zur Selbsthypnose abschreiben oder bei ihrer eigenen Rückführung ein Aufnahmegerät in der Tasche haben. Sie kopieren die Tranceinduktion und fangen damit an selbst Rückführungen anzubieten. Beides ist bei mir selbst passiert und nicht nur einmal.

Außerdem dürfen Personen ohne psychotherapeutische Ausbildung genaugenommen nur Rückführungen bei Menschen durchführen, die dies zum Zweck der Selbsterkenntnis oder aus Neugierde ausprobieren möchten — selbst wenn sie sich Rückführungs- oder Reinkarnationstherapeuten nennen. Denn leider ist auch der Begriff „Therapeut“ in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, auch wenn nur jemand mit einer therapeutischen Ausbildung auch therapieren darf — und dann auch nur im Bereich seines Fachgebiets. Das heißt ein Physiotherapeut mit Abschluss in Physiotherapie darf keine Psychotherapie anbieten. Nun ist die Reinkarnationstherapie aber weder ein anerkannter Beruf, noch eine wissenschaftlich anerkannte Therapiemethode und somit kann sich jede Person Rückführungs- oder Reinkarnationstherapeut nennen.

Aber auch wenn die Reinkarnationstherapie nicht wissenschaftlich anerkannt ist, so ist sie doch eine Form der Psychotherapie — wenn nicht sogar die ureigenste Form der Psychotherapie schlechthin. Und deshalb finde ich es auch ganz in Ordnung, wenn ein Psychotherapeut mit einer zusätzlichen Ausbildung in Hypnose und Rückführungsbegleitung sich Reinkarnationstherapeut nennt. Denn er ist der Einzige, der tatsächlich in der Lage sein sollte eine fachkundige Reinkarnationstherapie durchzuführen. Der einzige Unterschied zur normalen Psychotherapie, bei der der Klient mit seinem Therapeuten Gespräche führt und der Reinkarnationstherapie besteht darin, dass für letztere der Klient zuerst hypnotisiert wird. Ob ich als Klient nun aber mit meinem Therapeuten an Anliegen arbeite die aus diesem Leben oder einem früheren stammen, ändert nichts an der Methodik. Zwar gibt es auch unterschiedliche Formen der Gesprächstherapie und bei der Reinkarnationstherapie spielt auch die *Seelenebene eine wichtige Rolle, wer aber als Psychotherapeut nicht die richtigen Worte findet oder nicht weiß, wie er sich zu verhalten hat, wenn der Klient über traumatische Erlebnisse berichtet, kann auch als Reinkarnationstherapeut nicht erfolgreich sein. (*Der Begriff „Seelenebene“ wird im weiteren Verlauf ausführlich erklärt.) Die besten Reinkarnationstherapeuten sind meiner Meinung nach deshalb auch die Psychotherapeuten, die ebenfalls eine Zusatzausbildung in Trauma-Therapie haben und regelmäßig mit Trauma-Klienten arbeiten. Zugegeben, die Tatsache und auch die Erwähnung durch den Reinkarnationstherapeuten während der Rückführung, dass das frühere Leben schon lange zurück liegt und der Klient sich nun an einem sicheren Ort befindet, von wo aus er auch die schlimmen Dinge aus früheren Inkarnationen gefahr- und schmerzlos betrachten kann, helfen oftmals. Aber auch diese Vorgehensweise stammt genaugenommen aus der Trauma-Therapie, wo man den Klienten ebenfalls daran erinnert, dass er nun in Sicherheit ist und alles nur noch einmal Revue passieren lässt (bspw. auch unter Hypnose), um so erlebte Traumata aufzuarbeiten oder sogenannte Flashbacks zu behandeln. Der professionelle Umgang mit traumatischen Begebenheiten aus früheren Leben während der Rückführung ist ebenfalls enorm wichtig. Leider denken viele Rückführungsbegleiter aber, dass dazu schon ein einfacher Satz an den Klienten reicht. Zum Beispiel: »Dieses Leben ist schon lange gelebt, durchtrenne nun das karmische Band«.
Erklärung: Ich benutze der Einfachheit halber meist das maskuline Geschlechtswort bei Bezeichnungen.

Fazit: Ein guter Reinkarnationstherapeut ist in erster Linie auch ein guter und als solcher professionell ausgebildeter Psychotherapeut. Reinkarnations- beziehungsweise Rückführungstherapeut sollte sich demnach auch nur derjenige nennen, der entweder eine Approbation in Medizin mit anschließendem Studium in Psychotherapie hat, Diplompsychologe ist oder über eine staatliche Zulassung als Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie verfügt — mit entsprechender Ausbildung in mindestens einer psychotherapeutischen Methode. Darüber hinaus sollte ein Reinkarnations- beziehungsweise Rückführungstherapeut mehrere Seminare in Rückführungsbegleitung und Hypnose besucht haben. Idealerweise verfügt er auch über eine Ausbildung in Trauma-Therapie. Alle anderen Personen die nicht über diese Ausbildungen und Zulassungen verfügen bezeichne ich deshalb als Rückführungsbegleiter. Wobei es auch unter den Rückführungsbegleitern einige geben mag, die durchaus gute Arbeit machen, weil sie über viel Praxiserfahrung verfügen. Praxiserfahrung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und auch ein Reinkarnationstherapeut ist immer nur so gut, wie seine Erfahrung.

Wichtig: Bei der Prüfung zum Heilpraktiker auf dem Gebiet der Psychotherapie wird kaum Wert auf eine psychotherapeutische Ausbildung gelegt. Den amtsärztlichen Prüfern beim Gesundheitsamt geht es viel mehr darum, ob der Anwärter in der Lage ist die verschiedenen psychischen Störungen zu klassifizieren und zu erkennen. Beispielsweise eine Selbstmordgefährdung, damit er weiß, wen er als Heilpraktiker behandeln/therapieren darf und wen nicht. Dies bedeutet jedoch, dass nicht jeder, nur weil er eine Zulassung zum Heilpraktiker auf dem Gebiet der Psychotherapie besitzt, auch eine entsprechende Ausbildung in Psychotherapie gemacht hat. Zwar bieten viele Heilpraktiker-Schulen auch Kurse in Gesprächstherapie an, diese sind jedoch fast immer unzureichend. Und wer eine Zulassung zum sogenannten „großen Heilpraktiker“ auf dem Gebiet der Heilkunde besitzt, hat in der Regel sowieso keine psychotherapeutische Ausbildung.
Wie schon Eingangs erwähnt, ist der Begriff „Therapeut“ in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Die Bezeichnung Psychotherapeut (oder Psychotherapeutin) hingegen ist seit dem 01. Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz geschützt und darf somit auch nur von Ärzten, mit einer Weiterbildung in Psychotherapie, von Diplompsychologen oder von Heilpraktikern auf dem Gebiet der Psychotherapie geführt werden.
Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam, auch einen sogenannten Reinkarnations- oder Rückführungstherapeuten immer nach seiner Zulassung und Ausbildung zu fragen!

♦ Der Unterschied zwischen Rückführung und Reinkarnationstherapie

Manche Menschen haben in ihrem heutigen Leben eine Reihe von Symptomen, Schwierigkeiten oder Problemen und sind überzeugt, dass die Ursachen hierfür in früheren Leben zu finden sind. Manchmal ist das so — zumindest teilweise. Diese Menschen kommen jedenfalls mit einem sehr konkreten Anliegen zu ihrer Rückführung. Viel wichtiger ist aber, dass diese Personen den ersten Schritt in eine richtige Richtung getan haben und anfangen, sich selbst als Teil ihres Problems zu sehen — auch wenn sie die Schuld oder Ursache dafür noch einem früheren Ich zuschreiben. Diese Gruppe ordnet man der Reinkarnationstherapie zu.

Dann gibt es Menschen die sagen, dass sie einfach nur mal eine Rückführung erleben möchten. Beispielsweise, weil sie schon so viel darüber gehört haben oder sie kommen auch mit ganz banalen Anliegen, wie zum Beispiel, dass sie gerne erfahren würden, ob sie schon einmal in diesem oder jenem Land inkarnierten. Diese Menschen möchten einfach etwas erleben, folglich bezeichnet man diese Art der Rückführung auch als Erlebnisrückführung. Nur dass ich aus Erfahrung weiß, dass es so etwas nicht gibt. Eine Rückführung birgt für den Klienten nämlich immer auch eine Erkenntnis, selbst wenn dieser davor nach der Rückführung die Augen verschließt. (Es gibt auch noch eine dritte Variante: Menschen die eine Rückführung wünschen, obwohl sie schon genau wissen, was sie dabei erfahren werden und die bloß Bestätigung suchen. In einem späteren Kapitel werde ich auf die sogenannte Pseudo-Rückführung ebenfalls noch ausführlich eingehen.)

Fazit: Einen Unterschied zwischen Rückführung und Reinkarnationstherapie gibt es also genaugenommen nicht. Eine gute und gewissenhaft durchgeführte Rückführung hat in den allermeisten Fällen auch immer einen psychotherapeutischen Aspekt. Besonders dann, wenn es sich dabei um die erste Rückführung handelt, die eine Person erlebt. Natürlich steht es aber jeder Person frei, daraus ihren Nutzen zu ziehen.

Wichtig: Der Begriff „Therapie“ ist in Zusammenhang mit der Reinkarnationstherapie immer ein wenig verwirrend, weil man bei einer Therapie auch immer von mehreren Sitzungen ausgeht. Bei der Reinkarnationstherapie ist dies aber normalerweise nicht der Fall und auch nicht notwendig. Eine einzige Rückführung reicht in der Regel um die Zusammenhänge zwischen dem Anliegen für die Rückführung und dem damit verbundenen Bezug zum heutigen Leben aufzuzeigen und zu erklären. (Deshalb lässt sich eine Rückführung auch nicht pauschal auf eine Stunde und auch nicht auf zwei Stunden festlegen!) Manchmal ist es jedoch so, dass im Anschluss an die Rückführung tatsächlich noch eine weiterführende Therapie, bspw. eine Fokaltherapie (eine Gesprächstherapie die auf wenigen Sitzungen in kurzen Abständen beruht) oder eine andere Behandlung, je nach Anliegen für die Rückführung, angeraten wäre. Eine Rückführung kann aufzeigen dass Probleme oder Symptome ihren Ursprung vielleicht in einem früheren Leben haben, sie lassen sich jedoch in den allermeisten Fällen während der Rückführung in diese frühere Leben nicht mehr beheben, bzw. auflösen, da diese Leben schon gelebt wurden und somit vorbei sind. Die Aufarbeitung oder Genesung kann meist nur noch in diesem Leben stattfinden! Lassen Sie sich also bitte keine 10er Karte andrehen, denn kein Mensch braucht zehn Rückführungen (und auch keine fünf) um alles Wichtige über mögliches Karma zu erfahren oder seine Probleme in den Griff zu bekommen! Wobei es auch kein schlechtes Karma gibt.

Fallstudie: Vor nicht allzu langer Zeit machte ich eine Rückführung mit einer Frau, deren Bruder jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen hatte. Die Frau war verwitwet und zudem kinderlos. Ihr Bruder war ihr einziger noch lebender Verwandter. Natürlich wollte ich wissen, was denn dazu geführt hatte, dass der Bruder den Kontakt abgebrochen habe. Die Frau erklärte, dass sie dies eigentlich gar nicht so genau wüsste. Sie war fast zehn Jahre älter als ihr Bruder und gab zu, das Verhältnis zu ihm sei schon als Kind nicht sehr eng gewesen. Dies führte sie aber auf den großen Altersunterschied zurück. Später hatte sie geheiratet und war in eine andere Stadt gezogen. Danach hatte sie ihren Bruder nur noch bei Familienfeiern getroffen und nachdem die Eltern verstorben waren, war der Kontakt immer mehr versiegt. Erst nachdem der Mann meiner Klientin verstorben war, verspürte sie plötzlich das Bedürfnis nach einem engeren Kontakt zum Bruder. Dieser hatte aber mittlerweile eine eigene Familie und war daran nicht sonderlich interessiert. Eine Heilpraktikerin brachte die Frau dann auf die Idee, dass hinter dem Verhalten des Bruder ja auch etwas karmischen stecken könnte. Also ging sie zu einer Rückführungsbegleiterin und erlebte, wie sie in einem früheren Leben für den Tod ihres Bruders verantwortlich gewesen war. Auch in diesem früheren Leben war er ihr kleiner Bruder gewesen. Sie war mit ihm in einem kleinen Ruderboot auf einen See hinausgefahren, das Boot kenterte und während die Frau sich mit Mühe und Not hatte retten können, war ihr Bruder ertrunken.

Im Anschluss an die Rückführung hatte die Rückführungsbegleiterin das ablehnende Verhalten des Bruders auf dieses Erlebnis zurückgeführt und der Frau gesagt, dass ihr Bruder deshalb immer noch einen Groll auf sie hegen würde, wenn auch eher unbewusst. Die Rückführungsbegleiterin hatte der Frau dann zu einer weiteren Rückführung geraten, um diesen Groll aufzulösen. Dabei hatte sie der Frau dann suggeriert, wie sie ihren Bruder nun retten würde, als das Boot kenterte.

Natürlich hat das nicht funktioniert. Erstens darf ich meinen Klienten bei der Rückführung nichts suggerieren dass die Wahrnehmungen verfälschen könnte (schon gar nicht darf ich ihm Wort in den Mund legen) und zweitens kann ich dadurch gewisse Ereignisse auch nicht ungeschehen machen! Dies habe ich auch meiner Klientin so erklärt. Dann kehrten wir noch einmal in dieses frühere Leben zurück und meine Klientin erkannte durchaus, dass sie ihren Bruder damals vielleicht hätte retten können. Aber auch damals hatte sie schon als Kind keinen besonderen Bezug zu ihm. Er war ihr nicht wirklich wichtig gewesen und zudem hatte sie es damals auch gehasst ständig auf ihn aufpassen zu müssen. Ähnlich war es auch in der heutigen Kindheit gewesen. Auf *Seelenebene begegnete sie dann sowohl ihrem Bruder, wie auch ihrem verstorbenem Mann. Plötzlich war ihr Bruder nicht mehr wichtig, denn meine Klientin richtete ihre ganze Aufmerksamkeit auf ihren Ehemann. Schließlich erkannte sie, was ihr Bruder immer gefühlt und gewusst hatte. Er war nie wirklich wichtig für seine Schwester gewesen und auch jetzt suchte sie nur den Kontakt zu ihm, weil sonst niemand mehr da war. Dies erklärte seine ablehnende Haltung, welche meine Klientin fortan respektieren konnte. (*Auch wenn jemand heute inkarniert ist, so kann man seine Seelenenergie doch auf Seelenebene immer aufrufen. Ähnlich wie bei der Aufstellungsarbeit, wo sich ein Stellvertreter dafür zur Verfügung stellt. Auch hierüber und warum solche Versöhnungen auf Seelenebene tatsächlich Wirkung entfalten können, habe ich ausführlich in meinem Buch »Erzählende Seelen« geschrieben.)

Im Anschluss an die Rückführung sprachen meine Klientin und ich über ihr wirkliches Problem; ihre Einsamkeit und ihre Schwierigkeiten neue Kontakte zu knüpfen. Hierzu konnte ich ihr ein paar Ratschläge geben. Heute engagiert sie sich in einem Pflegeheim und hat durch die Ausbildung zur Trauerbegleiterin auch neue Freunde gefunden. Später schaffte sie es sogar sich mit ihrem Bruder auszusprechen und heute besteht wieder ein lockerer und ungezwungener Kontakt zwischen den beiden.

Natürlich kommt es vor, dass ein Klient nach Ablauf einer gewissen Zeit erneut eine Rückführung wünscht. Meist jedoch erst nach mehreren Jahren, dann wenn sich seine Lebenssituation entsprechend verändert hat und Aspekte aufgetreten sind, die eine neuerliche Rückführung sinnvoll erscheinen lassen. Bei der allerersten Rückführung erfährt man jedoch immer etwas Wichtiges — etwas, das noch einen Bezug zum heutigen Leben hat. Ich verwende hier wieder bewusst nicht dem Begriff „Karma“ da diesem gerne etwas Negatives anhaftet.
Natürlich kommt es dabei auch auf den Rückführungsbegleiter an. Ist dieser oberflächlich oder schlecht geschult, verläuft auch die Rückführung entsprechend und so kann es sein, dass der Klient im Anschluss verwirrt ist, wichtige Aspekte schlichtweg übersehen oder, was noch schlimmer ist, falsch interpretiert wurden.
Alle weiteren Rückführungen sind dann zwar immer noch sehr interessant und es können durchaus noch wichtige Aspekte zum Vorschein kommen, aber die erste Rückführung birgt zumeist auch den größten Erfahrungswert für den Klienten — selbst wenn dieser die Rückführung bloß aus Neugierde buchte! Und wer danach immer noch „neugierig“ ist und etwas mehr über all die verschiedenen Inkarnationen seiner Seele erfahren will, der kann dies zumeist sehr gut mit einer sogenannten Rückführungs-CD (mit einer Anleitung zur Selbsthypnose) in Erfahrung bringen oder aber bei einer Gruppenrückführung. 2012 habe ich selbst eine solche CD produziert. Sie trägt den Titel »Deine Seele erzählt« und bietet, neben der Möglichkeit zur Rückkehr in frühere Leben, auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem spirituellen Führer (oder Schutzengel) und der Seelenfamilie. Außerdem beinhalten die CD eine Tranceinduktion mit Heilmeditation.

Wichtig: Außerdem ist es nach einer Rückführung sehr wichtig, dass man dem Erlebten genügend Zeit gibt sich im Verstand niederzulassen, so dass die Behandlung auch ihre ganze positive Wirkung entfalten kann. Ich rate meinen Klienten deshalb auch immer, nach einer Rückführung erst einmal bis zu drei Monaten keine andere spirituelle oder energetische Behandlung/Therapie zu machen.

♦ Die Ausbildung zum Rückführungsbegleiter

Ob sie nun allerdings Psychotherapeut sind oder nicht spielt, wie gesagt, für die Teilnahme an einem Seminar in Rückführungsbegleitung (oder Reinkarnationstherapie) keine Rolle. Ein solches Seminar erstreckt sich in der Regel über ein oder zwei Wochenenden, wobei ein mehr oder weniger begabter Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut den Teilnehmern mindestens eine Technik zur Tranceinduktion zeigt. Leider steht bei all diesen Seminaren der finanzielle Aspekt meist im Vordergrund und im Prinzip darf jedermann in Deutschland solche Aus- oder Fortbildungsseminare leiten und durchführen. Denn genauso wenig, wie es gesetzlich geregelte Qualifikationen für Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten gibt, gibt es auch keine gesetzlich geregelten Qualifikationen welche die Veranstalter, bzw. Ausbilder, solcher Seminare erfüllen müssten.
Doch egal, wie geübt oder qualifiziert Ihr Ausbilder auch sein mag; ein Wochenendseminar reicht definitiv nicht aus, um Sie anschließend als Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut zu qualifizieren — selbst dann nicht, wenn Sie schon eine Ausbildung in Psychotherapie haben!

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, was ich an dieser Stelle als nächstes schreibe und herausgekommen ist dabei folgendes:
Es wäre natürlich einfach zu sagen, man solle zuallererst einmal damit anfangen, nur noch Psychotherapeuten in Reinkarnationstherapie auszubilden, denn letztendlich liegt in jeder guten Rückführung auch immer eine Erkenntnis für den Klienten und da hört die (Erlebnis)Rückführung nun mal auf und die therapeutische Aufarbeitung fängt an — oder sollte sie zumindest. Leider lässt sich dieses Pferd immer noch eher von hinten aufsatteln. Denn die meisten alteingesessenen Psychotherapeuten verdienen auch ohne Rückführungen genug und sind meist ausgebucht. Außerdem befürchten viele auch einen Umsatzeinbruch bei ihren herkömmlichen Klienten, wenn bekannt würde, dass sie Rückführungen anbieten. Ich selbst erlebe es immer wieder, dass ich gleich als unseriös eingestuft werde oder zumindest mit sehr viel Skepsis und Zurückhaltung behandelt werde, wenn jemand, der sich nicht für Rückführungen interessiert und Reinkarnation für Spinnerei hält, von meiner Tätigkeit erfährt.
(Seit nunmehr einigen Jahren bestelle ich jede Woche mein Brot hier in meinem Wohnort beim Bäcker vor. Es ist Dinkel-Vollkornbrot und davon werden nur einmal in der Woche ganz wenige gebacken. Obwohl ich das Brot jede Woche pünktlich abhole, besteht die Verkäuferin immer noch darauf, dass ich für die Brotbestellungen Vorkasse leiste. Dies verlangt sie allerdings von keinen anderen Kunden. Natürlich kann es sein, dass ihr einfach meine Nase nicht gefällt, aber ich glaube doch eher, es hängt mit meiner Tätigkeit als Reinkarnationstherapeutin zusammen.)
Ich habe regelmäßig Rückführungen mit Psychotherapeuten und hin und wieder sogar mit Ärzten gemacht. Niemand von ihnen würde sich jedoch öffentlich dazu bekennen. Dies gilt übrigens für sehr viele Berufsgruppen.
Der Weg ist deshalb meistens immer noch der den auch ich gegangen bin: Jeder seriöse Rückführungsbegleiter, der seine Tätigkeit gewissenhaft ausüben möchte, wird letztendlich — und meist schneller als ihm lieb ist — also von selbst darauf kommen, dass er auch eine psychotherapeutische Ausbildung und zumindest eine Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie braucht. Und jemand der all dies auf sich genommen hat; die Zeit für die entsprechenden Ausbildungen, das Lernen, die Geduld und auch die nicht unerheblichen Kosten, bei dem sind dann auch Klienten für eine Rückführung gut aufgehoben. Es kommt auf das Gesamtpaket an.
Denn natürlich ist auch eine psychotherapeutische Ausbildung keine Garantie dafür, dass man ein guter Psychotherapeut wird. In jeder Berufsbranche gibt es nun mal auch schwarze Schafe. Und man kann natürlich ein guter Psychotherapeut sein und trotzdem nie ein guter Reinkarnationstherapeut werden. Rückführungen haben etwas sehr spirituelles (nicht zu verwechseln mit Esoterik), etwas dass bei der klassischen Psychotherapie, wenn überhaupt, meist nur eine untergeordnete Rolle spielt. Spiritualität ist jedoch eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten.

Dies ist auch der Grund, warum ich Esoteriker für gänzlich ungeeignet halte als Rückführungsbegleiter tätig zu werden. Ein spiritueller Mensch vermag trotz seiner Spiritualität immer noch zwischen Realität und Traumwelt zu unterscheiden. Man kann spirituell sein und trotzdem mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen stehen! Und ich denke, hierin liegt das tatsächliche Geheimnis der Spiritualität: Dennoch den Kontakt zur Wirklichkeit nicht zu verlieren — etwas, dass meiner Meinung nach den Esoterikern nicht gelingt.

Außerdem zeichnet sich ein guter Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut auf jeden Fall durch seine Vorbehaltlosigkeit, Flexibilität, Ausgeglichenheit, Kreativität und sein gutes Allgemeinwissen aus. Vertrauen in die eigene Intuition braucht man ebenfalls. Jemand der mit den alltäglichen Problemen zu Hause schon überfordert ist, dessen Weltbild durch Vorurteile geprägt wird oder jemand, der selbst psychisch labil ist, ist für diese Tätigkeit jedenfalls nicht geeignet. Dies gilt natürlich auch für den Beruf des Psychotherapeuten. Doch leider sieht hier die Wirklichkeit ebenfalls oft ganz anders aus.

Ein bekannter Reinkarnationstherapeut, der selbst eine gute Ausbildung in Rückführungsbegleitung anbietet, sieht die Sache viel lockerer wie ich und hat mir dazu einmal folgendes erklärt: Jemand der keine Begabung zum Rückführungsbegleiter hat wird später in der Praxis auch nicht viele Klienten bekommen, weil die Klienten die bei ihm waren nicht zufriedengestellt wurden. Die Frage ist: Wie viele unzufriedene Klienten muss so jemand erst bekommen, bevor er diese Tätigkeit wieder an den Nagel hängt und vor allen Dingen: wie viel Schaden kann er letztendlich anrichten — bei seinen Klienten und für die gesamte Branche? Oder wie viel Schaden wurde schon angerichtet?
(Das skurrile an dieser Geschichte ist, dass ich selbst ein Seminar in Rückführungsbegleitung bei diesem Reinkarnationstherapeuten besuchte. Auf einem vorhergehenden Infoabend stellte ich seiner Kollegin und Mitarbeiterin die Frage, nach welchen Kriterien sie die Seminarteilnehmer aussuche. Leider brachte ich die Frau damit gänzlich aus dem Konzept und sie konnte mir die Frage auch nicht beantworten. Dies hatte allerdings zur Folge, dass die Organisation unter deren Schirmherrschaft das anschließende Seminar stattfand, mir die Teilnahme verweigern wollte. Da der Ausbilder mich allerdings persönlich kannte, setzte er sich für mich ein sodass ich dann doch an seinem Seminar teilnehmen konnte. Auch hierüber habe ich ausführlich in meinem Buch »Erzählende Seelen« berichtet. Jedoch spricht der Vorfall für sich: Subjektivität schließt sie nicht automatisch von der Teilnahme eines solchen Seminars aus — Objektivität unter Umständen schon.)

Natürlich klingen meine Worte auch hier wieder etwas zynisch. Aber Tatsache ist nun mal dass mittlerweile jeder dritte Klient der zu mir kommt schon einmal irgendwo eine Rückführung erlebte die misslang. Und die Berichte dieser Klienten sind teilweise haarsträubend.

Fallstudie: So erlebte eine Frau ihre Rückführung bei einem Hypnotiseur der mit der sogenannten Blitzhypnose arbeitete — die auch scheinbar ganz gut funktionierte. Dann suggerierte er der Frau, dass sie nun genau 60 Minuten die Zeit habe sich ein früheres Leben anzusehen, dass noch einen Bezug zu ihrem heutigen Leben hätte und danach käme er zurück und würde sie wieder aus der Hypnose zählen. Diese Frau saß in der darauffolgenden Stunde ganz alleine im Behandlungszimmer dieses Mannes und durchlebte ein früheres Leben indem sie selbst zum Mörder wurde und anschließend ebenfalls ermordet wurde. Nachdem die Stunde um war, kam der Hypnotiseur zurück, zählte die Frau aus der Hypnose, kassierte sein Honorar und verabschiedete sie.

Und wie ich schon Eingangs erwähnte, verirren sich leider auch immer wieder Menschen in Seminare für Rückführungsbegleiter die zwar sicherlich eine (Psycho)Therapie benötigen, aber keinesfalls in der Lage sind, selbst zu therapieren — noch nicht einmal unter dem Begriff „Lebenshilfe“! Eine seriöse Ausbildung in Psychotherapie und nichts anderes ist die Reinkarnationstherapie, ist kein Selbsthilfeseminar und auch kein Selbstfindungsseminar. Auch wenn man dort eventuell viel über sich selbst erfährt und lernt, so sollte man als Ausbilder dennoch viel besser darauf achten, dass die Teilnehmer sich zumindest „im Wesentlichen“ schon selbst gefunden haben!

Meistens werden bei solchen Aus- und Fortbildungsseminaren aus finanziellen Gründen aber drei Zielgruppen durcheinandergewürfelt:
-Psychisch gesunde Personen die ein ernsthaftes Interesse daran haben ein Handwerk (in diesem Fall das des Rückführungsbegleiters) zu erlernen und die die Gewissenhaftigkeit und das nötige Pflichtgefühl besitzen nicht leichtfertig zu handeln.
-Psychisch labile Personen die therapeutische Hilfe suchen und glauben, ein Ausbildungsseminar biete die intensivere oder bessere Form der Therapie. (Oft handelt es sich dabei auch um Personen die sogenannt „austherapiert“ sind. Eine gewöhnliche Psychotherapie hat bei ihnen kaum noch Erfolgsaussichten und deshalb glauben diese Menschen auch nicht selten, dass sie nun selbst das Zeug zum (Psycho)Therapeuten hätten.)
-Psychisch labile Personen die glauben, weil sie selbst schon so viel traumatisches erlebt hätten wären sie besser als niemand anderes dazu in der Lage selbst zu therapieren, weil nur sie wirklich nachempfinden könnten, was es heißt ein schweres Schicksal zu erdulden.
Die Beweggründe für die Teilnahme sind den Seminarleitern dabei meist gar nicht bekannt, weil gar kein Vorgespräch bspw. in Form eines Telefonates stattgefunden hat und die Teilnehmer solcher Seminare in Rückführungsbegleitung in der Regel auch keine anderen Qualifikationen, wie bspw. eine Zulassung zum Heilpraktiker für Psychotherapie oder eine vorangegangene Ausbildung in Gesprächstherapie vorweisen müssen. Und selbst wenn die Seminarleiter wissen, dass jemand ihr Seminar nur „zum Zweck der Selbstfindung“ oder „um sich selbst mal etwas Gutes zu gönnen“ besuchen möchte, so werden diese Personen in der Regel dennoch nicht an der Teilnahme gehindert. Immerhin würde dies bedeuten der Seminarleiter verzichtet freiwillig auf mehrere Hundert Euro an Einnahmen! Leider benötigen oder beanspruchen genau diese Teilnehmer dann immer extrem viel Raum für sich und ihre Probleme, wodurch der geregelte Unterricht immer zu kurz kommt. Dies ist übrigens auch nicht bloß bei Seminaren in Rückführungsbegleitung so, sondern bei sehr vielen Aus-, Fort- und Weiterbildungsseminaren in (Psycho)Therapie.

Ein Seminar in Rückführungsbegleitung kostet in der Regel zwischen 600 und 2.500 Euro. Die meisten Seminare werden dabei als Wochenendseminare angeboten, weil man so mehr Interessenten findet, denn am Wochenende hat man eher Zeit. Nur das ein Wochenende bei weitem nicht ausreicht jemanden zum Rückführungsbegleiter zu qualifizieren. Auch nicht zwei Wochenenden — aber es könnte zumindest ein guter Anfang sein. Wichtig ist, dass jemand der so ein Seminar besucht und seriöse Absichten hat, zu Hause praktisch üben kann und genügend Personen findet, die sich am Anfang als Probanden zur Verfügung stellen. Dabei sollte der „angehende“ Rückführungsbegleiter auch immer so ehrlich sein und offen zugeben, dass er noch kaum Erfahrung hat. Dies hat den Vorteil, dass die Probanden nicht gleich mit extrem hohen Erwartungen zu den Rückführungen kommen. Natürlich kann man auch mit Familienmitgliedern und Freunden üben. Aber noch besser ist es, wenn man gleich von Anfang an ein paar fremde Personen findet, denn später in der Praxis arbeitet man ja hauptsächlich auch mit Fremden. Ich habe das damals über eine Kleinanzeige in der Regionalzeitung gemacht und so 104 Probanden gefunden. (Genaugenommen waren es 103 Probanden und eine beste Freundin.)

Aber wie läuft so ein Seminar in Rückführungsbegleitung nun ab? Im Prinzip erhalten Sie bei einem solchen Seminar bloß eine Anleitung zur Tranceinduktion. Trance ist eine leichte Form der Hypnose, wobei unser Gehirn in den Alpha-Zustand versetzt wird. Es gibt jedoch ganz unterschiedliche Tranceinduktionen. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam; es sind Bedienungsanleitungen, die ich gerne mit Kuchenrezepten vergleiche. Es ist nämlich egal, wie unerfahren Sie als Bäcker sind — solange Sie strickt dem Rezept folgen, erhalten Sie am Ende einen Kuchen. Nur wie gut oder schlecht der Kuchen wird, hängt letztendlich auch von Ihrer Erfahrung als Bäcker ab.
Und genauso verhält es sich auch mit der Tranceinduktion; halten Sie sich strikt an die Vorlage und machen an den richtigen Stellen kurze Pausen, geben Ihrer Stimme dazu noch einen wohlwollenden und ruhigen Klang — dann haben Sie am Ende eine Person in Trance versetzt. Das ist wirklich nicht sehr schwierig! Die Schwierigkeiten beginnen erst am Ende der Treppe, da wo ihr Klient beginnt den Weg entlang zu schreiten den er auch in einem früheren Leben schon einmal gegangen ist… .

Natürlich bekommen Sie bei einem solchen Seminar auch immer ein paar Tipps und Verhaltensregeln, was Sie tun können (oder tun sollen), wenn die Trance nicht funktioniert oder der Klient während der Rückführung etwas Traumatisches erlebt. Nur dass diese Tipps nie ausreichen! Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein neues Kuchenrezept ausprobieren und lesen in der Anleitung, dass Sie aber zur Sicherheit auf jeden Fall schon mal einen Feuerlöscher bereitstellen sollen. Einer dieser Tipps lautet zum Beispiel man solle den Klient bei traumatischen Erlebnissen „einfach“ daran erinnern, dass er sich das alles ja jetzt bloß noch einmal ansieht und nichts davon mehr „real“ ist. Sagen Sie dass mal einer Person, die gerade einen Flashback erlebt! Wenn die Wahrnehmungen intensiv genug sind, kann die Person nicht mehr zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden und was sie erlebt, geschieht in ihrer Wahrnehmung gerade jetzt, auch bei einer Rückführung. Viel besser wäre es mit der Person vor der Sitzung einen sicheren Ort zu kreieren und ihr im Falle eines traumatischen Erlebnisses zu suggerieren, dass sie sich sofort dorthin begibt. Aber das ist nur eine von unzähligen Möglichkeiten für einen Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten mit solchen Situationen umzugehen und es kommt dabei immer auf die psychische Stabilität des Klienten an. Manche Klienten können sich während ihrer Rückführung auch wirklich schlimme Dinge ansehen, aber auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten das Erleben zu steuern ohne es zu verfälschen oder zu beeinflussen. Auch dieser Aspekt macht wieder einen Unterschied zwischen Rückführungsbegleitung und Reinkarnationstherapie aus: Ein Psychotherapeut mit einer Zusatzausbildung in Trauma-Therapie der auch Rückführungen anbietet (auch wenn dies eher die Ausnahme ist) wird einfach aus seiner Erfahrung im Umgang mit „gewöhnlichen“ Trauma-Klienten schöpfen und so auch wissen, wie er sich bei einem Rückführungsklienten verhalten muss, wenn dieser etwas traumatisches erlebt.

Nicht alle unsere Vorleben waren angenehm und schön, und zugegebenermaßen sind es auch eher die Vorleben in denen eben nicht alles rund lief, in denen noch eine Erkenntnis für unsere heutige Existenz steckt. Ich vergleiche die Reinkarnationstherapie deshalb auch gerne mit einem Besuch beim Zahnarzt. Sobald man auf dem Behandlungsstuhl sitz hat man doch immer irgendwie ein mulmiges Gefühl und wenn man es dann überstanden hat, freut man sich, dass man so tapfer war. So ähnlich ist es für viele Klienten auch bei ihrer Rückführung, vor allen Dingen, wenn es die Erste ist. Ich versuche immer meinen Klienten ihre Bedenken zu nehmen und gebe ihnen dabei sehr viel Zeit mich ein wenig kennenzulernen und das nötige Vertrauen zu fassen. Trotzdem bleibt oftmals ein Quäntchen Unbehagen. Gelangen Sie nun bei Ihrer Rückführung in ein früheres Leben, dass eher traurig oder gar traumatisch war und haben Sie dann auch noch einen Rückführungsbegleiter an Ihrer Seite der mit solchen Situation nicht umzugehen weiß, haben Sie unter Umständen nach der Rückführung mehr Probleme als vorher.

Auch wird bei diesen Aus- oder Fortbildungsseminaren in Rückführungsbegleitung meist zu wenig Wert auf die Aufarbeitung des Erlebten, im Anschluss an die eigentlich Rückführung in ein früheres Leben, gelegt. Dabei geht es um Vergebung, Auflösung von Schuld und darum Schicksale anzuerkennen. Stellen Sie sich vor, Sie finden bei Ihrer Rückführung heraus, dass Sie in einem früheren Leben etwas sehr schlimmes getan haben und wenn Sie „nur“ als Soldat im 2. Weltkrieg einen feindlichen Soldaten erschossen (— oder selbst erschossen wurden.) Es ist nicht Sinn und Zweck einer Rückführung dass der Klient danach mit unnötigen Schuldgefühlen belastet wieder nach Hause geht oder mit dem Gefühl ein Opfer zu sein! Oft kommt auch noch hinzu, dass sich Opfer und Täter auch in diesem Leben wieder kennen. Die Aufarbeitung solcher „Verstrickungen“ ist ein enorm wichtiger Aspekt bei Rückführungen, wird aber in vielen Seminaren gar nicht oder nur unzureichend behandelt! Denn tatsächlich ist auch hierfür wieder ein psychotherapeutisches Vorwissen nötig, dass man eben nicht auf einem Drei-Tage-Seminar erlernen kann.

Nach einem solchen Seminar in Rückführungsbegleitung haben Sie jedenfalls eventuell — je nach Teilnehmerzahl — selbst einige Rückführungen durchgeführt und sind wahrscheinlich genausooft selbst rückgeführt worden, da die Teilnehmer des Seminars auch gleichzeitig als Probanden fungieren. Und Sie haben ein oder zwei Tranceinduktionen in der Tasche. Aber auch die reichen nicht aus, um allen Klienten gerecht zu werden. Jeder Mensch ist individuell und so individuell müssen Sie auch Ihre Hypnosetechniken ausarbeiten oder in der Lage sein, dies flexibel und manchmal auch ganz spontan anzupassen. Auch hierüber habe ich sehr ausführlich in meinem Buch »Erzählende Seelen« berichtet. Was wenn Sie bspw. eine Tranceinduktion gelernt haben in der Ihr Klient ein Boot nehmen muss, dass ihn zu einem früheren Leben geleitet. Zugegeben, eine solche Tranceinduktion verwende ich selbst sehr gerne, weil dabei kaum etwas schief gehen kann. Sie suggerieren dem Klienten, dass er auf dem Boot platznimmt und das Boot folgt danach einfach der Strömung des Flusses… . Was aber, wenn Ihr Klient Ihnen im Vorgespräch mitteilt, dass er Tiefenangst hat und nie im Leben ein Boot betreten würde oder er hat eine Abneigung gegen strömendes Wasser? Ich hatte einmal eine Klientin die hatte eine Phobie gegen blühende Blumen. In solchen Situationen müssen Sie ganz spontan eine Möglichkeit finden, die es Ihrem Klienten dennoch ermöglicht die Reise anzutreten.

Fallstudie: Meine Tranceinduktionen sind mit ca. 25 Minuten relativ lang. Genaugenommen reichen auch drei oder vier Minuten, um einen Klienten in Trance zu versetzen und ihn zum Tor in ein früheres Leben zu schubsen. Aber ich gehe diese Dinge lieber gemächlich und mit Bedacht an, deshalb enthält jede Tranceinduktion bei mir auch eine Entspannungsübung und eine Heilmeditation. Weil ich zudem bei einer Rückführung auch immer sehr nahe bei meinen Klienten sitze, sozusagen in deren Aura, bekomme ich auch viel besser mit, wie es meinem Klienten wirklich geht. Nun hatte ich einmal einen Klienten der die Tranceinduktion wirklich sehr zu genießen schien und vollkommen entspannte — jedenfalls bis er auf das Boot kam. Plötzlich hatte ich das Gefühl, er habe Stress. Weil er mir im Vorgespräch aber auch gesagt habe, er hätte Angst während der Tranceinduktion einzuschlafen, wies ich ihn zwischen durch immer mal wieder an den Zeigefinger zu heben, um mir zu signalisieren, dass wir den nächsten Schritt tun konnten. Und weil er dies auch weiterhin tat, beobachtete ich seine Anspannung auch nur ohne darauf einzugehen. Die Rückführung verlief dann auch ohne Störung und der Mann gelangte ohne weiteres in ein früheres Leben. Nach der Rückführung sprach ich ihn jedoch auf die Anspannung an die ich bemerkt hatte, als er das Boot betrat. Der Mann grinste verlegen und meinte dann, als er das Boot gesehen hätte, hätte er in seiner Wahrnehmung ein Ruderboot erblickt. Also habe er auf dem Boot platzgenommen und angefangen zu rudern und weil er plötzlich Angst hatte den Anschluss zu verpassen, habe er angefangen immer schneller zu rudern. Seither suggeriere ich bei dieser Tranceinduktion meinen Klienten prinzipiell nur noch Segelboote!

Wichtig: Außerdem sollte derjenige der ein Seminar in Rückführungsbegleitung anbietet, auch nach dem Seminar noch für alle Teilnehmer erreichbar bleiben, um individuelle Fragen die sich aus der anschließenden Praxisarbeit ergeben, zu beantworten. Eine Möglichkeit zu regelmäßig stattfindenden Supervisionsgruppen wäre ideal.

Fazit: Nicht grundsätzlich alle angebotenen Ausbildungsseminare in Rückführungsbegleitung sind schlecht. Allerdings qualifiziert keines dieser Seminare jemanden danach sich auch schon als Reinkarnationstherapeut zu etablieren. Ich rate Menschen die sich für diese Tätigkeit interessieren auch immer dazu, mindestens drei verschiedene Seminare dieser Art zu besuchen. Natürlich ist dies jedoch oft auch ein finanzielles Problem. Aber jeder Seminarleiter kann nun mal nur sein eigenes Wissen wiedergeben und vor allen Dingen lehrt er die Teilnehmer auch nur das, was seiner Meinung nach richtig ist. Dies ist aber in der Regel nicht der einzige Weg wie man eine Rückführung fachlich kompetent durchführen kann und deshalb schadet es nie, auch anderen Ausbildungsleitern einmal in den Topf zu gucken. Viele dieser Seminare werden zudem durch das Weltbild des Seminarleiters geprägt oder der Institution die das Seminar organisiert. So wird zum Beispiel bei der Ausbildung nach Michael Newton das Thema Besetzung ignoriert, weil es diese laut Michael Newton nicht gibt. Auch haben Tiere in seiner Vorstellung keine Seele. Es schadet bei der Teilnahme eines solchen Seminares also nie, zwischendurch ein wenig Selbst-Achtsamkeit zu betreiben und sich keine „Gehirnwäsche“ verpassen zu lassen. Dies gilt im Übrigen auch wieder nicht nur für Seminare in Rückführungsbegleitung, sondern für alle (Ausbildungs)Seminare in (Psycho)Therapie.

Ich selbst habe in meine Arbeit als Reinkarnationstherapeutin mittlerweile auch viele Techniken aus dem Bereich des Familienstellens integriert. Vor allen Dingen wenn es um die Aufarbeitung von Schuldgefühlen zwischen Opfern und Tätern geht. Ich nenne all diese verschiedenen Techniken auch gerne „meine Handwerkszeuge“.

Mittlerweile habe ich auch eine ganze Reihe dieser Seminare in Rückführungsbegleitung besucht und empfehlen kann ich bislang nur zwei:
-Einmal das Ausbildungsseminar von Dr. Jan Erik Sigdell in Frankfurt, welches über den Frankfurter Ring angeboten wird und welches sehr gut für Einsteiger geeignet ist.
(Allerdings sollte man dann auch wirklich vorher Jan Eriks Buch »Reinkarnationstherapie« gelesen haben und nicht bloß so tun, als ob. Spätestens bei der zweiten Frage ist es denen die das Buch wirklich gelesen haben nämlich eh klar, ob man das Buch kennt oder nicht.)
-Zweitens die Ausbildung des Michael Newton Institute (TNI). Diese einwöchige Ausbildung ist sehr intensiv und tatsächlich nur für Menschen geeignet, die schon Erfahrung mit der Arbeit als Rückführungsbegleiter haben. Darauf wird auch in der Anmeldung hingewiesen, obwohl zumindest zu meiner Zeit keinerlei Überprüfung stattfand, ob meine Aussagen hinsichtlich meiner Erfahrung und den vorangegangenen Ausbildungen tatsächlich der Wahrheit entsprachen. Diese Ausbildung wird mittlerweile auch regelmäßig in europäischen Ländern angeboten, allerdings so weit mir bekannt ist immer in englischer Sprache, da die Teilnehmer zumeist aus aller Herren Ländern anreisen.
(Obwohl einige Aspekte bei dieser Ausbildung bewusst nicht angesprochen werden, wie oben erwähnt, und auch die Vorstellung darüber, wie es in der geistigen Welt nun auszusehen hat und wer dort Zugang hat und wer nicht (keine Tiere) ganz klaren Richtlinien unterliegen, ist diese Ausbildung, was die Hypnosetechniken angeht, die Auflösung von Schuldgefühlen und das Organisatorische, ebenso wie die Betreuung der Teilnehmer, vorbildlich. Und diese Ausbildung ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist sich vor allen Dingen selbst treu zu bleiben und auch nicht alles für „bare Münze“ zu nehmen, was man auf solchen Seminaren erzählt bekommt.)
Und natürlich bieten auch einige Heilpraktiker-Schulen mittlerweile ganz gute Seminare in Rückführungsbegleitung an. Allerdings empfehle ich nur Personen oder Ausbildungen die ich selbst kenne, bzw. die ich selbst absolviert habe.

Jeder hat einmal (klein) angefangen. Einen Arzt der noch nicht so lange praktiziert, erkennt man an der Berufsbezeichnung „Assistenzarzt“. Was nicht heißen muss, dass er schlecht ist oder nichts kann, aber es bedeutet, dass er noch (praktische) Erfahrung sammelt, auch wenn er (theoretisch) ausgelernt (approbiert) hat. Ein Assistenzarzt befindet sich noch nicht in einer leitenden Funktion und hat in der Regel einen Chefarzt an den er sich wenden kann, wenn er Hilfe braucht. Ähnliches gibt es auch unter Psychotherapeuten und wenn es sich dabei nur um Supervisionsgruppen handelt. Ich bin überzeugt, dass die meisten Menschen die schlechte Erfahrungen bei ihrer Rückführung gemacht haben, diese auch deshalb machten, weil ihr Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut betreffend seiner eigenen (Praxis)Erfahrung nicht ehrlich war. Aber wer zahlt schon einem Assistenten (oder Lehrling) dasselbe Honorar wie dem Chef? Das einzige was man diesen Menschen die schlechte Erfahrungen machten jedoch vorwerfen könnte ist, dass sie bei der Suche nach der geeigneten Person für die Rückführung nicht gewissenhaft und sorgfältig genug waren.

Wichtig: Wenn Sie also eine Rückführung buchen wollen, erkundigen Sie sich bei der betreffenden Person nicht nur nach deren Qualifikationen (im Übrigen erhält man auch von jeder Ausbildung ein Zertifikat und von jedem Seminar zumindest eine Teilnahmebescheinigung), sondern vor allen Dingen auch nach der Praxiserfahrung. Fragen Sie den Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeuten) einfach frei heraus, wie viele Rückführungen er im Monat so macht.

♦ Die Qual der Wahl

Wie aber findet man nun den geeigneten Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten?
Vielleicht haben Sie einen Bekannten, der selbst einmal eine gute Rückführung erlebte und Ihnen jemanden empfehlen kann — das wäre ideal. Vorsichtig wäre ich hingegen mit kollegialen Empfehlungen. Wenn bspw. ein Heilpraktiker oder Reiki-Praktiker, etc. Ihnen einen Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten empfiehlt. Hierbei handelt es sich meistens um Absprachen unter Kollegen und die Gefahr dass Sie „durchgereicht“ werden ist zumindest nicht auszuschließen!
Nehmen Sie sich für die Suche auf jeden Fall Zeit!

Eine Rückführung ist immer etwas sehr persönliches und intimes und sollte nicht nur mit dem nötigen Wissen durchgeführt werden. Sie müssen auch die Möglichkeit haben, zu der Person die die Rückführung leiten wird ein gewisses Maß an Vertrauen aufzubauen. Wenn Sie ein mulmiges Gefühl haben oder Ihnen die Person schon auf einem Foto oder am Telefon unsympathisch erscheint, suchen Sie sich besser jemand anderen.

Nehmen sie sich eine Tasse Tee oder Kaffee und durchsuchen Sie das Internet. Fast jeder der Rückführungen anbietet, verfügt mittlerweile über eine Homepage. Gute Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten haben es auch nicht nötig Werbung für ihre Tätigkeit zu machen, weder im Internet noch in Zeitschriften. Genau wie gute Psychotherapeuten haben sie ohnehin genug Klienten. Leider ist es mit den Homepages so, wie mit Papier — es hält still! Aus der Homepage sollte aber auf jeden Fall zu entnehmen sein, welche berufs- oder tätigkeitsbezogenen Aus- und/oder Fortbildungen die Person absolviert hat. Was ihre Vorgeschichte ist und wie lange sie die Tätigkeit des Rückführungsbegleiters oder Reinkarnationstherapeuten schon ausübt. Dass jemand bspw. schreibt er sei Reiki-Meister, Schamane, Hellseher, Medium, etc. qualifiziert eine Person nicht automatisch zum Rückführungsbegleiter. Zudem sind Begriffe wie Schamane, Hellseher, Medium, usw. auch nur Bezeichnungen die wieder jeder für sich beanspruchen kann — auch Sie selbst und ohne dass Sie dafür irgendeine Qualifikation oder Befähigung nachweisen müssten. Lassen Sie sich auch bitte nicht durch Begriffe, wie „schamanische Rückführung“ oder „Rückführung ohne Hypnose“ locken. Lesen Sie hierzu ggf. auch das Kapitel: Alternativen zur Rückführung in Trance. Auch sollte der Homepage zu entnehmen sein, was eine Rückführung kostet und wie lange sie ungefähr dauert — wobei 60 Minuten definitiv zu kurz sind!

Zudem wird jemand der eine gute und oft entsprechend teure Ausbildung genossen hat, diese auch nicht auf seiner Homepage verheimlichen. Leider habe ich aber auch schon festgestellt, dass einige Personen auf ihren Homepages hin und wieder schreiben, sie hätten diese oder jene Aus- oder Fortbildung besucht und das Ganze stellte sich dann schlichtweg als unwahr heraus. Im Zweifelsfalle wenden Sie sich deshalb einfach an den Veranstalter besagter Aus- oder Fortbildungen und fragen nach, ob diese oder jene Person tatsächlich dort eine Aus- oder Fortbildung absolviert hat.

Im zweiten Schritt rufen Sie die Person die Sie mit Ihrer Rückführung betrauen wollen an. Zögern Sie dabei bitte nicht, der betreffenden Person ein paar wichtige Fragen zu stellen und lassen Sie sich auch nicht vertrösten, dass all Ihre Fragen bei der Rückführung beantwortet werden! Erklären Sie der Person weshalb Sie eine Rückführung wünschen und was Sie damit erreichen wollen. Formulieren Sie ein Anliegen für die Rückführung. Achten Sie darauf, was die Person am anderen Ende des Telefons Ihnen antwortet: Geht sie auf Sie ein oder antwortet sie lediglich mit allgemein gültigen Floskeln? Fragen Sie auch nach der Technik, die zur Tranceinduktion angewandt wird. Eine Blitzhypnose ist meiner Meinung nach gänzlich ungeeignet für eine Rückführung und die sogenannte „nichthypnotische Rückführung“ gibt es schlichtweg nicht! Hierbei baut der Rückführungsbegleiter lediglich darauf, dass sich sein Klient selbst in Trance versetzt — ähnlich einer Alltagstrance!

Anmerkung: Alltagstrance ist ein Zustand, in den wir uns regelmäßig selbst versetzten. Beispielsweise beim Autofahren oder bei andern Dingen, die wir regelmäßig tun und somit mehr oder weniger automatisch machen. Unsere Gedanken driften ab, auch wenn wir eigentlich gerade dabei sind das Geschirr abzuwaschen — so sind wir in unserem Kopf doch ganz woanders.

Fragen Sie die betreffende Person auch, wie viel Zeit sie für die Rückführung inkl. Vorgespräch, Tranceinduktion und eventueller Nachbesprechung ansetzt.
Manche Rückführungsbegleiter setzen für eine Rückführung pauschal 60 oder 120 Minuten an, inkl. Vorgespräch, und brechen nach dieser Zeit die Sitzung einfach ab. Oftmals begründen sie dies damit, dass sie befürchten den Klienten andernfalls psychisch zu sehr zu belasten. Sie raten Ihnen dann, ggf. einen neuen Termin für eine weitere Rückführung zu vereinbaren. Bitte lassen Sie sich nicht auf so etwas ein — das ist ungefähr so, als wenn Sie zum Zahnarzt gehen und der Ihnen den Zahn zwar aufbohrt, Sie aber dann ohne Füllung nach Hause schickt: Eine Rückführung dauert so lange sie dauert und Sie sollten circa 4 Stunden für alles einkalkulieren.

Anmerkung: Dieser Text steht seit 2008 auf meiner Homepage und auch wenn ich ihn zwischendurch immer mal wieder überarbeitet habe, so ist er im Wesentlichen doch immer gleich geblieben. Einige Heilpraktiker und andere Menschen die therapeutisch tätig sind, haben schnell angefangen über einen Link auf ihren eigenen Homepages auf diesen Text hinzuweisen. Ich denke, die Verbreitung dieses Textes hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in den letzten Jahren plötzlich sehr viele dieser Anbieter von 60- Minuten-Rückführungen dazu übergegangen sind ihre Honorare und die damit verbundene Leistung abzuändern. Viele dieser Personen verlangen nun für die ersten 60 Minuten ein gewisses Honorar und für jede weitere halbe Stunde nochmals einen Betrag. Bitte lassen Sie sich auch darauf nicht ein. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass diese Leute die Sitzungen dann bloß unnötig verschleppen und hinauszögern.

Eine gute Rückführung bei der Sie auch alles Wissenswerte aus mindestens einem früheren Leben erfahren dauert mindestens zwei Stunden! Für das Vorabgespräch sollte ebenfalls ca. eine Stunde einkalkuliert werden und nach der Rückführung sollte man Ihnen auch die Möglichkeit geben, sich wieder zu sammeln und das Erlebte eventuell zusammen mit dem Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten nochmal kurz besprechen zu können. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig zu erfahren, wie weit das Interesse des Rückführungsbegleiters nach der eigentlichen Rückführung geht und ob er auch danach noch bereit ist, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen. Nach einer guten Rückführung, wobei auch Wert auf die Aufarbeitung im Anschluss an das frühere Leben gelegt wurde, kommt es nicht oft vor, aber manchmal hat ein Klient später trotzdem noch einmal das Bedürfnis sich bei seinem Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten zu melden — telefonisch oder per Email und es ist immer wünschenswert, wenn die Person dann auch darauf reagiert.

Erkundigen Sie sich bei der betreffenden Person auch, was Sie in dem Falle bezahlen müssen, wo die Rückführung nicht gelingt. Manchmal scheitert die Rückführung nämlich schon an der Tranceinduktion, woraufhin einige Rückführungsbegleiter den enttäuschten Klienten jedoch vorwerfen, es sei ihre eigene Schuld, dass die Rückführung nicht funktioniert habe. Der Klient wird dann bezichtig nicht richtig oder gut genug mitgearbeitet zu haben. Lassen Sie sich so etwas bitte nicht einreden. Hierbei geht es einzig und alleine darum, dass der vermeintliche Rückführungsbegleiter trotzdem Geld für seine „Bemühungen“ von Ihnen erwartet. Also versucht er Ihnen unter Umständen ein schlechtes Gewissen einzureden und macht gleichzeitig ein wenig Druck. Wenn eine Rückführung nicht funktioniert, dann ist dies fast immer die Schuld des Rückführungsbegleiters (oder Reinkarnationstherapeuten). Entweder der Klient hatte nicht genug Zeit zu diesem das nötige Vertrauen aufzubauen und dafür braucht man ein ausreichend langes Vorgespräch oder aber der Rückführungsbegleiter verwendete eine Tranceinduktion die dem Klienten zu abwegig erschien. Es kann auch sein, dass der Klient seine akute Depression verschwiegen hat. Dann ist es für ihn sehr schwer abzuschalten, weil er ständig grübelt und auch alles hinterfragt. Nur ein sehr erfahrener Reinkarnationstherapeut ist dann überhaupt in der Lage diese Person in ein früheres Leben zu führen. Diese Rückführungen sind jedoch enorm anstrengend und führen oft zu nichts, weil der Klient bedingt durch seine Depression dazu neigt alles negativ zu betrachten. Einem erfahrenen Psychotherapeuten der unter anderem auch Rückführungen anbietet wird jedoch spätestens im Vorgespräch auffallen, wenn sein Klient unter Depressionen leidet!

Dies ist einer der Gründe warum ich Termine prinzipiell nur telefonisch und im persönlichen Gespräch mit dem Klienten vergebe. So ein Gespräch dauert ca. 20 bis 30 Minuten, kostet auch nichts extra und ich frage die Person dabei nicht nur nach ihren Beweggründen für die Rückführung, sondern spreche das Thema Depression oder ggf. die Einnahme von Psychopharmaka auch direkt an. Wie schon erwähnt, sind Rückführungen mit depressiven Menschen extrem schwierig und auch genauso anstrengend. Nicht nur für den Klienten, sondern auch für mich. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Depressive die Erkenntnisse aus ihrer Rückführung zumeist nicht zu nutzen wissen, weil sie sich in einer negativen Spirale befinden. Deshalb lehne ich Rückführungen mit Depressiven in den meisten Fällen ab. Jedoch sind auch nicht alle Menschen ehrlich, wenn es um ihre Psyche geht (bei Menschen mit Herzproblemen oder Personen die zu Panikattacken neigen, sieht dies ganz anders aus) und eine Depression verläuft auch nicht immer gleichbleiben. Meistens handelt es sich dabei um starke Stimmungsschwankungen mit durchaus guten Tagen und natürlich gibt es auch Menschen die unter einer bipolaren Störung leiden. Ich will damit sagen, dass es mir auch nicht immer möglich ist, schon während eines Telefonates herauszubekommen, ob man mir wirklich die Wahrheit sagt. Nun habe ich mir aber mittlerweile einen Namen als Reinkarnationstherapeutin gemacht und gerade Menschen mit sehr schwerwiegenden Problemen suchen immer öfter Hilfe bei mir. Aber obwohl die Reinkarnationstherapie sicherlich kein Allheilmittel ist und auch ich nicht über heilende oder magische Kräfte verfüge (nur über einen imaginären Koffer voller metaphorischer Handwerkszeuge), kommt es hin und wieder vor, dass ich mit einer Person einen Termin für eine Rückführung vereinbare und dann feststellen muss, dass diese unter akutem Stress und einer Depression leidet. Fast alle meine Klienten reisen jedoch von weither an und obwohl es ärgerlich ist, dass sie nicht ehrlich waren, mache ich dann die Rückführung in den meisten Fällen. Allerdings bin auch ich mittlerweile dazu übergegangen, in solchen Fällen wo man mich beflunkert hat, die Zeit die ich mit dem Klienten verbringe pro Stunde abzurechen, falls die Rückführung nicht funktioniert. Es ist allerdings auch schon vorgekommen, dass ich die Rückführung abgelehnt habe, obwohl der Klient schon hier war. In diesem Falle habe ich jedoch auch nichts berechnet. Später berichte ich in einer Fallstudie darüber.

Fragen Sie die Person die Sie mir Ihrer Rückführung beauftragen wollen auch nach ihrer Erfahrung. Sie können die betreffende Person bspw. fragen, seit wie vielen Jahren sie schon Rückführungen anbietet und wie viele Rückführungen sie im Monat so macht. Zugegeben, dies sind sehr viele Fragen, aber wenn jemand sich am Telefon darauf einlässt ist dies auf jeden Fall ein erstes Anzeichen für seine Seriosität und nicht dafür, dass der Betreffende bloß versucht schnelles Geld zu machen.

Ganz wichtig ist auch, dass Sie die betreffende Person die Ihre Rückführung durchführen soll fragen, wie sie mit traumatischen Erlebnissen umgeht. Angenommen Sie erleben während Ihrer Rückführung etwas dass nicht so angenehm oder schön war. Lassen Sie sich bitte nicht einreden, dies könnte nicht geschehen, weil man Sie um schlimme Ereignisse „drum herum“ schiffen würde. Welchen Sinn macht eine Rückführung noch, wenn man das Wesentliche außer Acht lässt? Wenn die betreffende Person Ihnen bspw. antwortet, Sie werden bei der Rückführung nur schöne Dinge erleben, ist sie entweder ein Idiot oder ein Scharlatan und Sie werden nach der Rückführung auch keinesfalls mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause gehen, sondern enttäuscht darüber sein, dass Ihnen die Rückführung keinerlei Erkenntnis brachte und Ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden!

Es ist auch immer gut, etwas über den Aufbau und Ablauf einer Rückführung zu erfahren, weil jeder Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut ein wenig anders arbeitet. Einige beenden die Rückführung immer schon kurz vor dem Tod des Klienten im früheren Leben und einige ermöglichen es dem Klienten, nach dem Todeserlebnis, seiner Seele auch noch in die geistigen Welt zu folgen um dort zum Beispiel mit der Seelenfamilie Kontakt aufzunehmen. Der Ablauf einer Rückführung sollte allerdings ebenfalls auf der Homepage der betreffenden Person ausführlich beschrieben stehen, genauso, wie die verschiedenen Techniken zur Tranceinduktion die der Betreffende beherrscht. Auch, ob während der Rückführung eine Aufarbeitung von traumatischen Erlebnissen stattfindet oder ob es die Möglichkeit zur Versöhnung zwischen Opfern und Tätern gibt, falls notwendig, sollten Sie vorab in Erfahrung bringen. Viele Rückführungsbegleiter und Reinkarnationstherapeuten, so auch ich, arbeiten mit dem sogenannten spirituellen oder geistigen Führer (Seelenführer oder auch Schutzengel) des Klienten zusammen.

Es besteht bei einer Rückführung auch die Möglichkeit in den Bauch der heutigen Mutter zurückzukehren. Jedoch bietet nicht jeder Rückführungsbegleiter dies an. Außerdem ist hierbei auch immer ein wenig Vorsicht angeraten. Wenn Sie den Verdacht hegen, dass Sie während der Zeit im Bauch der Mutter etwas traumatisches erlebten (oder Ihre Mutter selbst erlebte in der Zeit der Schwangerschaft ein schweres Trauma) so sollten Sie während der Rückführung auf dieses Erlebnis besser verzichten. Außer Sie wollen ganz bewusst ein Trauma aus dieser Zeit aufarbeiten oder der Vermutung nachgehen, ob zu dieser Zeit ein Trauma stattfand. In diesem Fall sollten Sie allerdings einen auf Trauma-Patienten spezialisierten Psychotherapeuten mit dieser „Hypnosebehandlung“ beauftragen, denn genau genommen handelt es sich hierbei auch nicht mehr um eine Rückführung, zumindest nicht in ein früheres Leben! Deshalb integriert man die Rückkehr in den Bauch der Mutter bei einer herkömmlichen Rückführung in frühere Leben auch immer nur als „Teiletappe“, genauso, wie bspw. die Rückkehr in die erste Inkarnation.

Es schadet auch nicht, wenn Sie wissen, wie jemand mit Besetzungen umgeht. Manche Rückführungsbegleiter verlangen für das Ablösen einer Besetzung ein extra Honorar. Komischerweise finden diese Leute auch bei auffällig vielen ihrer Klienten immer eine Besetzung! Sagt man Ihnen also, dass das Ablösen einer Besetzung nochmal extra Geld kostet, dann suchen Sie sich besser ebenfalls eine andere Person, die Sie mir Ihrer Rückführung beauftragen. Dieses Thema behandele ich ebenfalls ausführlich in meinem Buch »Erzählende Seelen« und warum man sich vor einer Besetzung auch nicht fürchten muss. Meistens handelt es sich dabei lediglich um eine verwirrte und verängstigte Seele, die einem auch nicht schaden möchte und auch nicht schaden kann! Allerdings lässt sich nun mal mit nichts so viel Geld verdienen, wie mit der Angst. Hiervon profitieren nicht nur Versicherungsgesellschaften, sondern auch Scharlatane, die Ihnen eine Besetzung angeblich sogar ansehen können. Für das Ablösen der vermeintlichen Besetzung fragen sie dann sehr viel Geld und oft finden Sie diese Betrüger auch auf esoterischen Veranstaltungen und Messen. Zwar glaube auch ich, dass es tatsächlich Menschen gibt die Ihnen eine Besetzung ansehen können, man sieht es in der Aura, allerdings gehen diese Menschen nicht mit ihrer Gabe hausieren und reden Ihnen vor allen Dingen auch nicht ein, dass Sie die Besetzung auf jeden Fall los werden müssen, weil sie für alles was in Ihrem Leben schief läuft verantwortlich sein soll. In meinem zweiten Buch »Schicksal mag Bestimmung sein — aber«, beschreibe ich deshalb auch wie Sie eine Besetzung selbst erkennen und ablösen können. Und vor allen Dingen erkläre ich dabei, wie Sie diese Seele anschließend auch ins Licht schicken können, etwas das ebenfalls sehr wichtig ist.

Fragen Sie auch immer, was die betreffende Person während der Rückführung sonst noch für Sie in Erfahrung bringen kann oder möchte. Beispielsweise Ihren frühen Namen oder sonstige Fakten die man recherchieren könnte. Einige Reinkarnationstherapeuten finden jedoch, dies sei Zeitverschwendung. Auch gibt es Anbieter von Rückführungen die eine Sitzung prinzipiell vor dem Todeserlebnis des Klienten im früheren Leben beenden und sich auch weigern Kontakt zu dem Schutzengel oder spirituellen Führer des Klienten herzustellen. Oft spielt die Angst dieser Personen vor „Geistern“ dabei eine Rolle. Man sollte jedoch keine Angst vor seiner Arbeit haben und da diese Personen auch immer sehr unsicher sind, sollten sie sowieso keine Rückführungen anbieten.

Wenn Sie trotzdem Zweifel haben, ob die Person bei der Sie Ihre Rückführung erleben wollen auch wirklich geeignet ist, dann bitten Sie die betreffende Person Ihnen die Telefonnummer von einem ehemaligen Klienten zu geben, als Referenz. Glauben Sie mir bitte dass zufriedene Klienten gerne bereit sind, ihrem Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten diesen Gefallen zu tun. Natürlich muss derjenige auch die Möglichkeit haben einen seiner ehemaligen Klienten darüber zu informieren und nachzufragen, ob dieser überhaupt damit einverstanden ist, dass er angerufen wird um eine Referenz abzugeben.

Bringen Sie auch in Erfahrung, ob Ihr Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut Ihre Rückführung aufzeichnet oder mitschreibt. Normalerweise sollte er zumindest die Fakten die aus der Rückführung hervorgehen schriftlich festhalten und Ihnen davon auch eine Kopie zukommen lassen. Oft ist es jedoch so, dass man dann die Schrift nicht entziffern kann — ich selbst gehöre auch dazu. Meine Handschrift ist nicht besonders gut zu lesen. Deshalb bin ich dazu übergegangen, alle Rückführungen ab dem Moment wo der Klient das frühere Leben betritt, aufzuzeichnen. Meine Klienten erhalten davon im Anschluss eine Audio-CD und selbstverständlich kostet diese auch nichts extra.

Die Preise oder Honorare für Rückführungen liegen, je nach Bekanntheitsgrad des Rückführungsbegleiters oder Reinkarnationstherapeuten, zwischen 100 und mindestens 750 Euro. (Wobei der Bekanntheitsgrad leider nicht unbedingt etwas über die Qualität der Arbeit aussagen muss.) Rückführungen sind jedoch für den der sie gewissenhaft und kompetent durchführt Knochenarbeit und deshalb finde ich Honorare bis 500 Euro für eine mindestens 3 bis 4 stündige Sitzung auch durchaus gerechtfertigt. Privatpatienten bezahlen für eine Psychotherapie pro Stunde ja auch zwischen 100 und mindestens 200 Euro. Ein Heilpraktiker oder Psychotherapeut hat in der Regel seine Tätigkeit zudem angemeldet und kann Ihnen eine Quittung bzw. Rechnung ausstellen. Manche Krankenversicherungen (v.a.D. Privatversicherungen oder gesetzliche mit Zusatzversicherung) erkennen mittlerweile auch Rechnungen von Heilpraktikern an.

♦♦♦ Was passiert bei einer Rückführung überhaupt?

Bitte gegen Sie nicht davon aus, dass dabei alles so abläuft wie man es manchmal im Fernsehen sieht oder auf Videos im Internet.

♦ Das Vorgespräch

Zuerst sollte sich der Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut Ihrer Wahl in einem Vorgespräch vorstellen und dabei etwas über seine Arbeit und vielleicht auch über seine Philosophie sagen. Daneben sollten Sie natürlich ebenfalls die Möglichkeit bekommen sich vorzustellen und Ihr Anliegen für die Rückführung ausführlich zu erklären. Auch die Wünsche oder Erwartungen die Sie mit der Rückführung verbinden. Fast alle Menschen wollen bei ihrer Rückführung zudem erfahren, was ihre Aufgaben im heutigen Leben sind und ob sie sich auf dem richtigen Weg befinden oder irgendwo etwas übersehen haben.

Dann sollte die Person Ihres Vertrauens Ihnen den Verlauf der Rückführung erläutern und auch gemeinsam mit Ihnen die richtige Technik zur Tranceinduktion auswählen — je nachdem welcher Typ Sie sind: Ob Sie gut visualisieren oder eher nicht und wie Sie bspw. auf Berührungen reagieren. Dies ist auch für die eigentliche Rückführung von Belang. Es gibt Tranceinduktionen oder auch Hypnosevertiefungstechniken, bei denen man den Klienten bspw. an der Schulter oder an der Stirn berührt. Je nachdem welche Tranceinduktion verwendet wird, ist es auch wichtig zu wissen, welche Kindheitserinnerungen Sie haben. Es gibt mehrere Tranceinduktionen die Sie rückwärts durch die Zeit, also über Ihre Kindheit und Ihre Zeit im Mutterbauch, in ein früheres Leben geleiten. Dazu ist es allerdings wichtig zu erfahren, ob Sie bspw. in Ihrer Kindheit etwas traumatisches erlebten. Es kann nämlich sein, dass Sie bei einer Tranceinduktion durch die Kindheit dann in diesem Erlebnis sozusagen stecken bleiben, auch wenn man Ihnen vorher ausdrücklich suggeriert hat, dass Sie sich nur an schöne oder zumindest neutrale Kindheitserinnerungen erinnern werden. Ich persönlich verwende diese Art von „Hypnose“ deshalb auch nur dann, wenn ein Klient tatsächlich etwas aus seiner Kindheit aufarbeiten möchte oder es darum geht verdrängte Kindheitserinnerungen wieder zum Vorschein zu bringen. Oder aber der Klient möchte etwas über die Zeit die er im Bauch seiner Mutter verbracht hat erfahren. Allerdings sind dies keine Rückführungen im Sinne der hier beschriebenen und für diese Form der Therapie benötigt man ähnlich viel Zeit, wie für die Rückführung in ein früheres Leben. Deshalb ist beides in einer Sitzung auch nicht ratsam, weil der Klient sich damit tatsächlich eher überfordern würde. Wenn jemand mit dem Anliegen zu mir kommt, dass er etwas aus seiner Kindheit oder der Zeit im Mutterbrauch erfahren will, ist dafür zudem auch meist ein traumatisches Erlebnis ausschlaggebend.

Das Vorgespräch dient ebenfalls dazu, dass Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeut) und Klient sich ein wenig kennenlernen und der Klient auch die Möglichkeit hat Vertrauen aufzubauen! Ein Klient der kein Vertrauen zu seinem Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeuten) hat, wird sich bei seiner Rückführung nämlich nie so natürlich verhalten, wie es sonst der Fall wäre und er wird vor allen Dingen auch nicht alles erzählen, was er aus einem früheren Leben wahrnimmt — wodurch es dem Rückführungsbegleiter aber sehr schwer oder gar unmöglich wird, seinen Klienten gut durch die Rückführung zu leiten/zu begleiten.

Anmerkung: Ich weiß, dass die Erwähnung beider Bezeichnungen „Rückführungsbegleiter“ und „Reinkarnationstherapeut“ zuweilen nervig ist. Es besteht meiner Ansicht nach jedoch ein großer Unterschied zwischen beiden, wie Eingangs erklärt, und deshalb erwähne ich auch regelmäßig beide Bezeichnungen.

Wichtig finde ich persönlich auch die Atmosphäre und den Raum in dem die Rückführung stattfinden soll. Abgesehen davon, dass der Raum sauber, gemütlich, hell und frisch sein sollte, sollte es dort ruhig sein — also keine Geräusche, wie Straßenlärm von außen oder von anderen Mitbewohnern im Haus. Ich finde es manchmal jedoch äußerst unpassend, wie viele Menschen glauben ein Keller- oder Abstellraum eigne sich als Praxis oder Behandlungszimmer.

♦ Unterschiede zwischen Trance und Hypnose — und bei wem es funktioniert und bei wem nicht

Wenn Sie das vorherige Kapitel, bezüglich des Vorgespräches, aufmerksam gelesen haben, wird Ihnen aufgefallen sein, dass ich dort einmal den Begriff Hypnose statt Trance verwendete. Eine Trance beschreibt genaugenommen nur eine leichte Form von Hypnose, wobei die Übergänge zwischen Trance und Hypnose eher fließend sind. Bei der Trance liegen die Gehirnströme zwischen 13-8 Hz und man bezeichnet diesen Zustand auch als Alpha-Zustand. Bei einer tieferen Hypnose befinden sich die Gehirnströme zwischen 7-4 Hz, im sogenannten Theta-Zustand. Jemand der jedoch sehr einfach zu beeinflussen oder sehr willig ist, wird sich schon mit einer leichten Tranceinduktion ggf. in eine tiefe Hypnose versetzen lassen. Jemand der sich innerlich jedoch dagegen sträubt, weil er bspw. nicht genug Vertrauen in seinen „Hypnotiseur“ hat, ein Kontrollfreak ist, oder aber einfach nicht abschalten kann, weil er zum Beispiel depressiv ist, oder zurzeit unter so viel Stress steht, dass er deshalb an nicht anderes mehr denken kann als an seine Probleme, wird sich nur sehr schwer hypnotisieren lassen. Eine leichte Trance würde deshalb bei ihm auch nicht funktionieren. Es kommt auch darauf an, was man mit einer Trance oder Hypnose erreichen möchte. Zur Reise in ein früheres Leben reicht in der Regel immer eine leichte Trance, wenn der Klient die Rückführung selbst wünscht und demnach auch bereit dazu ist — selbst wenn er unter normalen Umständen nur schwer die Kontrolle abgeben kann. Zudem muss man den Verstand der Person die man in Trance versetzen will auch nicht ausschalten oder herunterfahren, wie viele Rückführungsbegleiter fälschlicherweise immer noch meinen. Man kann den Verstand auch einladen an der Reise teilzunehmen, als stiller Beobachter sozusagen. Das ist allemal besser, als ihn auszusperren. Ähnlich einem trotzigen Kind das man in sein Zimmer sperrt, weil es etwas angestellt hat, rüttelte der Verstand dann während der ganzen Sitzung bloß an der Tür und das stört dann tatsächlich. Wenn es jedoch darum geht verdrängte Erinnerungen wieder zum Vorschein zu holen oder traumatische Erinnerungen richtig oder dauerhaft im Langzeitgedächtnis zu integrieren, sodass die Betroffenen nicht mehr unter Flashbacks leiden, dann ist zumeist eine stärkere Form der Hypnose notwendig.

Doch genaugenommen ist der Unterschied zwischen Trance und Hypnose wie der zwischen Cappuccino und Espresso — beides enthält Coffein in gleicher Dosierung. Nur das der Cappuccino mit Milch verdünnt wird und den Kaffeegeschmack dadurch mildert. Letztendlich kommt es aber immer darauf an wieviel Coffein jemand vertragen kann und genauso verhält es sich mit Trance und Hypnose: Es kommt immer darauf an, wie sehr jemand sich beeinflussen lassen möchte oder wie schnell er sich beeinflussen lässt. Deshalb gibt es auch so viele unterschiedliche Trance- bzw. Hypnosetechniken. Progressive Methoden (Espresso-Variante) oder eher subtile Methoden (mit Milch verdünnt).

Ich persönlich schreibe alle meine Trance- und Hypnoseinduktionen mittlerweile selbst. Doch auch die leichteste Trance ist unglaublich stabil, jedenfalls so stabil wie das Selbstbewusstsein der Person die sie eingeleitet hat. Ich mache mir nie Sorgen, dass die Trance oder Hypnose nicht funktioniert weil ich selbst versagen könnte, denn ich kenne meine Kompetenz auf diesem Gebiet sehr genau. Meine Klienten können während ihrer Rückführung bspw. auch getrost zur Toilette gehen, sogar mehrmals, und einmal hatte ich sogar einen Klienten der während er in Trance war aufstand und in meinem Wohnzimmer auf und ab lief. Dabei referierte er aus seinem früheren Leben. Der Mann war Professor an einer Universität und gewohnt während er etwas erzählte auf und ab zu laufen.

Enge Wendeltreppen, die sich spiralförmig nach unten winden, braucht jedenfalls kein Mensch, obwohl immer noch viele unwissende Rückführungsbegleiter schwören, dass man nur über die Suggestion einer Wendeltreppe eine Person auch tatsächlich so „hypnotisieren“ kann, dass sie in ein früheres Leben gelangt! Glauben Sie mir bitte, wenn ich Ihnen sage, dass dies großer Unsinn ist. Bei mir persönlich löste eine solche Treppe nur Beklemmungen aus, zumal ich mir auch noch vorstellte, die Stufen wären aus Metallgitter und ich trüge hochhakige Pumps. Für letzteres konnte zwar die Rückführungsbegleiterin nichts, aber mein Verstand wollte mir so doch mitteilen, dass er sich gegen die Behandlung bei dieser Person sträubte.

Anmerkung für diejenigen die meine Bücher nicht kennen: Ich habe damals angefangen die ersten Rückführungen im Wohnzimmer durchzuführen, weil ich damals auch nicht vorhatte daraus eine langwierige Tätigkeit zu machen. Dabei ist es nun geblieben, zumal sich meine Klienten in dem großen Raum mit Kamin auch sehr wohl fühlen und so ein Kaminfeuer einem die Arbeit manchmal auch ungemein erleichtern kann.

Damit kommen wir dann auch gleich zu einem weiteren, sehr wichtigen Punkt: Für die eigentliche Rückführung, also bevor der Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut mit der Tranceinduktion beginnt, legt sich der Klient normalerweise auf eine Liege oder Couch. Der Raum sollte in jedem Fall wohlig warm sein, da der Körper durch das lange stillliegen immer etwas auskühlt. Zusätzlich sollte man ihm die Möglichkeit geben, sich zuzudecken.

Ein Tipp: Tragen Sie zur Rückführung bequeme Sachen und nehmen Sie sich ein paar dicke Socken mit. Die Schuhe sollte man bei einer Rückführung immer ausziehen und die dicken Socken verhindern kalte Füße. Die Augen können Sie ggf. mit einem Schal etwas abgedunkelt. Der Schal vor den Augen erhöht die Konzentration und verbirgt auch teilweise Emotionen, die gerade den männlichen Klienten schon mal etwas peinlich sind. Wobei der eigene Schal immer auch ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt, weil er vertraut riecht.

Manche Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeuten) lassen während der Tranceinduktion auch im Hintergrund leise instrumentale Entspannungsmusik mitlaufen. Früher habe ich das auch gemacht, heute mache ich es nur noch auf den ausdrücklich Wunsch meiner Klienten. Es schadet zudem auch nie, wenn die Tranceinduktion zusätzlich eine sogenannte Entspannungs- oder Heilmeditation beinhaltet. Ich selbst habe hierzu eine Heilmeditation entwickelt, die dazu beiträgt das Körper, Geist und Seele besser miteinander harmonisieren und im Gleichklang sind. Zudem enthalten alle meine Tranceinduktionen auch eine Aurastärkung. Es gibt Tranceinduktionen oder Hypnoseinduktionen, die sind nicht länger als zwei Minuten und oftmals reichen fünf Minuten für eine leichte Trance zur Rückführung in frühere Leben durchaus — für den Klienten ist es aber so, als schubse man ihn in ein Becken mit kaltem Wasser! Ich empfehle daher Induktionen von 15 bis 20 Minuten, damit der Klient sanft hinübergleitet.

Die meisten Menschen sind zudem etwas überrascht, weil sie irrtümlich davon ausgehen, dass ihr Bewusstsein bei einer Trance komplett ausgeschaltet wird. Dies ist allerdings nur bei einer Tiefenhypnose und konkreten, diesbezüglich formulierten Suggestionen der Fall. Ich hingegen suggeriere meinen Klienten ganz absichtlich zu Beginn der Tranceinduktion, dass sie jederzeit Herr ihrer Sinne sind und somit auch jederzeit aufstehen und einfach weggehen können. Auch erinnert sich der Klient später an fast alles aus seiner Rückführung. Ähnlich wie bei einem Spielfilm, wo man beim zweiten Anschauen immer noch mal etwas entdeckt dass einem beim ersten Anschauen entging, verhält es sich auch bei der Rückführung; man erinnert sich gut an mindestens 90% der Ereignisse. Weil aber auch diese Erinnerungen mit der Zeit wieder verblassen, zeichne ich die Sitzungen auf. So kann der Klient später immer wieder über CD selbst hören, was er bei seiner Rückführung alles aus einem früheren Leben erzählte oder während der Begegnung mit seiner Seelenfamilie und dem spirituellen Führer. Der Vorteil einer Audioaufzeichnung gegenüber einer Kopie meiner handschriftlichen Mitschrift besteht auch darin, dass die Aufzeichnung der eigenen Stimme glaubhafter klingt. Manchmal ist es nämlich so, dass sich ein Klient nach einer Weile nicht mehr daran erinnern kann, dieses oder jenes während der Rückführung gesagt zu haben. Abgesehen davon, dass meine Handschrift nur sehr schwer zu entziffern ist, egal, wie viel Mühe ich mir mit dem Schreiben gebe. Und während der Rückführung ist es letztendlich auch immer so, dass wenn der Klient erst einmal in einem früheren Leben angekommen ist, er das was dort geschieht so interessant und aufschlussreich findet, dass er alles andere um sich herum eh vergisst. Wieder ähnlich wie bei einem spannenden Spielfilm, wo man ebenfalls alles andere um sich herum nicht mehr wahrnimmt. Der Körper liegt noch auf der Liege, doch der Geist ist der Seele in vergangene Zeiten gefolgt.

In den Anfängen der Reinkarnationsforschung hat man Rückführungen jedoch tatsächlich in Tiefenhypnose durchgeführt, bis man herausfand dass die Erinnerungen an unsere früheren Leben so dicht unter der Oberfläche unseres Unterbewusstseins schlummern, dass zur Aktivierung dieser Erinnerung auch eine viel leichtere Form der Hypnose, also die Trance, vollkommen ausreicht. Ich denke das Bewusste-Ich wohnt, symbolisch gesehen, in der linken Gehirnhälfte und das Unbewusste-Ich in der rechten Hälfte. Eine Rückführung spielt sich immer in der rechten Gehirnhälfte ab, wobei die linke Gehirnhälfte gerade bei sehr „linksdenkenden“, also verstandsbetonten Menschen, immer versucht die Ereignisse in logischen Einzelteile zu zerpflücken. Deshalb ist es bei der Rückführung auch so wichtig, dass der Klient stets seiner ersten Wahrnehmung/Eingebung folgt; diese erste Eingebung kommt immer aus der rechten Gehirnhälfte. Folgt gleich darauf eine weitere, abweichende Eingebung, handelt es sich dabei lediglich um die analysierte Version aus der linken Gehirnhälfte! Menschen die gewohnt sind, ihrer Intuition zu folgen, können ihre Rückführung daher auch besser „genießen“.

Man sagt, dass bei einer von zehn Personen eine Rückführung nicht funktioniert — was meiner Erfahrung nach so aber nicht stimmt. Denn für das nichtfunktionieren einer Rückführung gibt es verschiedene Gründe. Einer ist sicherlich der, dass das Bewusste-Ich sich nicht „herunterfahren“ oder noch schlimmer nicht „ausschalten“ lässt. Wer lässt sich auch schon gerne ausschalten? Dennoch werden solche Suggestionen immer noch regelmäßig in Tranceinduktionen verwendet. Bei einem sogenannten Kontrollfreak werden zum Beispiel Tranceinduktionen mit Suggestionen wie, „Lass dich fallen“ nicht funktionieren. Ein anderer triftiger Grund für das Nichtfunktionieren ist der, dass der Klient nicht das nötige Vertrauen zu seinem Rückführungsbegleiter aufbauen konnte. Entweder, weil dafür nicht genug Zeit war und kein ausreichendes Vorgespräch stattfand oder aber der Klient stellt fest, dass ihm die Person die seine Rückführung leiten soll unsympathisch ist. Auch wenn der Raum in dem die Rückführung stattfinden soll zu kalt oder muffig ist, oder von außen zu viele Geräusche in den Raum dringen, wird es schwierig. Ich selbst erlebte meine erste eigene Rückführung in einem muffigen und kalten und viel zu kleinen Kellerraum. Das Vorgespräch dauerte exakt zehn Minuten, wobei die Rückführungsbegleiterin ständig auf die Uhr sah, und während der ganzen Rückführung hindurch hörte ich die Kinder der Frau in der Etage über mir. Trotzdem funktionierte die Rückführung, aber auch nur weil ich dies unbedingt wollte und mich im letzten Moment selbst fallen ließ! Ich war damals selbst noch sehr unerfahren und dachte, weil die Frau auch einen Titel als Diplompsychologin habe, dass sie ihr Handwerk verstünde — dem war leider ganz und gar nicht so. Allerdings hatte ich auch keine Vergleichsmöglichkeiten und obwohl es mir nach dieser ersten Rückführung hundsmiserabel ging, fuhr ich ein paar Wochen später erneut zu dieser Frau, weil ich bei der ersten Rückführung auch nicht alles über das betreffende frühere Leben erfahren hatte und mich seitdem unzählige Fragen plagten. Auch hierüber berichte ich ausführlich in meinem Buch »Erzählende Seelen«.

Wichtig ist also immer dass der Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeut) eine Tranceinduktion wählt, mit der sich sein Klient identifizieren kann oder die für ihn Sinn ergibt. Viele meiner Klienten haben, bevor sie zu mir kommen, schon einmal woanders eine Rückführung versucht, die nicht funktionierte. So erzählte mir eine Klientin von einer Rückführungsbegleiterin die ihr als Tranceinduktion suggerierte, sie solle sich vorstellen das Sandmännchen schwebe über ihren Körper und würde ihr Sand in die Augen streuen, sodass sie einschliefe. Ehrlich gesagt frage ich mich, ob diese Art der Tranceinduktion überhaupt jemals bei irgendwem funktioniert hat.
Dies sind jedoch alles Gründe für das Nichtgelingen einer Rückführung, an denen der Klient aber keine Schuld trägt, auch wenn so mancher Rückführungsbegleiter dies anschließend behaupten mag und meint, der Klient hätte sich nicht genügend angestrengt. Sie sollen sich aber gar nicht anstrengen; bei einer guten Tranceinduktion „flutscht“ alles von selbst! Dennoch machen diese Gründe sicherlich 90% der Rückführungen aus die nicht funktionierten. Wie schon erwähnt sagt man, dass Rückführungen bei einer von zehn Personen nicht funktionieren. Wenn man jedoch diese 90% noch mal abzieht, bleibt höchsten eine Person von 100 Personen übrig und diese Zahl ist durchaus realistischer.

Jemand der bspw. nur deshalb eine Rückführung bucht, weil sein Partner es gerne möchte, weil der Partner sich für dieses Thema interessiert, wird ebenfalls schlechtere Erfolgschancen haben; man muss eine Rückführung schon selbst wollen! Deshalb vergebe ich auch keine Termine an Personen die bei mir anrufen und einen Termin für den Partner oder eine andere Person, quasi als „Überraschungsgeschenk“, vereinbaren wollen.

Ein weiterer Grund für das Nichtgelingen ist, wie ebenfalls schon angesprochen, eine akute Depression oder ein akutes Stresssymptom, was letztendlich beides auf das Gleiche hinausläuft. Diese Gemütsverfassung macht es selbst einem sehr professionellen und geübten Reinkarnationstherapeuten extrem schwer die betreffende Person zu hypnotisieren, weil selbst Begriffe wie „genießen Sie die Ruhe“ schon dazu führen können, dass der Klient ins andere Extrem wechselt. Ich verwende deshalb lieber den Ausdruck „Stille“, rede dabei aber nicht von „genießen“. Die richtige Wortwahl ist nicht nur während der eigentlichen Rückführung, dann wenn der Klient ein früheres Leben betritt, enorm wichtig, sondern auch schon während der Tranceinduktion. Die Einnahme von Psychopharmaka, vor allen Dingen die Einnahme von Anti-Depressiva, erschweren das Erreichen des Trancezustandes zusätzlich, weil diese Medikamente ganz bewusst die Aufgabe haben dafür zu sorgen dass man seinen Alltag bewältigen kann. Zur Reise in ein früheres Leben muss man das Alltagsbewusstsein jedoch verlassen. Ich halte aber auch nichts davon, wenn jemand seine Medikamente absetzt, bloß weil er eine Rückführung erleben möchte. Jemand der Psychopharmaka einnimmt tut dies nicht ohne triftigen Grund. Die Ursachen hierfür sind jedoch nicht in einem früheren Leben zu beheben, selbst wenn sich herausstellen sollte, dass es einen logischen Zusammenhang zwischen der psychischen Störung im heutigen Leben und einem Ereignis in einer früheren Inkarnation geben sollte. Eine Rückführung macht nur dann Sinn und hat auch nur dann einen positiven Nutzen, wenn man sich psychisch in einem stabilen Zustand befindet!

Anmerkung: An manchen Stellen wiederhole ich mich, zumindest sinngemäß. Dies tue ich deshalb, weil auch nicht jeder Leser diesen Text komplett liest, sondern nur die Teile, die ihn interessieren.

Aber einen guten Rückführungsbegleiter, bzw. Reinkarnationstherapeuten, erkennt man ja auch nicht nur daran wie viele Techniken zur Tranceinduktion er beherrscht, sondern vor allen Dingen daran wie er mit seinen Klienten umgeht, nachdem er sie hypnotisiert hat.

♦♦♦ Die Rückkehr in ein früheres Leben

Unterstellen wir einfach einmal, dass die allermeisten von uns schon mehrere Leben gelebt haben. Sogenannte „alte Seelen“ haben demnach sogar schon viele tausende Leben hinter sich, andere nur einige hundert oder „junge Seelen“ erst ganz wenige Leben. Aber egal, wie viele Leben jemand schon gelebt hat; ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass wir alle nicht nur angenehme Leben lebten!
Oft sind es jedoch gerade die früheren Leben auf denen wir eben nicht auf Rosen gebettet waren, in denen noch eine Erkenntnis für das heutige Leben steckt. Deshalb ist es so ungemein wichtig einen Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten zu finden, der solchen Situationen auch durchaus gewachsen ist.

♦ Was oder wie der Klient bei der Rückführung wahrnimmt

Besonders wenn dies die erste Rückführung ist, weiß der Klient am Anfang nämlich gar nicht, wie er sich verhalten soll oder was ihn erwartet. Es gibt Klienten die erleben ihre Rückführung in Bildern. Bei einigen Klienten läuft sie auch tatsächlich wie ein Film ab in denen sie selbst die Hauptrolle spielen. Ähnlich wie in einem Avatar nehmen sie dabei alles am eigenen Leib wahr, auch wenn es sich dabei um den Körper aus einer vergangenen Inkarnation handelt. Und wiederum andere Menschen „sehen“ bei ihrer Rückführung gar nichts. Sie wissen oder fühlen eher wer sie sind, wo sie sind und was dort wo sie sind gerade geschieht. Für mich ist es nicht einfach diese Art der Erfahrung zu beschreiben, weil ich meine eigenen Rückführungen alle wie in einem Film erlebte. Aber ich stelle mir dies so vor, als wenn man ein Buch liest. Sieht man nur auf die Seiten, erfährt man nichts. Erst durch das Lesen erfährt man den Inhalt. So ähnlich stelle ich mir das auch bei Klienten vor die nicht oder nur sehr schwer visualisieren können. Diese Klienten brauchen auch immer viel Zeit, bevor sie meine Fragen beantworten können. Beispielsweise, wenn es darum geht andere Personen zu beschreiben oder ihr damaliges Zuhause. Es ist als wenn diese Informationen in ihr Unterbewusstsein durchsickern — ähnlich halt wie beim Lesen. Deshalb vermeide ich bei diesen Klienten auch ganz bewusst Sätze wie: „Was sehen Sie jetzt?“ oder „Schau noch mal genau hin!“. Circa 65% der Personen die bislang für eine Rückführung bei mir waren visualisierten Bilder, wovon jedoch wiederum allerhöchstens 10% die Rückführung wie in einem Film erlebten. Die restlichen 35% erlebten ihre Rückführung ohne entsprechende Bilder. Personen die gut visualisieren können neigen auch eher dazu sich bei ihrer Rückführung in diesen Bildern zu verlieren und achten deshalb weniger auf die mit den einzelnen Szenen verbundenen Gefühle. Deshalb muss ich diese Klienten öfter daran erinnern auf ihre Gefühle zu achten und frage zum Beispiel: „Wie geht es Ihnen damit?“ oder „Wie fühlen Sie sich dabei?“

Ein Rückführungsbegleiter sollte seinen Klienten auch niemals gleich als erstes danach fragen, was er nun „sieht“. Vielleicht ist es da, wo der Klient sich nach der Tranceinduktion befindet ja auch dunkel! Einige Personen brauchen zudem erst einmal ein wenig Zeit, um sich zurechtzufinden oder zu orientieren. Ich frage als erstes deshalb, ob es dort wo der Klient sich nun befindet eher hell oder dunkel, Tag oder Nacht ist. Und dann, ob der Klient eher das Gefühl hat in einem Raum oder einer anderen Art von Behausung zu sein oder eher draußen. Dies kann der Klient auch oftmals anhand eines Windhauches oder der Temperatur herausfinden — ohne dass er dafür überhaupt etwas „sehen“ muss. Klienten die Bedenken haben und die anfängliche Wahrnehmung von Dunkelheit als nichtfunktionieren der Rückführung interpretieren, frage ich oftmals, ob sie noch das Gefühl haben (auf einer Liege) zu liegen. Meisten erhalte ich dann die Antwort, dass der Klient irgendwo steht. Dann fordere ich ihn auf mit seinen Füßen einmal über den Boden dort zu streichen. Niemals würde ich ihm jedoch unterstellen, dass er dabei Schuhe trägt! Während der Klient meiner Aufforderung nachkommt, merkt er dann von selbst, ob er Schuhe trägt und von welcher Beschaffenheit der Boden unter seinen Füßen ist. Dies sagt ggf. wieder eine Menge darüber aus, wo der Klient sich nun befindet. (Selbst wenn er sagt, dass er immer noch liegt, lasse ich ihn fühlen, ob es sich dabei tatsächlich immer noch um meine Liege oder etwas anderes handelt.)

Anmerkung: Ich beschreibe hier einige meiner Vorgehensweisen auch deshalb so ausführlich, weil viele meiner Kollegen auch immer bloß rufen, dass dieses oder jenes Unsinn ist oder nicht funktionieren kann. Wenn es aber darum geht ihre eigenen Taktiken zu erläutern oder Verbesserungsvorschläge zu machen, kommt nichts mehr. Oftmals mit der Ausrede sich nicht in den Topf gucken lassen zu wollen!

Und ganz gleich wie ein Klient seine Rückführung erlebt — ob eher über die entsprechenden Gedanken/Eingebungen oder über Bilder/Filme; jeder Klient fühlt sich dabei „normalerweise“ wieder in den Köper hineinversetzt den seine Seele in dem jeweiligen früheren Leben beherbergte! Dies bedeutet, der Klient fühlt tatsächlich in welcher Verfassung sich sein damaliger Körper befand, psychisch und physisch. Litt er unter körperlichen Gebrechen? Hatte er Kopfschmerzen? War er müde? Wie war sein Gemütszustand? Hunger, Durst, Kälte, Wärme, Angst, Glück, Freude, Wut oder Schmerzen. Dies geht so weit, dass man sogar seinen eigenen Schweiß von damals wieder auf der Haut riecht und spürt, ob die Kleidung die man trug angenehm weich oder kratzig war. Zugegeben sind solche Wahrnehmungen bei Personen die ihre Rückführung als Film erleben meist am stärksten ausgeprägt. Wenn der Klient sich jedoch nicht wieder in seinen früheren Körper hineinfühlt ist dies immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Entweder ist es ein Hinweis darauf, dass der Seele des Klienten in diesem Körper etwas sehr schmerzhaftes widerfuhr, dies kann sowohl körperlicher als auch seelischer Schmerz sein oder der Klient hat auch schon in diesem Leben eine gestörte Körperwahrnehmung und sein eigener Körper ist ihm fremd. Hierzu folgte eine ausführliche Erklärung im Kapitel über Pseudo-Rückführungen.

Natürlich gibt es auch ein paar Tricks, wie man mit Klienten das Visualisieren von Bildern ein wenig üben kann. Am Ende einer Rückführung sind es dann aber meist doch nicht mehr die Bilder aus früheren Leben die den Klienten davon überzeugen, sich nicht bloß alles aus den Finger gesaugt zu haben, sondern eben diese Gefühle und die damit verbundenen Emotionen aus dem einstigen Körper. Diese können sehr heftig sein. Einige Reinkarnationstherapeuten finden es auch durchaus angebracht ihre Klienten nicht nur die Glücksmomente aus früheren Leben erneut genießen zu lassen, sondern verfahren auch so mit den schmerzlichen Erlebnissen. Und viele Rückführungsbegleiter sind mit solchen Situationen schlichtweg überfordert und der Klient hat gar keine andere Wahl, als nochmals über brennende Kohlen zu laufen! Bevor ich einen Klienten jedoch auf diese Art re-traumatisiere hole ich ihn für die Dauer eines schmerzvollen Erlebnisses aus dem früheren Körper heraus. Zumeist sage ich ihm deshalb schon im Vorgespräch, dass wenn er später in eine Situation kommt die unangenehm für ihn ist, er ganz von alleine und automatisch das Gefühl hat, den Körper für eine Weile zu verlassen, um dann alles wie aus weiter Ferne zu betrachten. Deshalb beginnt jede gute Hypnose auch schon in dem Moment, wo sich Klient und Hypnotiseur (in diesem Falle ein Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut) das erste Mal sehen und sich die Hände schütteln.

♦ Jedes Wort muss auf die Goldwaage!

Im Fernsehen wurde einmal ein erfahrener Rückführungsbegleiter vorgestellt. Man dokumentierte eine von ihm geleitete Rückführung. Sein Behandlungszimmer war eine Abstellkammer und seine Klienten mussten während der Sitzung in einem Sessel sitzen. Die Tranceinduktion wurde nicht ausgestrahlt, um nicht zufällig die Zuhörer zu hypnotisieren — was ungefähr so wahrscheinlich wäre, wie dass ein auf die Erde herabstürzender Komet einen Menschen trifft. Nach der Suggestion, dass die Frau nun in einem früheren Leben angekommen sei, fragte dieser Mann seine Klientin prompt, was für Schuhe sie nun trüge und welche Farbe diese hätten. Natürlich hat er gar nicht wissen können, ob die Frau in diesem früheren Leben überhaupt jemals Schuhe getragen hat und solche Unterstellungen sind grobe Fehler.

Ein wirklich erfahrener Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeut) lenkt und leitet seinen Klienten durch dessen frühere Leben — jedoch ohne ihm dabei etwas zu suggerieren, dass seine Wahrnehmungen beeinflussen und verfälschen könnte! Er fordert den Klient auf, durch frühere Leben zu gehen und nach wichtigen Ereignissen Ausschau zu halten die Aufschluss darüber geben, wer der Klient damals war, was er tat oder wie er lebte. Dabei achtete der Rückführungsbegleiter auch auf Zusammenhänge die das Anliegen für die Rückführung erklären könnten, jedoch ebenfalls ohne etwas zu unterstellen. Viele Rückführungsbegleiter, aber auch Reinkarnationstherapeuten, glauben jedoch, dass sie „aus ihrer Erfahrung heraus“ schon vorher wissen, wodurch sich das Anliegen des Klient begründet und was sich deshalb im früheren Leben des Klient zeigen wird. Diese Leute sind voreingenommen und neigen ebenfalls dazu die Rückführung zu verfälschen, sodass der Klient schließlich in eine Pseudo-Rückführung driftet und tatsächlich nur noch das erlebt, was der der die Sitzung leitet ihm suggeriert.

Die Aufgabe des Rückführungsbegleiters oder Reinkarnationstherapeuten ist es die Konsens aus dem früheren Leben des Klienten herauszuholen; das, was für den Klienten heute noch wichtig ist und das Warum. Hat der Klient in einem früheren Leben jedoch etwas verdrängt oder sich Illusionen hingegeben, Selbstbetrug verübt um der Realität auszuweichen, so tut er das während der Rückführung wahrscheinlich ebenfalls, denn er weiß ja nicht (mehr) besser! Irgendwann kann aus jeder Lüge Wahrheiten werden. Man muss dazu die Wahrheit nur tief genug verdrängen und sich eine neue Wahrheit kreieren — dann vollbringt die Zeit den Rest. (Vielleicht ist dies ja auch ein Grund für Alzheimer.) Hier ist dann die Erfahrung des Rückführungsbegleiters oder Reinkarnationstherapeuten gefragt und auch Fingerspitzengefühl. Denn selbst wenn ich den starken Verdacht hege, dass mein Klient Dinge erzählt die nicht den (damaligen) Tatsachen entsprechen, so darf ich ihm dies nicht einfach so vorwerfen. Ein wichtiges Indiz für einen solchen Selbstbetrug kann zum Beispiel sein, dass der Klient bloß belanglose Dinge aus seinem früheren Leben erzählt. Trotzdem darf ich ihm nicht einfach so unterstellen, dass er lügt oder sich etwas vormacht. Habe ich jedoch den begründeten Verdacht dass dem so ist, dann gehe ich mit dem Klienten zügig durch dieses frühere Leben hindurch und lasse ihn nach seinem Tod das gesamte Leben noch einmal Revue passieren — dann kommen auch die Dinge zum Vorschein, die der Klient zu „Lebzeiten“ in diesem früheren Leben verdrängte.

Selbst die Aussprache von Namen will genau überlegt sein. Sagt mein Klient mir bspw. er sei in ein früheres Leben zurückgekehrt dass er in England verbrachte und berichtet er hieße nun Michael, will auch der Name entsprechend betont werden. Ansonsten fühlt sich dieser für den Klient oftmals nicht stimmig an.

♦ Umgang mit traumatischen Erlebnissen, Schuldgefühlen und Versöhnungen auf Seelenebene

Wie schon mehrmals erwähnt, waren sicherlich nicht alle unsere Vorleben angenehm und sorgenfrei und meistens ist es so, dass sich gerade in den Inkarnationen wo auch viel Leid geschah noch eine Essenz für heute finden lässt. Manche Menschen kommen auch zu einer Rückführung und sagen gleich zu Beginn, dass sie aber nicht den eigenen Tod wiedererleben möchten. Natürlich berücksichtige ich dies. Was aber, wenn der Klient in ein früheres Leben zurückkehrt in dem sein Tod ihn plötzlich traf? Man merkt dies oft daran, dass sich plötzlich alles ändert. Der Klient nimmt sich auch nicht mehr in seinem früheren Körper wahr, hat eher das Gefühl zu schweben, wirkt oft desorientiert oder berichtet, er sähe sich selbst — meist regungslos und in einer liegenden Position, was der Aussage zu schweben widerspricht.

Wichtig: Zum Glück ist es aber meist so, dass wenn der Klient sich erst einmal wieder in einem früheren Leben und dem Körper von einst befindet, er auch spürt, dass er die Kraft hat selbst den Tod noch einmal zu durchleben. Außerdem — sollte dieses Erlebnis tatsächlich mit zu vielen Schmerzen verbunden sein, es soll ja auch Menschen geben die gerade in vergangenen Zeiten auch durch Folter starben, dann habe ich immer noch die Möglichkeit dem Klient zu suggerieren, dass er den Körper verlässt und alles von oben herab und ohne Schmerzen oder zu starke Emotionen betrachten kann. Ehrlich gesagt, hatte ich aber bislang auch noch keinen Klienten der seinen Tod im früheren Leben nicht hätte durchleben können oder wollen und es ist vor allen Dingen auch so, dass die Rückführung den Klienten die Angst vor dem Tod nimmt. Ich finde dies ist ein sehr wichtiger Aspekt bei Rückführungen!

Baut der Klient zudem durch die Rückkehr in ein früheres Leben Schuldgefühle auf, kann es sein, dass er diese mit in sein heutiges Leben transportiert, falls diese nicht innerhalb der Rückführung aufgearbeitet werden. Den Klient jedoch bloß daran zu erinnern, dass das alles ja schon lange hinter ihm liegt, er schon wieder neu inkarniert ist und einfach das karmische Band zu diesem früheren Leben durchtrennen soll, ist Murks-Arbeit und führt zu nichts! Es kommt auch immer auf die Umstände für die Schuldgefühle an. Manchmal sind diese auch gar nicht angebracht und sagen viel mehr etwas über das Pflichtgefühl dieser Person aus. Themen die dann auch im heutigen Leben noch eine wichtige Rolle spielen und das Leben des Klienten durchaus erschweren können. In diesem Falle wäre eine Reflektion angebracht und die Klärung, ob der Klient nicht dazu neigt sich zu viel zuzumuten — was dann ggf. auch sein Anliegen für die Rückführung erklärt. Im nächsten Schritt müsste man herausfinden, warum das so ist und wieso der Klient dazu neigt sich zu viel Verantwortung aufzuhalsen. Nicht selten gelangt man dann in die Kindheit des Klienten, wo sich immer etwas wiederholt — in der damaligen Inkarnation und in der heutigen.

Oft sind es auch die klassischen Opfer und Täter Profile die in der Rückführung zutage kommen. Und egal, ob der Klient nun im früheren Leben Opfer oder Täter (oder beides) war, oftmals kennen sich Opfer und Täter auch im heutigen Leben wieder. Nicht selten gehört man sogar zur selben Familie oder es stellt sich heraus, dass man zur selben Seelenfamilie gehört. Dieses Thema ist sehr umfangreich und es gibt sehr viel dazu zu sagen. Deshalb habe ich diesem Thema in meinen Büchern »Erzählende Seelen« und »Schicksal mag Bestimmung sein — aber« auch umfangreiche Kapitel und einige Fallstudien gewidmet. Opfer und Täter sind meistens noch verstrickt miteinander und wenn mein Klient bereit dazu ist, versuche ich diese Verstrickung während der Sitzung zu lösen. Hierzu wende ich jedoch Techniken an die aus der Aufstellungsarbeit und dem Familienstellen kommen, wobei ich den Klient zuerst auf die *Seeleneben begleite. Hier kann er sich von Angesicht zu Angesicht mit der verstrickten Seele austauschen, wobei oftmals schon die „Körperhaltung“ beider Seelen viel über ihren Zustand oder die Bereitschaft zur Versöhnung aussagt — ähnlich wie beim Familienstellen, wo man dazu zwei Stellvertreter aussucht. Auch auf der Seelenebene hat der Klient nämlich die Möglichkeit sich selbst und sein Opfer oder seinen Täter körperlich wahrzunehmen und auch die Art der Verstrickung zu erkennen. Das Faszinierende daran ist, dass auf dieser geistigen Ebene ausnahmslos alle meine Klienten bislang in der Lage waren zu visualisieren und Bilder zu empfangen. Dies ist für mich auch ein logischer Beweis dafür, dass bei einer Rückführung ein Teil von uns tatsächlich auf Reisen geht. So beschreibt ein Klient diese Verstrickung oftmals als etwas materialistisches, wie eine Kette oder ein Seil. Die Frage ist immer, wie der Klient damit verfahren möchte und was aus der Seele am anderen Ende der Verstrickung wird, wenn mein Klient beschließt sich aus der Verstrickung zu lösen, sein Gegenüber aber noch nicht bereit dazu ist. Dies ist sicherlich auch eine ethische Frage, jedenfalls für mich, und ein weiterer Grund, warum ich dieses Thema so ausführlich in meinen Büchern behandele. Oftmals ist bei solchen Aufarbeitungen auch der spirituelle Führer oder Schutzengel meiner Klienten zugegen und gibt die nötige Unterstützung.

Ähnlich verhält es sich, wenn mein Klient nach der eigentlichen Rückführung in ein früheres Leben, ebenfalls auf der Seeleneben, oder meinetwegen auch in der geistigen Welt, auf seine Seelenfamilie trifft. Er sieht die einzelnen Mitglieder vor seinem inneren Auge, sieht und fühlt zugleich wie es ihnen geht und kann mental mit diesen kommunizieren. Während der Klient sich im früheren Leben befindet erkennt er zudem intuitiv, wenn er dort auf ein Mitglied seiner Seelenfamilie trifft oder eine Person/Seele trifft die er auch im heutigen Leben kennt — unabhängig von Geschlecht und Aussehen. (*Es gibt unterschiedliche Ebenen. Ebenen der Vergangenheit in denen auch die Vergangenheit unserer früheren Inkarnationen gespeichert ist. Materialistische Ebenen auf denen das Hier und Heute stattfindet und Ebenen die unabhängig von Zeit und Raum existieren. Neben einigen anderen Ebenen die hierfür jedoch ohne Belang sind. Über Kraftfelder, auch morphogenetische Felder genannt, kann man diese Ebenen aufrufen. Der Begriff „morphogenetisches Feld“ oder „morphisches Feld“, stammt von dem britischen Biologen und Autor Rupert Sheldrake. Es bezeichnet ein intelligentes Energiefeld, das für die Entwicklung von Strukturen sowohl in der Biologie, Chemie und Physik verantwortlich sein soll. Morphische Felder haben oder bestehen aus kollektiven Erinnerungen, die für jedermann abrufbar, bzw. aufrufbar sind. Dieser Felder haben Einfluss auf die Gesellschaft, also auf alle Menschen und ihre Interaktion, aber auch auf Tiere und sogar auf Pflanzen. Auch in der Aufstellungsarbeit (z.B. Familienstellen) macht man sich diese Felder zu Nutze. Jedoch ist die Existenz dieser Felder wissenschaftlich umstritten, weil man diese Felder weder sehen noch messen kann. Deshalb wird Sheldrakes Entdeckung von vielen Gelehrten als Pseudowissenschaft abgetan, obwohl man diese Felder durchaus fühlen kann. Gleiches gilt auch für die von mir beschriebenen Ebenen.)

Bei einigen Klienten kommt es während der Aufarbeitung des Erlebten oder bei Begegnungen mit Seelenverwandten auch zu sehr starken Gefühlsausbrüchen und Emotionen. Diese sind jedoch meist befreiend und deshalb sollte der Rückführungsbegleiter seinen Klienten dafür auch immer genug Zeit geben. Genauso verhält es sich mit den Glücks- oder Erfolgsmomenten aus früheren Inkarnationen. Auch hierfür sollte ein Klient immer genug Zeit bekommen um diese auszukosten! Außerdem lassen sich gute Gefühle genauso mit ins heutige Leben transportieren, oder dort integrieren, wie Schuldgefühle. Manch einer hat aus seiner Rückführung so schon die nötige Kraft geschöpft, um künftig selbstbewusster oder zuversichtlicher durchs Leben zu gehen. Aber leider gibt es auch die Fälle wo der Klient nach seiner Rückführung mit unnötigen Schuldgefühlen belastet wieder nach Hause ging, weil keine oder nur eine unzureichende Aufarbeitung des Erlebten stattgefunden hatte.

Es ist jedoch nicht möglich, etwas das man in einem früheren Leben erlernt hat wieder mit in dieses Leben hinüber zu transportieren! Zum Beispiel eine Sprache die man damals sprach oder die Fähigkeit ein Instrument zu spielen. Allerdings ist es schon vorgekommen, dass jemand durch seine Rückführung verborgene Talente entdeckte. So hatte ich einmal einen Klient der bei seiner Rückführung herausfand einmal ein Meister einer heute kaum noch bekannten Form von asiatischem Kampfsport gewesen zu sein. Diese Sache beschäftige ihn jedoch und schließlich fand er sogar eine Kampfsportschule die diese Form noch unterrichtete und es stellte sich heraus, dass der Mann dafür durchaus eine hohe Begabung besaß. Dennoch musste er die Kampfsportart erneut erlernen, wenn er dabei auch wesentlich schneller lernte, als andere Teilnehmer. Vielleicht erklärt dies ja auch das Vorhandensein von Talenten im Allgemeinen, denn vielleicht handelt es sich dabei ja wirklich um Dinge, die wir schon einmal sehr gut beherrschten — wenn auch in einem anderen Körper und zu einer anderen Zeit.

Fazit: Jeder Klient lernt bei einer guten Rückführung etwas über sich selbst und seine Seele. Welchen Nutzen er jedoch daraus zieht, muss er natürlich selbst entscheiden. Jedoch ist eine Rückführung sicherlich kein Allheilmittel und führt auch nicht zwingend dazu dass sich danach die Lebensumstände einer Person verbessern. Vielmehr ist es so, dass man sein Leben lang an sich arbeiten muss (oder sollte) und somit ist auch die Reinkarnationstherapie nur ein Schritt von vielen. Es kommt auch vor, dass eine Rückführung dem Klient etwas vor Augen führt und er danach gut beraten ist eine Gesprächstherapie zu machen oder sich andere Hilfe zu suchen. Eine Rückführung ist auf jeden Fall immer auch eine Operation an der Seele und wie jede OP bedarf sie deshalb einer Zeit der Rekonvaleszenz!

Hin und wieder geschieht es aber auch, dass ein Klient gar nicht in ein früheres Leben zurückkehrt, sondern in eine vergessene oder verdrängte Erinnerung aus dem heutigen Leben. Lesen Sie hierzu bitte das Kapitel über Rückführung zu verdrängten Erinnerungen aus dem heutigen Leben.

♦ Frühere Namen, Wohnorte und Jahreszahlen

Gerade für analytisch denkende Menschen ist es oft sehr wichtig, dass sie während ihrer Rückführung auch Informationen über das frühere Leben erhalten, die sich recherchieren lassen. Es gibt Reinkarnationstherapeuten die sich ganz auf den therapeutischen Aspekt von Rückführungen spezialisiert haben und die es deshalb für unwichtig halten bspw. nach damaligen Namen, Wohnorten oder Jahreszahlen zu fragen. Sie begründen dies mit der Behauptung, diese Aspekte seien für die Seele selbst unwichtig oder nebensächlich. Ich möchte dazu anmerken, dass es für die Seele vielleicht nebensächlich sein mag — keinesfalls jedoch für die meisten Klienten. Jedenfalls habe ich bislang noch keinen einzigen Klienten erlebt, der nicht darauf erpicht gewesen wäre zumindest den damaligen Rufnamen und das Land zu erfahren, in dem seine Seele inkarniert war. Außerdem erfährt ein Klient bei einer Rückführung auch nur das, was seine Seele letztendlich preisgeben will und bislang hatte ich auch noch keine Seele, die sich bei der Bitte nach solchen Informationen geweigert hätte.

Bei Ihrer Rückführung sollten Sie auf jeden Fall immer ihren Rufnamen aus dem betreffenden früheren Leben erfahren und auch eine Jahreszahl zu der die Inkarnation stattfand. Die Ermittlung des Landes oder gar eines Wohnorts kann etwas schwieriger sein, auch abhängig davon wie lange die betreffende Inkarnation schon zurück liegt. Erstens haben sich die Grenzen in den letzten Jahrhunderten sehr verschoben, zumindest in Europa, was manchmal zu Irritationen führt oder es kann sein, dass sie in ein Leben als Eingeborener zurückkehren, der tatsächlich keine Ahnung hatte, wo er lebte. Wobei dann jedoch die Landschaft und das Klima oder das Aussehen des menschlichen Körpers, oft Rückschlüsse, zumindest auf den betreffenden Kontinent, zulassen. In meinen Buch »Erzählende Seelen« berichte ich bspw. von einer Klientin die vor einigen hundert Jahren in Italien inkarnierte. Als ich sie nach dem Land fragte, sagte sie jedoch immer wieder Venedig. Venedig ist (heute) jedoch eine Stadt. Damals war es allerdings ein Stadtstaat, was weder ich noch meine Klientin gewusst hatten. Die Frau erzählte noch mehr solche historische Fakten, die aber relativ unbekannt sind und nicht zum Allgemeinwissen zählen, selbst nicht zu einem sehr guten Allgemeinwissen. Höchsten ein Historiker für die entsprechende Zeitepoche und das damit verbundene Leben im heutigen Italien hätte diese Fakten wissen können und ich bin mir auch ganz sicher, dass meine Klientin, eine junge Frau, diese Fakten nicht bewusst vorher zusammengetragen hatte, bloß um bei der Rückführung damit Eindruck zu schinden.

Jedenfalls kann es nicht schaden, wenn ein Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeut auch über eine gute Allgemeinbildung verfügt — vor allen Dingen in Punkto Geschichte und Geographie. Kommt ein Klient bei seiner Rückführung bspw. in ein Leben dass er als eingeborener Jäger in der Wildnis verbrachte, wäre es unsinnig ihn zu fragen, in welchem Land oder in welcher Stadt er lebte. Vielmehr sollte man fragen, welchem Stamm er angehörte. Des Weiteren könnte man fragen, welche Eigenarten/Rituale seinen Stamm prägten oder ob es ein Totem gab — dies ließe sich dann eventuell auch wieder recherchieren.

Genauso verhält es sich auch mit Leben die im Mittelalter, in der damals schon zivilisierten Welt gelebt wurden. Oft kann der Klient sich dann an eine Burg oder das damit verbundene Zeichen, meist ein Wappen oder eine bestimmte Fahne/Banner erinnern. Gerade solche Symbole können sehr gut verinnerlicht werden und fast alle diese Dinge lassen sich heute im Internet problemlos recherchieren.

Den Namen des Klienten aus einem früheren Leben zu erfahren, ist eigentlich auch sehr einfach. Erinnert sich der Klient selbst nicht daran, brauche ich ihn nur fragen, wie er von ihm nahestehenden Personen aus diesem früheren Leben gerufen wurde. Man sollte mit Fragen bezüglich der Herkunft oder des Namens jedoch warten, bis dass der Klient gut in seinem früheren Leben angekommen ist und sich „eingelebt“ hat. Habe ich dann einmal seinen Namen aus der früheren Inkarnation in Erfahrung gebracht, spreche ich ihn während der restlichen Dauer der Rückführung auch nur noch mit diesem Namen an. Allerdings frage ich meine Klienten auch immer, ob dies für sie OK ist und ob sich der Name auch wirklich stimmig anfühlt. Manchmal kommt dann noch der Hinweis auf einem Spitznamen oder aber die Aussprache ist nicht richtig. Sagte mein Klient mir bspw. vorher er sei in England inkarniert und sein Name laute Michael, muss ich den Namen auch Englisch aussprechen, damit er sich für den Klienten auch stimmig anfühlt.

Manche Klienten erinnern ihren Namen oder eine Jahreszahl intuitiv. Ich kann aber auch die Suggestion erteilen, dass die Antwort in Form von Buchstaben vor dem inneren Auge des Klienten erscheint und er es nur ablesen muss.

♦ Der spirituelle Führer oder Schutzengel

Mittlerweile ist es mir vollkommen gleich, ob der Klient nun Kontakt zu seinem Schutzengel aufnehmen möchte oder er dieses Wesen lieber als spirituellen Führer oder als Geistführer benennt. Ich denke, jedes Lebewesen hat ein Geistwesen das über es wacht und ggf. mit Rat und manchmal auch mit Tat zur Seite steht. Wobei ich überzeugt bin, dass auch das „Höhere Selbst“ letztendlich nichts anderes ist als der Kontakt zu eben diesem Geistwesen, das über die betreffende Person und deren Seele wacht. Bei all diesen Geistwesen handelt es sich meiner Meinung nach zudem ebenfalls „bloß“ um Seelen. Allerdings um wirklich alte Seelen, die den Inkarnationsprozess meist schon abgeschlossen haben und nun mit anderen Aufgaben betreut wurden. Dies würde auch erklären, warum all diese Geistwesen unterschiedliche Charaktere haben. Einige von ihnen halten ihre Schutzbefohlenen bspw. an einer sehr langen Leine — nach dem Motto: Hinfallen und Aufstehen ist die beste Lebensübung. Andere halten ihre Schutzbefohlenen wiederum an einer sehr kurzen Leine. Warum das so ist und ob wir selbst ein Mitspracherecht dabei hatten, welchem dieser Geistwesen wir „zugeteilt“ wurden, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Manche dieser Geistwesen haben auch einen sehr ausgeprägten Sinn für Humor und sind sehr lustige Gestalten, andere wiederum sind fürchterlich ernst. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam; sie sind überaus verständnisvoll, gütig und weise!

Was die einzelnen Mitglieder einer Seelenfamilie anbelangt, so müssen diese auch nicht zwingend alle denselben „Schutzengel“ haben. Seelen entwickeln sich — manchmal entwickelt sich eine Seele dabei auch in eine unterschiedliche Richtung, als die anderen Mitglieder der Seelenfamilie und dann findet diese Seele (oder auch ihr „Schutzengel“) dass sie in einer anderen Seelenfamilie besser aufgehoben wäre. In der Regel hat es zu dieser „neuen“ Seelenfamilie, einer sogenannten *Clustergruppe, auch schon längere Zeit Kontakt gegeben. (*Über diese sogenannten Clustergruppen schreibt Dr. Michael Newton in seinen Büchern. Auch der Begriff stammt von ihm.)
Warum nun aber bestimmte Seelen nach ihrer „Kreation“ zusammen in eine Seelengruppe kommen, darüber ist ebenfalls wenig bekannt. Ich frage meine Klienten die eine sogenannte Rückführung in die Leben zwischen den Leben (nach der Methode von Michael Newton) buchen auch immer, was sie und ihre Seelenfamilie einst zusammenführte. Dies sind immer gemeinsame Ziele, Interessen oder Fähigkeiten. Also denke ich, dass eine Seelenfamilie vielleicht ursprünglich einmal nach diesen Kriterien „zusammengestellt“ wurde — vielleicht zu einem Zeitpunkt als der Moment kam, dass all diese Seelen zum ersten Mal die geistige Welt verließen um zu inkarnieren. Im Laufe der *Zeit, und über mehrere Inkarnationen hinweg, stellt sich dann jedoch vielleicht heraus, dass einige Seelen schneller lernen oder sich ihre Ziele durch die Erfahrungen aus den Inkarnationen ändern. Dann werden diese Seelen ggf. anderen Seelengruppen zugeteilt — ähnlich wie Schüler in eine andere Klasse kommen. Letztendlich inkarnieren Seelen ja auch deshalb um zu lernen, zu reifen und Erfahrungen zu sammeln. (*Auch wenn Zeit in der geistigen Welt, also auf nicht-materialistischen Ebenen nicht existent ist, so ist sie es jedoch sehr wohl während der Dauer einer Inkarnation. Zumindest, wenn diese Inkarnation auf der Erde, also einer materialistischen Ebene stattfindet.)
An dieser Stelle sei aber auch nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei alledem nur um Theorien handelt.

Wichtig: Wenn es für Sie bei Ihrer Rückführung also auf jeden Fall sehr wichtig ist einen solchen Kontakt herzustellen und dabei auch Ihre Seelenfamilie kennenzulernen, dann sollten Sie dies der Person die Sie mit Ihrer Rückführung beauftragen wollen auch vor der Terminvereinbarung auf jeden Fall mitteilen. Fragen Sie die Person dabei auch nach ihren Erfahrungen auf diesem Gebiet. Einige sehr esoterisch oder schamanisch orientierte Rückführungsbegleiter wollen ihren Klienten dabei allerdings genau vorschreiben, zu was oder wem sie da Kontakt aufnehmen und auch, was der Klient dabei wahrzunehmen und zu fühlen hat. Sie folgen meist festen Ritualen und ich bezweifle, ob dabei überhaupt ein Kontakt zu Stande kommt. Und einige abergläubische Rückführungsbegleiter glauben zudem, es sei Frevel diese Geistwesen zu kontaktieren und man würde dafür bestraft. In Wirklichkeit freuen sich diese Geistwesen über den Kontakt und vor allen Dingen über die Möglichkeit, sich mit ihren Schutzbefohlenen auch während deren Inkarnation einmal von Angesicht zu Angesicht austauschen zu können. Im Alltag ist es nämlich meist so, dass wir nicht unbedingt auf das hören, was unser „Schutzengel“ uns mitteilt. Er kann dann oftmals nur über unsere Intuition mit uns kommunizieren und wenn uns das was wir dabei spüren oder wahrnehmen nicht gefällt ignorieren wir es einfach. Wir selbst rufen zudem meist nur in Momenten großer Verzweiflung, Hilflosigkeit oder Traurigkeit nach dem „Schutzengel“, obwohl wir dann emotional gar nicht in der Lage sind seine Präsenz wirklich zu spüren oder seine Botschaften richtig zu interpretieren. Während einer Rückführung gibt es auch unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Klient in Zukunft einen intensiveren Kontakt zu seinem „Schutzengel“ herstellen kann. Ich habe hierzu unterschiedliche Techniken entwickelt. Eine Sache ist jedoch immer ratsam; nämlich auch den Namen der Geistwesen zu erfragen. Diesen erfragt jedoch immer der Klient selbst!

Einige Menschen haben zudem mehrere Geistwesen, die über sie wachen. Auch hierfür habe ich bislang noch keine logische Erklärung finden können. Jedenfalls ruft man diese Geistwesen spätestens nach dem Tod eines Klienten im früheren Leben. Oft erscheinen diese Wesen auch schon von ganz alleine und der Klient kann sie vor seinem inneren Auge erkennen und beschreiben. Wichtig ist hierbei jedoch immer, dass der Klient dabei ein gutes Gefühl hat. Meistens kommt dem Klient die Erscheinung auch irgendwie vertraut und bekannt vor. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, wie sich so ein Geistwesen präsentiert. Niemals würde ich einem Klient bspw. suggerieren, die Erscheinung habe Flügel oder sei in gleißendes Licht getaucht! Diese Wesen können in ihrer feinstofflichen Art jede nur erdenkliche Form oder Gestalt annehmen. Einige dieser Formen können durchaus menschlich sein. Ich denke, die Geistwesen wählen dabei immer die Form die ihr Schutzbefohlener erwartet. Deshalb ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass bei sehr religiösen Menschen die Geistwesen immer wie Gott, Jesus oder die Jungfrau Maria aussehen. Die Geistwesen von Esoterikern hingegen sehen meist wie Engel oder Gottheiten vergangener Zeiten aus und bei sehr lebensnahen Menschen sieht auch das Geistwesen eher menschlich aus.

Diese Geistwesen haben sich auch beim Lösen von Blockaden während der Rückführung als sehr hilfreich erwiesen — jedenfalls bei meiner Arbeit und ich glaube, sie erscheinen gerne. Sie helfen auch bei der Aufarbeitung von Schuldgefühlen oder bei Verstrickungen und natürlich geben sie Antworten auf die Fragen des Lebens die ihren Schutzbefohlenen wichtig sind. Einigen dieser Geistwesen muss man dabei die Antworten zwar auch ein wenig aus der Nase ziehen oder man muss sie auffordern Klartext und nicht in Metaphern zu sprechen. Hierbei bin ich meinen Klienten immer gerne behilflich und auch wenn ich mich nicht so schnell abwimmeln lasse, so behandele ich diese Wesen jedoch immer Respektvoll, aber auch ohne Furcht. Die Kommunikation zwischen Klient und seinem „Schutzengel“ findet dabei immer auf telepathischem Wege statt und nicht selten sind die Antworten die der Klient dabei erhält sehr erstaunlich und ich habe es noch nie erlebt, dass ein solches Wesen seinem Schutzbefohlenen nach dem Mund redete. Sie beantworten Fragen, bspw. hinsichtlich des Entwicklungsstandpunkts der Seele des Klienten, wie alt diese ist oder wie viele Inkarnationen sie schon hatte.

Dann gibt es auch noch eine besondere Art der Rückführung, die sogenannte spirituelle Rückführung in die Leben zwischen den Leben, nach dem US-Amerikaner Dr. Michael Newton. Hierbei erfährt der Klient was die Seele zwischen den Inkarnationen macht, also dann wenn sie in der geistigen Welt weilt. Auch hier hat sie Aufgaben und Pflichten, jedoch auch Hobbies. Dabei übernehmen verschiedene Geistwesen sozusagen die Führung und begleiten den Klient durch verschiedene Bereiche der geistigen Welt. Man kann dabei mental auch in andere Welten reisen und erfährt ggf. auch etwas über seine Inkarnationen auf diesen — so vorhanden. Und man erfährt auch etwas über die Entstehung seiner Seele und die ersten Eindrücke oder Wahrnehmungen die diese kurz nach ihrer „Kreation“ hatte. Der Fragenkatalog zu dieser Form der Rückführung umfasst mehr als 100 Fragen und reicht von Vorlieben der Seele für bestimmte Körpertypen bis hin zu gewissen Vorlieben bspw. hinsichtlich eines Landes oder einer Region in der man vorzugsweise inkarniert. Deshalb müssen für diese Art der Rückführung auch zwei Sitzungen vereinbart werden, am besten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Mehr dazu finden Sie auf meiner Homepage, unter dem Link: Reinkarnationstherapie.

Nur in ganz, ganz seltenen Fällen tarnt sich eine negative Wesenheit als ein solches Geistwesen. Dies bedeutet aber immer, dass der Klient oder aber die Person welche die Rückführung durchführt vorher schon mit etwas in Berührung kam, dass solche Wesen anlockt. Sehr niederträchtige Menschen, die sich bspw. am Elend anderer ergötzen, auch Tierquäler, werden oft von einer solchen negativen Wesenheit begleitet und dies hat auch nichts mit einer herkömmlichen Besetzung zu tun. Schauplätze von Gräueltaten locken solche Wesen ebenfalls an. In meinem Buch »Erzählende Seelen« berichte ich über eine Erfahrung mit solch einem Wesen. Lassen Sie sich jedoch bitte niemals einreden, dass Sie unter dem Bann eines solchen Wesens stehen oder eine Besetzung an Ihren Problemen oder Ihrer Erkrankung Schuld trägt. Meist gehen solche Behauptungen dann auch mit der Aussage einher, dass man Ihnen für viel Geld helfen kann. Wenn sich bei einer Rückführung ein solches Wesen tatsächlich bemerkbar macht, schütze ich meinen Klient durch eine Energiekugel gefüllt mit Licht aus der geistigen Welt. Diese kennt der Klient zu dem Zeitpunkt schon, denn die Energiekugel ist auch Bestandteil meiner Tranceinduktionen. Dann rufe ich den „Schutzengel“ meines Klienten und gemeinsam schauen wir, wie wir den Dunklen wieder loswerden. Wichtig ist auch hierbei, dass man keine Angst hat und sich respektvoll zu behaupten weiß, denn letztendlich ist auch eine solche negative Wesenheit nichts anderes als eine Seele die irgendwie vom Weg abkam.
Jan Erik Sigdell hat das damals auf seinem Ausbildungsseminar in Rückführungsbegleitung wundervoll formuliert, als er sagte, dass auch diese Wesen immer noch ein Licht in sich tragen.
Manchmal gelingt es dann tatsächlich die Wesen auf ihr eignes Licht aufmerksam zu machen. Und ob sie es glauben oder nicht, aber auch die schlimmsten dieser Wesen haben einen eigenen „Schutzengel“ den ich dann gemeinsam mit meinem „Schutzengel“ oder dem meines Klienten rufe. So gelingt es manchmal auch eine negative Wesenheit wieder ins Licht der geistigen Welt zu führen. …Und wenn nicht, verschwinden diese Wesen ganz von selbst sobald sie merken, dass sie keine Beachtung finden und man keine Angst zeigt. Diese Wesen langweilen sich nämlich sehr schnell und wenn sie niemanden in Angst und Schrecken versetzen können und es für sie auch kein Elend zu beobachten gibt, an dem sie sich ergötzen können, suchen sie sich ein neues Beschäftigungsfeld. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Kapitel über Besetzungen und negative Wesenheiten.

Diese Geistwesen jedoch, die meine Klienten als ihre spirituellen Führer und/oder Schutzengel identifizieren haben mir von meiner ersten Rückführung an geholfen. Sie wohnen allen meinen Rückführungen bei und ich glaube mittlerweile, sie kommen gerne — denn sie erscheinen in der Regel auch den Klienten, die mir im Vorgespräch an dieser Stelle einen Vogel zeigten!

♦ Rückführung zu verdrängten Erinnerungen aus dem heutigen Leben

Man kann eine Rückführung nicht nur zu früheren Leben machen, sondern auch ganz gezielt zu einer früheren Periode des heutigen Lebens, meist in die heutige Kindheit und zu Erinnerungen die verdrängt oder abgespalten wurden. Manchmal geschieht es aber auch bei der Tranceinduktion mit dem eigentlichen Ziel, den Klienten in eines seiner früheren Leben zu führen, dass dieser stattdessen zu einer verdrängten oder abgespaltenen Erinnerung zurückkehrt. Der Unterschied zwischen einer verdrängten und einer abgespaltenen Erinnerung besteht darin, dass ich bei der verdrängten Erinnerung zumindest immer noch vage weiß, was da geschah. Bei einer abgespalteten Erinnerung habe ich keinerlei Erinnerung mehr daran, leide aber ggf. an Verhaltensauffälligkeiten, Phobien oder Angstattacken auf die ich mir jedoch keinen Reim machen kann — vor allen Dingen, wenn es sich dabei um abgespaltene Erinnerungen aus der Kindheit handelt. Aber ob es sich dabei nun „bloß“ um verdrängte oder um abgespaltene Erinnerungen handelt; all diesen Erinnerungen liegt ein sehr traumatisches Ereignis zugrunde. Über einen solchen Fall schreibe ich auch in »Erzählende Seelen«.

Ein Rückführungsbegleiter ist in solch einem Falle jedoch wirklich gut beraten, wenn er die Sitzung schonend abbricht, statt selbst herumzudoktern! Oft ist es dann auch so, dass der Klient zuerst die Traumata aus dem heutigen Leben aufarbeiten muss, bevor er eine qualitativ gute Rückführung in ein früheres Leben antreten kann.

Anmerkung: Zur Behandlung von psychischen Traumata wird ebenfalls gerne Hypnose angewendet. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Methoden. Eine Methode ist die sogenannte Eye Movement Desensitization and Reprocessing Methode (kurz EMDR). Meiner Meinung nach ist sie zur Auflösung traumatischer Erinnerungen jedoch ganz und gar ungeeignet. Hierbei versucht man reale, unschöne Erinnerungen einfach durch falsche, schöne Erinnerungen zu ersetzen. Die Wirkung dieser im Gedächtnis eingepflanzten Paramnesien hält zumeist auch nicht sehr lange und sobald die echten Erinnerungen wieder „durchsickern“ geht es den Klienten meist schlechter, als zuvor. Ich denke, es ist immer besser das Geschehene zu akzeptieren und es als solches zu verarbeiten. Zumal psychische Traumata oftmals Verhaltensweisen erklären, auf die sich die Betroffenen vorher keinen Reim machen konnten oder wenn doch, zumindest nicht unterlassen konnten. Zum Beispiel Phobien oder Verhaltensauffälligkeiten; kennt man den Ursprung seiner Phobie ist es oft möglich diese zu überwinden und auch das damit verbundene Vermeidungsverhalten. Leidet eine Person jedoch unter Flashbacks ist die Verbindung zum Langzeitgedächtnis, in Bezug auf das Trauma, gestört und die Person erlebt das traumatische Ereignis immer wieder — ohne es jedoch von der Realität unterscheiden zu können. Diese Ekmnesien können zum Beispiel mit der NET-Trauma-Therapie oft gut behandelt werden. Auch diese beinhaltet eine Form der Hypnose.

In einigen, allerdings eher seltenen Fällen, leidet die Seele eines Menschen noch unter den Nachwirkungen eines traumatischen Erlebnisses aus einer früheren Inkarnation, zumeist handelt es sich dabei um die letzte Inkarnation vor der heutigen. Ihr „Wirt“ im heutigen Leben, also der Mensch, entwickelt dann ähnliche Vermeidungsverhalten oder Verhaltensauffälligkeiten, wie jemand der in diesem Leben etwas Schlimmes erlebte. Auch hier hat sich die NET-Trauma-Therapie bewährt. Diese „übernommenen“ Traumata aus früheren Leben könnten damit zusammenhängen, dass Seelen im Allgemeinen nicht mehr so viel Zeit mit Regeneration in der geistigen Welt (also im nicht-inkarnierten Zustand) verbringen, wie noch vor 100 oder 200 Jahren. Dies könnte auf die Überbevölkerung zurückzuführen sein und die Tatsache, dass jedes Lebewesen eine Seele beherbergt und wohl auch ein Recht darauf hat. Allerdings ist das nur eine Theorie die nicht nachgewiesen ist. Mir erscheint sie jedoch durchaus logisch.

Ich glaube allerdings nicht an Zufälle und somit glaube ich auch nicht daran, dass verdrängte oder abgespaltene Erinnerungen aus dem heutigen Leben bei der Tranceinduktion mit dem eigentlichen Ziel dadurch ein früheres Leben zu erinnern, ungewollt oder versehentlich zum Vorschein kommen. Ich sage gerne: »Bei einer Rückführung erfährt der Mensch, was seiner Seele auf der Seele brennt.« Und wenn es der Seele eines Menschen vorrangig erscheint, ihn erst einmal etwas über sein heutiges Dasein wissen zu lassen, an das er sich selbst nicht mehr erinnern kann (oder erinnern will-?), dann ist das wohl so. Dies geschieht aber natürlich nie grundlos, sondern immer mit der subtilen Aufforderung dieses Trauma (endlich) zu verarbeiten.

♦ Channeling

Es kann auch vorkommen, dass ein Klient bei seiner Rückführung Kontakt zu einem Verstorbenen aufnimmt. Manchmal ist es der Klient der bewusst oder unbewusst nach der Seele des Verstorbenen ruft und manchmal ist es die Seele des Verstorbenen, welche die Gelegenheit einer Rückführung nutzt, um mit den Hinterbliebenen Kontakt aufzunehmen. Dies nennt man Channeling.

Unter einem „normalen“ Channeling versteht man zwar, dass der Klient ein sogenanntes Medium aufsucht, über welches dann der Kontakt zum Verstorbenen ganz bewusst hergestellt wird — allerdings ist es sehr schwierig bei einem Medium festzustellen wie weit die Fähigkeit auf diesem Gebiet tatsächlich reicht und die Anzahl der Betrüger ist auch hier wesentlich höher, als die Anzahl derer, die wirklich eine besondere Gabe dafür haben! Ergibt sich ein solches Channeling bei einer Rückführung ist es für den Klienten allemal viel glaubwürdiger, schon alleine deshalb, weil er selbst den Verstorbenen wahrnimmt und vor seinem inneren Auge auch sehen kann! Zudem kommuniziert der Klient direkt mit dem Verstorbenen und braucht sich nicht auf die Aussagen eines Medium zu verlassen, die natürlich nicht zu überprüfen sind.
Sie merken schon, ich bin diesen Leuten gegenüber sehr skeptisch eingestellt, das gilt auch für Hellseher oder Wahrsager, was aber damit zusammenhängt, dass ich mir schon eine ganze Reihe dieser Leute angesehen habe — bislang jedoch traf ich nur zwei Personen die wirklich begabt waren. Die eine Begegnung ist allerdings schon über 20 Jahre her und darüber berichte ich ebenfalls in meinem Buch „Erzählende Seelen“. Die andere Begegnung war die mit Gordon Smith auf einem seiner Workshops. Wobei ich nicht so sehr von seinen Fähigkeiten überzeugt war (bei 500 Teilnehmern gibt es immer jemanden im Raum der einen Michael oder Thomas durch ein tragisches Ereignis verlor), als mehr von der Kraft des morphischen Feldes dass er dabei erzeugte und welches dafür sorgte, dass plötzlich auch die Teilnehmer dazu in der Lage waren hellzusehen oder zu channeln. Die Übungen die wir Teilnehmer machen sollten, waren das wirklich faszinierende. Alle anderen Personen waren entweder Betrüger oder sie glaubten zwar selbst an ihre Fähigkeiten, die aber keinesfalls vorhanden waren und ihre Sitzungen glichen entweder einem schlechten Rätselraten oder aber sie erzählten nur dummes Zeug das nicht stimme, bzw. sich auch nicht bewahrheitete.

Fallstudie: Der Mann einer ehemaligen Klientin verstarb vor einigen Jahren. Kurz nach seinem Tod hatte sie eine Rückführung bei mir. Dabei nahm sie auch Kontakt zu seiner Seele auf und erfuhr, dass es ihr nun gut ging. Zu Lebzeiten hatte ihr Mann zuletzt starke Schmerzen gehabt oder war durch seine Medikamente nicht mehr bei klarem Verstand gewesen. Obwohl ihr Mann lange krank gewesen war und sein Tod nicht überraschend eintraf, trauerte seine Frau jedoch sehr um ihn. Einige Wochen später rief die Frau mich erneut an und fragte, ob ich mit ihr nicht ein Channeling machen könnte, weil sie gerne noch einmal mit ihrem Mann sprechen wollte. Einen besonderen Grund dafür gab es nicht und außerdem mache ich auch keine Channelings — wenn dann ist dies immer nur Teil einer Rückführung mit dem Hauptziel ein früheres Leben zu besuchen und die Kontaktaufnahme zu Verstorbenen wird auch nicht von mir bewusst herbeigeführt. Wenn es jedoch geschieht, dass die Seele eines Verstorbenen sich meldet, entweder aus sich heraus oder weil mein Klient auf Seelenebene nach ihr Ausschau hält (oft gehört die Seele dann auch zur Seelenfamilie) dann ist es für mich OK, aber dies ist natürlich auch nicht das, was man unter einem normalen Channeling versteht. Dies erklärte ich auch der Frau so. Außerdem fand ich es besser, die Seele ihres Mannes ruhen zu lassen. Wir hatten während der Rückführung erfahren, dass es ihrem Mann gutging und zu einem guten Trauerprozess gehört auch das Loslassen.

Einige Monate später erhielt ich dann eine Email von der Frau, sie berichtete, sie hätte nun ein Medium gefunden, dass sich dazu bereiterklärt hätte einmal wöchentlich Kontakt zu ihrem Mann aufzunehmen. Dieses Medium wohnte zwar ziemlich weit weg, aber die Frau scheute keine Mühe und Kosten um einmal pro Woche zu diesem Medium zu reisen. Sie schrieb, dass ihr Mann sie sehr vermissen würde und während der Sitzungen mit dem Medium auch immer wieder beteuern würde, wie sehr er sie brauche. Dann finge er oft an zu weinen, weil er auch sein Leben auf der Erde so sehr vermissen würde. Die Frau wollte nun einen Rat von mir, ob man nichts für die Seele ihres Mannes tun könnte, damit diese nicht so traurig wäre. Der Frau zu sagen, dass sie wohl eher einer Betrügerin auf den Leim gegangen war, hätte nichts gebracht, denn die Frau war von der Seriosität dieses Mediums absolut überzeugt. Deshalb erinnerte ich die Frau an das was sie während ihrer Rückführung bei mir erlebt hatte. Damals hatte die Seele ihres Mannes einen zufriedenen und befreiten Eindruck gemacht, weil sie endlich keine Schmerzen mehr hatte. Zu dem Zeitpunkt lag der Tod des Mannes knapp zwei Monate zurück. Die Seele des Mannes hatte erst angefangen unruhig oder unglücklich zu wirken, nachdem seine Frau angefangen hatte regelmäßig Kontakt aufzunehmen. Wie sollte die Seele ihres Mannes sich aber auch in der geistigen Welt eingewöhnen, wenn die alte Welt ihn ständig einholte und kontaktierte? Irgendwie verstand die Frau wohl, was ich damit sagen wollte und ging tatsächlich nicht mehr zu diesem Medium.

Doch dann erhielt ich wieder eine Email von ihr, weil das Medium angefangen hatte die Frau ständig anzurufen; sie müsse unbedingt zu einer Sitzung kommen, weil es ihrem Mann so schlecht ginge und er überzeugt sei, dass seine Frau ihn nicht mehr liebe, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihm suche. Dies ist nun schon einige Jahre her und die Frau fährt wieder regelmäßig zu diesem Medium. Unnötig zu erklären, dass diese Frau sehr wohlhabend ist. Vor ihren Kindern verheimlicht sie die ganze Sache jedoch und auch mir ist es nicht möglich, der Frau ins Gewissen zu reden.

Deshalb halte ich auch nicht viel von der Methode wobei ein Medium die früheren Leben einer Person channelt. Ich habe mittlerweile mehrere Rückführungen mit Personen gemacht die zuvor bei einem solchen Medium waren und dort gesagt bekamen, sie seien in einem früheren Leben dieses oder jenes gewesen. Komischerweise bekamen alle diese Personen ebenfalls erzählt, sie seien jemand sehr erhabenes und einflussreiches, wenn nicht sogar jemand berühmtes gewesen — oder aber sie hätten im letzten Leben etwas Fürchterliches getan! Menschen die zudem auffallend esoterisch veranlagt sind, bekommen dabei anscheinend auch immer noch erzählt, sie seien weise, alte Seelen die über übernatürliche Kräfte verfügten oder ähnliches. Wie solche Aussagen ein Leben fast zerstört hätten, darüber schreibe ich auch in meinem zweiten Buch »Schicksal mag Bestimmung sein — aber«.

Beim einem Seminar in Rückführungsbegleitung wurde mir gesagt, dass man aus diesem Grund keine Rückführung mit Menschen machen sollte, die erst vor kurzem einen ihnen nahestehenden Menschen verloren hätten — um so ein Channeling zu vermeiden. Ich hatte mittlerweile eine Klientin, deren Mutter erst einen Tag vor ihrem Termin bei mir verstorben war; die Rückführung verlief sehr gut und ohne, dass die Mutter sich zeigte. Eine andere Klientin erlebte dafür gleich ein doppeltes Channeling, wobei sich ihr drei Monate zuvor verstorbener Vater und der ein Jahr zuvor verstorbene Bruder zeigten. Bei einem anderen Klient suchte die sechs Jahre zuvor verstorbene Frau erneut den Kontakt. Wenn sich also ein Verstorbener während der Rückführung bei meinem Klient meldet und dieser auch bereit dazu ist sich damit auseinanderzusetzten oder zu hören, was diese Seele des Verstorbenen zu sagen hat, dann ist das OK für mich und natürlich verlange ich dafür auch kein extra Honorar!

Fazit: Aber ein Channeling geschieht eigentlich immer nur dann, wenn es zwischen dem Verstorbenem und dem Hinterbliebenem noch etwas aufzuarbeiten, etwas Wichtiges zu sagen, zu entschuldigen, oder zu bereinigen gibt und das ist unabhängig davon, wie lange der Verstorbene schon tot ist!

♦ Besetzungen und negative Wesenheiten

Ab und zu geschieht es auch, dass ein Mensch ganz plötzlich verstirbt und ohne, dass er es selbst bewusst miterlebt; in einem Moment hörte er noch den Wetterbericht im Radio und im nächsten Moment rammte ihn ein LKW in voller Fahrt in die Seite! Es kann sein, dass der Tod jemanden so schnell ereilt, dass die Seele es gar nicht mitbekommt und folglich nicht bereift, warum ihr menschlicher Wirt auf einmal nicht mehr „funktioniert“. Eine Seele verlässt jedoch nach dem Tod des „Wirts“ den Körper. Tritt der Tod dabei sehr plötzlich und ohne Vorwarnung ein ist es möglich, dass die Seele darüber so irritiert ist, dass sie nicht weiß, was sie tun soll. Besonders, wenn es sich dabei um eine junge Seele handelt die den Prozess des Inkarnierens noch nicht so oft absolviert hat. Anstatt ins Licht zu gehen heftet sie sich wie ein Putzerfisch an einen anderen, lebenden Wirt. Diese Person erlebt dann eine Besetzung.

Das kann die erste Person sein, deren Energiefeld diese verstörte Seele nun wahrnimmt, zum Beispiel der Sanitäter an der Unfallstelle. Zudem ist es wohl so, dass wir uns solche Besetzungen leichter „einfangen“ können, wenn wir nicht bei Bewusstsein sind. Also unter Vollnarkose während einer OP oder im Vollrausch unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Doch alle Menschen die eine Besetzung erleben, haben gleichzeitig auch eine beschädigte Aura! Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass Menschen mit einer intakten Aura sich keine Besetzung einfangen können und deshalb ist eine Aurastärkung/Auraheilung mittlerweile auch immer ein fester Bestandteil einer jeden Rückführung die ich durchführe.

Die verstörte Seele indes heftet sich also an eine Person. Dabei klammert sich die arme Seele quasi an das Energiefeld dieser Person — aus Angst und Verwirrtheit, aber sicherlich nicht um dieser Person mutwillig zu schaden! Diese Seele ist hilflos und weiß nicht besser. Sie zapft vielleicht ein bisschen Energie von ihrem neuen Wirt ab, aber sie kann diesem nicht wirklich schaden. Möglich, dass sie ihren neuen Wirt in seinen Entscheidungen etwas beeinflussen kann, abhängig davon, wie stark der menschliche Geist und die eigene Seele dieses Wirtes sind — aber eine Besetzung wird wohl kaum in der Lage sein, diesen Wirt gegen seinen Willen massiv zu manipulieren! Doch natürlich lässt sich mit nichts so einfach Geld verdienen, als mit der Angst des Menschen und deshalb sind auch Besetzungen ein gefundenes Fressen für alle möglichen Schwindler, die einer Person sogar ansehen können, wenn sie eine Besetzung hat! Was diese Menschen einer Person jedoch tatsächlich ansehen, ist deren Verzweiflung! Das ist auch der Grund, warum ich nicht mehr auf sogenannte Esoterik-Messen gehe. Diese sind in erster Linie Anlaufstellen für Menschen die die Hoffnung auf ein besseres Leben ohne Einsamkeit, Krankheit oder die ausreichenden finanziellen Mittel schon aufgegeben haben und als letzten Ausweg ausgerechnet dort Hilfe suchen.
Eine Zeitlang habe ich auf diesen Messen meine Vorträge gehalten und dabei immer auch versucht, die Messebesucher für diese Dinge zu sensibilisieren. Mein Lebensgefährte der mich oft begleitete war sich sicher, dass man mich dafür irgendwann kreuzigen würde, denn so gesehen war ich ein Verräter. Auch war er von Anfang an überzeugt, dass meine „Aufklärungsarbeit“ wenig bringt, denn jemand muss nur verzweifelt genug sein, um sich auch noch die letzten 100 Euro aus der Tasche ziehen zu lassen. Leider hatte er Recht damit. Ich habe es mehrfach erlebt, dass sich Menschen wiederholt das letzte Geld abnehmen ließen und dafür sogar Schulden machten, weil jemand ihnen einredete, eine Besetzung sei an all ihrem Unglück und Elend schuld.

Geübte Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten entdecken bei der Rückführung eine Besetzung jedoch sofort. Meist reicht dann schon die einfache Erklärung, dass der eigene Wirt gestorben ist, damit die Besetzung vom Klient ablässt. Ganz wichtig ist aber, dass man diesen armen Seelen dann auch den Weg ins Licht zeigt! Zum Beispiel in dem man eines dieser Geistwesen (meinetwegen auch einen Engel) ruft, der diese Seele dann ins Licht begleitet. Es gibt jedoch auch ganz verwirrte Menschen, die auf dem Standpunkt stehen, eine Besetzung müsse für ihr Tun immer bestraft werden oder sei prinzipiell bösartig und würde einen Menschen nur absichtlich und aus Niedertracht heraus besetzen. Wie gesagt, hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um geistig sehr verwirrte Personen. Und bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle ganz bewusst darauf verzichte zu erklären, woran man während der Rückführung eine Besetzung erkennt — das wäre ungefähr so, als wenn man Sicherheitshinweise für Hausbesitzer im Internet veröffentlicht, welche Methoden Einbrecher verwenden um Häuser auszurauben!

Es gibt aber auch Fälle, wo eine Seele nach dem Tod ihres Wirts eine andere Person tatsächlich absichtlich besetzt. Aber ich glaube, dies sind die absoluten Ausnahmen. Ich hatte jedoch ein paar solche Fälle, aber auch nur deshalb, weil ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, Vorträge darüber hielt und wirklich schon sehr viele Rückführungen geleitet habe. Einmal sprach mich eine alte Dame nach eben einem meiner diesbezüglichen Vorträge auf einer solchen Esoterik-Messe an und sagte, sie würde ja gerne mal eine Rückführung erleben, hätte aber Angst, dass ich dabei ihren verstorbene Mann entdecken und gegen ihren (oder seinen) Willen ablösen könnte. Die Frau war schon sehr alt und alleine. Nun hatte die Seele ihres verstorbenen Mannes bei der Besetzung jedoch ganz bewusst gehandelt, weil sie nicht wollte, dass die Frau alleine zurückblieb und wer bin ich, um jemanden vorzuschreiben, was er zu tun hat?
Man sagt, dass eine Seele die jemanden besetzt damit auch ihren eigenen Entwicklungsprozess behindert. Das mag ja sein, aber wenn eine Seele inkarniert, um Erfahrungen zu sammeln und dazu auch gehört, dass sie mindestens einmal ermordet wird, mindestens einmal selbst jemanden ermordet (Opfer-Täter-Prinzip), mindestens einmal unter einer schlimmer Krankheit leidet usw., wäre es dann nicht bloß logisch, dass sie im Laufe ihrer Entwicklung auch einmal die Erfahrung machen muss einen Menschen zu besetzen oder andersherum, zu erfahren, wie es ist, wenn der eigene Wirt durch eine andere Seele besetzt wird?
Jedenfalls habe ich die Rückführung mit dieser Frau gemacht und natürlich ohne die Seele ihres Mannes dabei ins Licht zu schicken. Ich denke, dass wäre mir auch gegen seinen Willen gar nicht gelungen und was das anging, war diese Seele des Mannes fest entschlossen solange bei ihrem „Seelenpartner“ zu bleiben, bis auch sie den Weg zurück in die geistige Welt antreten würde, um dann mit ihr gemeinsam dorthin zurückzukehren.

In einem anderen Fall war die Seele der verstorbenen Oma einer Klientin aus dem Licht zurückgekehrt, um die Enkelin zu besetzen. Sie gab ihrer Enkelin dadurch die Kraft ihre Chemotherapie zu überstehen. Auch diese Frau hatte sonst niemanden, der ihr zur Seite gestanden hätte. Ein paar Jahre später besuchte mich die Frau erneut. Sie hatte ihre Krebserkrankung überstanden und die Oma war aus sich heraus wieder in die geistige Welt zurückgekehrt. (Wobei dies natürlich keine Besetzung im eigentlichen Sinne war. Es war eher so, dass die Seele dieser Klientin für eine Weile von einem „guten Geist“ der einmal als ihre Oma inkarniert gewesen war „begleitet“ wurde.) Dabei bin jedoch nicht ich es, die dies den Klienten erzählt, sondern die Klienten wissen, dass sie besetzt sind und weil sie mit ihrer Besetzung auch kommunizieren können, wissen sie was los ist. Ich kann lediglich während der Trance herausfinden, ob jemand tatsächlich eine Besetzung hat oder nicht. Meistens wenn jemand überzeugt ist, eine Besetzung zu haben, handelt es sich dabei jedoch um einen unterdrückten oder abgespaltenen Persönlichkeitsanteil-!!!

Nur ein einziges Mal erlebte ich den Fall, dass eine Besetzung durch ihr Tun eigennützige Ziele verfolgte, allerdings auch ohne dass sie der besetzten Person damit schadete. So hatte ich eine Klientin die ebenfalls von ihrer Oma besetzt war. Die Oma war zu Lebzeiten immer gerne Tanzen gegangen und heftete sich nach ihrem Tod an die Enkelin, weil diese auch oft Tanzen ging. Die Oma hatte wohl vergessen, dass man in der geistigen Welt auch tanzen kann und nachdem wir ihr versprachen, dass sie ihren Petticoat und die Ballerinas dahin mitnehmen dürfe, war es ganz leicht auch sie ins Licht zu schicken.

Man unterscheidet jedoch zwischen Besetzungen und negativen Wesenheiten. So wie es gute Geistwesen gibt, gibt es auch welche die irgendwie ihren roten Faden verloren haben. Sie sind frustriert und neigen zu Eifersucht. Sie ergötzen sich am Elend anderer und fühlen sich deshalb auch von Kriegsschauplätzen oder Orten der Gewalt magisch angezogen. Auch in Las Vegas gibt es auffallen viele von ihnen. Aus Angst vor diesen negativen Wesenheiten beenden einige Rückführungsbegleiter die Sitzung, wie gesagt, auch immer schon vor dem Todeserlebnis des Klienten im früheren Leben. Sie wollen so den Kontakt mit geistigen Sphären vermeiden. Einige haben auch tatsächlich Angst vor dem, was man als „geistige Welt“ bezeichnet, denn wo es gute Seelen und gute Wesenheiten gibt, da kann es ja auch böse geben.
Es gibt auch böse Menschen (und bestimmt mehr, wie es negative Wesenheiten gibt), aber deshalb schließe ich mich ja trotzdem nicht zuhause ein und verlasse das Haus nicht mehr — jedenfalls nicht, wenn ich geistig gesund bin.

Wie gesagt, fühlen sich diese Wesen nur von schlimmen Ereignissen angezogen, allerdings langweilen sie sich auch sehr schnell und wenn sie keine Beachtung finden, sind sie schneller wieder weg als man „hau ab“ sagen kann. Merken sie jedoch, dass sie entdeckt wurden und dass die betreffende Person auch noch Angst vor ihnen verspürt und sich einschüchtern lässt, dann können sie schon mal eine Weile bleiben und sich an dieser Angst ergötzen. Aber mehr wie jemandem Angst einflössen können auch diese Wesen nicht. Auch diese Wesen sind letztendlich nämlich nichts anderes als Seelen. Seelen die während einer Inkarnation aber irgendwie auf die schiefe Bahn gerieten und schreckliche Dinge taten. Dinge die auch sicherlich nicht auf ihrer „do-to-Liste“ für ihr Leben als Mensch gestanden hatten! Sie verlieren dabei auch ihre *energetische Verbindung zur geistigen Welt, vielleicht, weil sie diese bewusst zerstören. Nach dem Tod gehen sie auch bewusst nicht ins Licht, weil sie befürchten für ihr Tun zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wenn ihre energetische Verbindung nicht zerstört wäre wüssten sie jedoch, dass dies nicht so ist, jedenfalls nicht im Sinne von Strafe die Schmerzen bereitet. Diese Seelen „geistern“ dann durch die sogenannten Zwischenwelten.
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass auffallend viele Mörder oder wirklich durch und durch schlechte Menschen an die Hölle glauben?
(*Diese energetische Verbindung wird auch oft als Silberschnur bezeichnet. Sie ist unser Kontakt nach „oben“ und ich glaube, diese energetische Verbindung ermöglicht es meinen Klienten bei ihrer Rückführung bspw. auch auf der Seeleneben Seelen wahrzunehmen und sich mit diesen auszutauschen, obwohl diese zurzeit ebenfalls inkarniert sind. Deshalb kommt es wohl auch zu den Übertragungen; denn das was ein Klient sich auf Seelenebene mit anderen Seelen erarbeitet (Versöhnung, Vergebung, usw.) hat, wenn es von Herzen kommt, immer auch eine Wirkung auf die anderen Seelen die daran beteiligt waren. Vorausgesetzt jedoch man erkennt auf der Seelenebene, dass diese Seelen ebenfalls bereit dazu sind. Niemals darf man eine andere Seele zu etwas zwingen, das wäre dann auch keine spirituelle Arbeit mehr, sondern Voodoo. Über diese negative Beeinflussung an der sich auch so manch verwirrter Mensch versucht, schreibe ich ebenfalls ausführlich in meinem Buch »Schicksal mag Bestimmung sein — aber«. Aber Sie brauchen das Buch deshalb wirklich nicht zu lesen. Voodoo funktioniert nur bei Menschen die ebenfalls niederträchtig sind oder zumindest glauben ein schlechter Mensch zu sein. Solange Ihre energetische Verbindung intakt ist kann man Sie nicht manipulieren — jedenfalls nicht mit Voodoo oder Hexerei. Jedoch sollte man immer den Wunsch anderer Seelen, die bspw. noch nicht bereit zur Versöhnung sind respektieren und dies hat dann auch ggf. mein Klient anzuerkennen. Für seinen eigenen guten Prozess spielt dies auch keine Rolle, denn er hat sich aus der Verstrickung dennoch gelöst und die Seele, die dazu noch nicht bereit war, wird eine neue Seele finden, mit der sie sich ähnlich verstrickt — solange, bis auch sie gereift ist und erkennt was Energieverschwendung ist. Man erlebt dies auch oft bei Ehepartnern die eine selbstzerstörerische Beziehung führen. Manchmal gelingt einem von beiden durch irgendein tiefgreifendes Ereignis die Selbstreflektion. Dieser beendet daraufhin die Beziehung und ändert auch sein Leben zum Besseren, während sein ehemaliger Partner sich einen neuen Partner sucht mit dem er so weitermachen kann, wie bisher.

Ich habe es bislang nur zweimal erlebt, dass eine negative Wesenheit tatsächlich versuchte von einer bestimmten Person gezielt Besitz zu ergreifen um dieser dadurch zu schaden. In beiden Fällen handelte es sich jedoch um eine Person die dieser negativen Wesenheit zu deren Lebzeiten nahegestanden hatte. Nahegestanden im Sinne von, dass sie sich sehr gut gekannt hatten. In beiden Fällen waren es die Väter, die nach ihrem Tod die Töchter heimsuchten. Beide Männer waren zu Lebzeiten Monster gewesen, der eine im Jugoslawienkrieg, der andere hatte Gelegenheit seinen Sadismus auch ohne Krieg immer auszuleben. Vor allen Dingen die Töchter hatten dies immer zu spüren bekommen und obwohl es beiden Frauen als Erwachsene gelungen war, sich dem Einfluss ihrer Väter zu entziehen, kehrten diese nach dem Tod zurück. In beiden Fällen war es jedoch möglich die Wesen ins Licht zu führen, jedoch hatte dies in beiden Fällen nichts mit einer Rückführung zu tun.

Viele dieser negativen Wesenheiten irren auch schon seit sehr, sehr langer Zeit durch die Zwischenwelten. Sie haben aber keine persönlichen Motive mehr gezielt gewisse Personen in Angst zu versetzen oder zu beeinflussen. Sie reagieren, wie gesagt, eher auf allgemeine Ereignisse, wie Katastrophen und halten sich zudem lieber an Orten auf wo gerade sehr viel Elend herrscht oder wo grausames geschieht. So wie „gute Geister“ von schönen Dingen oder guten Taten angelockt werden, werden „böse Geister“ eben von schlimmen Dingen und bösen Taten angezogen.
Einige dieser negativen Wesenheiten sind früher zudem nur „einfache“ Besetzungen gewesen, wurden dann zwar abgelöst, aber nicht ins Licht geführt und irren seitdem ebenfalls in Zwischenwelten umher, wo sie verwahrlosten und asozial wurden. Und selbst die negativsten unter den negativen Wesenheiten wurden nicht als solche kreiert und deshalb brennt auch in ihnen immer noch ein Licht und irgendwann werden auch sie wieder ins Licht gehen und Heilung erfahren. Eine Rückführung erzeugt zudem ein energetisches Feld, dass Geistwesen aller Art wahrnehmen können. Manche fühlen sich davon angelockt und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bei meiner Arbeiten oft Zuschauer habe — positive, wie negative.

Viele Seelen verzichten also nach dem Tod ihres menschlichen Körpers ganz bewusst darauf in die geistige Welt zurückzukehren, weil sie nicht mit ihren Fehltritten als Mensch konfrontiert werden wollen. Vielleicht schämt sie sich auch, haben Angst oder reagieren aus Trotz. Diese Seelen wollen auch nicht wieder inkarnieren, weil sie wissen, dass sie all das was sie sich für ihr Leben als Mensch vorgenommen hatten nicht erreichten. Inkarnieren sie erneut, bekommen sie auch diese Ziele und Pläne erneut mit auf den Weg (ich glaube, das ist Karma). Diese Seelen dann doch dazu zu „überreden“ ins Licht zu gehen, erfordert deshalb auch ein wenig Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen und Redekunst (Engelszungen)! Wichtig ist, dass man keine Angst hat diesen Seelen die Stirn zu bieten, egal, ob man sie dabei als Besetzung oder negative Wesenheit identifiziert. Man sollte sich jedoch auch nie auf einen Machtkampf einlassen. Dennoch ist es wichtig auch für diese Seelen Mitgefühl zu zeigen und das Schicksal dieser Seelen anzuerkennen ohne sie zu verurteilen. Ich rede hier jedoch nicht von Mitleid oder Verständnis für ihre Taten.

Fallstudie: Vor einiger Zeit hatte ich eine Rückführung mit einem Pärchen vereinbart. Beide kamen von weiter her und es war vereinbart, dass ich an einem Tag die Rückführung mit ihm und am darauffolgenden Tag die Rückführung mit seiner Partnerin machen würde. Zugegeben, nach dem Telefonat mit dem Mann, der die Termine vereinbarte, hatte ich ein komisches Gefühl, dass ich aber nicht genauer beschreiben konnte. Mit der Frau hatte ich gar nicht gesprochen. Weil es aber auch keinen triftigen Grund für mein Gefühl gab, der Mann war am Telefon sogar sehr ruhig und diszipliniert gewesen, schob ich mein mulmiges Gefühl einfach bei Seite. Auch als ich mich eine Woche vor dem eigentlichen Termin nochmals telefonisch meldete, so wie ich es immer tue, war es mir wieder nicht möglich mit der Frau zu sprechen. Auch meiner Bitte sich doch bei mir zu melden kam sie nicht nach.

Als die beiden Personen dann hier eintrafen, von Kopf bis Fuß in schwarzer Kleidung, nahm ich dies zwar still zur Kenntnis, ohne aber erst einmal darüber zu urteilen. Øsel mein Hund, der bei allen Rückführungen immer dabei ist und auch alle Klienten gewöhnlich freudig begrüßt knurrte jedoch, sodass ich ihn auf den Arm nehmen musste. Ich konnte mir sein Verhalten nicht erklären und führte es erst einmal auf die komplett schwarze Bekleidung meiner Klienten zurück. Weil Øsel sich aber partout nicht beruhigen wollte und einmal auf meinem Arm nur noch heftiger knurrte, wollte ich ihn nach oben ins Büro von Theo meinem Lebensgefährten bringen. Gleichzeitig entschuldigte ich mich bei meinen Klienten für Øsels aggressives Verhalten. Doch die Frau lachte daraufhin nur und sagte, der Köter spüre bestimmt, dass sie kleinen Hunden, noch dazu Bastarden wie ihm, normalerweise sofort den Hals umdrehe. Ich sagte auch dazu nichts und stufte die Frau vor allen Dingen als Wichtigtuerin ein. Mittlerweile war jedoch Theo nach unten gekommen, denn auch er hatte Øsels Knurren gehört. Ich bat ihn Øsel mitzunehmen, doch der wehrte sich mit allen vier Pfoten und bestand darauf, mich und meine Klienten ins Wohnzimmer zu begleiten, wo er sich oben auf der Rückenlehne des Sofas genau in meinem Nacken postierte.

Dann fragte ich den Mann nach seinem Anliegen für die Rückführung und er antwortete, er würde gerne herausfinden, ob er zur Zeit des 2. Weltkrieges inkarniert gewesen sei und wenn ja, wo und in welcher Funktion. Zeitlich gesehen wäre es durchaus möglich gewesen, denn der Klient war erst Anfang vierzig. Er reiste dann tatsächlich in seine Inkarnation vor dieser, wo er als Nazi viele unschuldige Menschen tötete. Er empfand jedoch keinerlei Reue und nach der Rückführung war er auch sichtlich erleichtert darüber, kein Jude oder „Ausländer“ gewesen zu sein. (Eine Aufarbeitung fand in diesem Falle natürlich nicht statt, weil der Klient weder Schuldgefühle verspürte, noch Reue empfand.)

Die Rückführung mit diesem Mann zog jedoch einige dieser negativen Wesenheiten an und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob er und seine Freundin diese nicht schon im Schlepptau hatten, als sie bei mir eintrafen. Jedenfalls hätte das auch Øsels Benehmen erklärt. Ein paar Tage zuvor hatte ich zudem einen dicken Umschlag per Post, allerdings ohne Absenderadresse empfangen, voll mit rassistischem Müll und okkultem Schwachsinn. Ich hatte alles sofort weggeworfen. Nun fragte mich der Mann, ob ich denn seine Post schon bekommen hätte. Es stellte sich heraus, dass er mir den Umschlag geschickt hatte. Ich sagte ihm, was ich damit gemacht hatte und teilte ihm gleichzeitig mit, dass ich definitiv nicht die geeignete Person sei, um morgen auch noch eine Rückführung mit seiner Begleiterin zu machen. Blitzschnell änderte sich daraufhin das freundliche Benehmen. Ich stand auf, nahm Øsel wieder auf den Arm und ging zur Tür. Dort angekommen erklärte ich den beiden, dass ich zwar das Beweismaterial in den Müll geworfen hätte, die Papiertonne seitdem aber noch nicht geleert worden wäre und ich keinen von beiden für intelligent genug hielte, die Papiere einzupacken und zu verschicken und dabei auch Handschuhe zu tragen. Mit Sicherheit würden sich Fingerabdrücke auf dem Material befinden. Außerdem hatte ich die Nummer ihres Festnetzanschlusses und das Kennzeichen des PKWs mit dem die beiden gekommen waren. Darüber ließ sich auch einfach eine Adresse ermitteln. Ich ließ keinen Zweifel daran, dass wenn ich die beiden noch einmal irgendwo sehen oder auch nur von ihnen hören würde, ich umgehend den Verfassungsschutz informieren und selbst obendrein Anzeige erstatten würde. Damit war die Angelegenheit dann auch erledigt und die beiden verließen mein Haus. Anschließen bat ich Øsel mal nachzusehen, ob er noch eine Fährte von etwas aufnehmen konnte, dass nicht in unser Haus gehörte. Wenn dem so ist, scheucht er es immer durch die Gartentür hinaus. Doch dem war nicht so und die Negativen hatten zusammen mit den beiden Neonazis das Haus wieder verlassen.

Seither bestehe ich jedoch prinzipiell darauf mit allen Beteiligten einer Rückführung vorher zu telefonieren und seitdem ist es auch schon zweimal vorgekommen, dass mich nach einem Telefonat wieder so ein komisches Gefühl beschlich und ich deshalb kurzerhand zurückrief und den Termin für die Rückführung wieder absagte. Das will nicht heißen, dass es sich bei diesen Personen ebenfalls um Neonazis handelte, jedoch mit Sicherheit um Personen die eher als Negativ einzustufen waren.

Wichtig: Noch etwas möchte ich an dieser Stelle unbedingt erwähnen, das auch die Erzählungen über furchterregende negative Wesenheiten, böse Geister, Dämonen usw. erklärt und auch vor allen Dingen die scheinbar ohne Anzahl. Nichts kann so furchteinflössen und schrecklich sein, wie ein versteckter oder abgespaltener Persönlichkeitsanteil. Dies habe ich jedoch in der Psychotherapie gelernt und nicht während der Ausbildung zur Rückführungsbegleiterin, und nur deshalb kann ich einen solchen Persönlichkeitsanteil auch von einer negativen Wesenheit unterscheiden. Ein „einfacher“ Rückführungsbegleiter wird dazu jedoch nicht in der Lage sein und ggf. sogar versuchen, einen solchen Anteil der Persönlichkeit seines Klienten ins Licht zu schicken! Dies hat etwas Groteskes an sich, denn letztendlich könnte man damit nur erreichen, dass der Klient diesen Anteil noch weiter abspaltet und dies kann nie Sinn und Zweck einer Therapie sein. In der Psychotherapie geht es immer darum, abgespaltene Persönlichkeitsanteile wieder in die Psyche des Patienten zu integrieren oder darauf hin zu arbeiten, dass Anteile gar nicht erst abgespalten werden. Natürlich gehen diesen „kranken“ Anteilen immer schwere psychische Traumata voraus. Manchmal kann ein Mensch nur überleben, wenn er den Teil seiner Persönlichkeit der eine traumatische Erfahrung durchlebte abspaltet. Deshalb ist ein Mensch auch nur dann psychisch vollkommen gesund, wenn er alle seine Persönlichkeitsanteile in seinem Bewusstsein integriert hat, diese kennt und dazu steht – auch zu den weniger guten. Mache Klienten, die etwas sehr furchtbares erlebt haben, sind deshalb auch davon überzeugt eine negative Besetzung zu erleben oder von einer negativen Wesenheit verfolgt zu werden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Besetzung oder negative Wesenheit, sondern um einen Anteil ihrer eigenen Persönlichkeit der ihnen fremd geworden ist und vor dem sie tatsächlich Angst haben oder für den sie sich zumindest sehr schämen. Diesen Anteil beschreiben die Klienten oftmals als furchteinflößendes Wesen mit durchaus dämonischem Äußerem. Die grauenvollsten und fürchterlichsten Energien die mir bislang begegneten waren keine Dämonen, sondern tief versteckte oder abgespaltene Persönlichkeitsanteile von Menschen.

Ich weiß auch nicht, ob es tatsächlich einen Unterschied zwischen Dämonen und negativen Wesenheiten gibt. Ich denke, letztendlich beschreiben beide Begriffe ein und dasselbe. Diese Wesen wissen jedenfalls ganz genau, dass wir Menschen eine angeborene Furcht vor der dunklen Seite haben, auch wenn viele diese Tatsache im hellen Sonnenlicht abstreiten! Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt wiederhole — wichtig im Umgang mit solchen Wesen ist immer, dass man ihnen selbstsicher gegenüber tritt. Ist man selbstsicher und zeigt keine Angst, ohne jedoch abfällig gegenüber diesen Wesen zu sein, behält man auch die Oberhand über sie. Mit Selbstsicherheit können diese Wesen nämlich nichts anfangen, denn diese Eigenschaft haben sie schon lange verloren. Manche von ihnen spuken auch in Häusern in denen eine Gräueltat geschah, sogenannte Poltergeister. Meist haben diese jedoch einen persönlichen Bezug zu diesem Ort und nicht selten waren sie selbst als Opfer oder Täter in das was sich in diesem Haus oder an diesem Ort einst ereignete verwickelt. Ich habe einmal bei einer Aufstellung miterlebt, was Geister die keine Ruhe finden in Häusern anstellen, die auf einem ehemaligen Schafott für Pestopfer errichtet wurden — und dass auch noch nach mehr als 500 Jahren! Aber auch ein Poltergeist ist so gesehen nicht böse (einige von ihnen sind sogar ziemlich niedlich). Er will mit seinem Tun nur auf eine Ungerechtigkeit hinweisen. Auf etwas Schlimmes das geschah und nicht gesehen, sondern vertuscht wurde oder, wie in diesem Fall, einfach in Vergessenheit geriet. Macht man dieses Ereignis erneut sichtbar und erkennt geschehenes Unrecht an, bspw. in einer Aufstellung, hat auch der Poltergeist keinen Grund mehr sein Tun weiterhin zu verfolgen und lässt sich, meist total erschöpft, ins Licht führen. Im Falle der Häuser die auf einem ehemaligen Schafott errichtet worden waren, reichte es schon, dass die Hausbesitzer in ihren Gärten eine weißblühende Pflanze pflanzen. Lesen Sie hierzu aber bitte auch das Kapitel: Der spirituelle Führer oder Schutzengel.

♦ Befreiung von psychosomatischen Beschwerden, Zwängen, Phobien und Phantomschmerzen

Anscheinend werden die Abstände die zwischen unseren Inkarnationen liegen, also die Zeit die wir in der geistigen Welt verbringen, immer kürzer.
Eine logische Erklärung hierfür wäre, dass die Bevölkerung der Erde in den letzten Jahrzehnten explosionsartig angestiegen ist. Während noch vor ein paar hundert Jahren die Mehrzahl der (Erd)Seelen in der geistigen Welt verweilte und nur ein kleinerer Anteil auf der Erde inkarniert war, befinden sich heute viel mehr Seelen im inkarnierten Zustand und nur noch ein geringer Teil von ihnen verweilt in der geistigen Welt.

Jeder Mensch und jedes Tier das geboren wird, vielleicht auch jede Pflanze, braucht eine Seele, doch die Bevölkerung wächst rasant. Für die Seelen bedeutet dies, dass auch die Abstände zwischen ihren Inkarnationen immer kürzer werden. Man merkt dies auch bei einer Rückführung; führt man einen Klienten zum Beispiel in ein früheres Leben zur Zeit des Mittelalters, dann liegen zwischen dem mittelalterlichen und dem darauffolgenden Leben meistens noch zwischen 100 und 300 Jahre. Je weiter man zurückgeht, desto größer die Abstände, je näher der Klient jedoch an sein heutiges Leben herankommt, desto kürzer werden die Abstände zwischen den Inkarnationen. Meist liegen zwischen dem heutigen Leben und dem vorherigen nur noch 5-10 (Erden)Jahre!

In der geistigen Welt regeneriert sich die Seele allerdings auch von ihrer letzten Inkarnation und eine solche Regeneration braucht Zeit. Zeit die nicht mehr da ist und so kommt es immer öfter vor, dass eine Seele erneut inkarniert, obwohl sie sich von der vorhergegangenen Inkarnation noch nicht ganz erholt hat. Diese Regeneration erfolgt bei seelischen Traumata, sowie körperlichen, welche die Seele im menschlichen Wirt erlebte. Angenommen eine Seele war in ihrem letzten Leben als Soldat im 2. Weltkrieg inkarniert, der dort sein rechtes Bein verlor. Dann ist es möglich, dass der menschliche Wirt dieser Seele in der heutigen Inkarnation unter Schmerzen im rechten Bein leidet, für die kein Arzt eine Erklärung findet. Solche Phantomschmerzen lassen sich dann während einer Rückführung meist sehr gut auflösen. Allerdings nur, wenn auch tatsächlich ein deutlicher Bezug zu einer Störung, einem Schmerzempfinden, oder Symptom aus dem heutigen Leben zu einem früheren Leben herzuleiten ist! Dabei handelt es sich dann auch fast immer um die letzte Inkarnation vor dieser. In solch einem Fall suggeriere ich der Seele meines Klienten und ihm selbst, wo die Schmerzen ihren Ursprung haben und dorthin bringen wir diese auch zurück. Dadurch kann die Seele wieder differenzieren zwischen damals und heute. Dies ist ein wenig so, wie bei einem Flashback, wobei ebenfalls die Vergangenheit als Realität erlebt wird.

Ähnlich verhält es sich manchmal bei Klienten, die unter einer Zwangsstörung oder Phobie leiden. Hat man während der letzten Inkarnation einen Zwang oder eine Phobie entwickelt, kann es gut sein, dass man auch in diesem Leben dazu neigt wieder eine Neurose zu entwickeln. Angenommen eine Seele war in ihrem letzten Leben als Mitglied einer ethnischen Minderheit inkarniert und wurde verfolgt, vielleicht sogar in ein Konzentrationslager gebracht wo sie starb, dann kann es sein, dass der menschliche Wirt heute unter Verfolgungswahn (Paranoia) leidet oder eine paranoide Persönlichkeitsstörung entwickelt. Auch hier kommt es wieder darauf an ein Ereignis im früheren Leben des Klienten zu finden, was den Ursprung seiner Störung auch nachvollziehbar erklären könnte! Es ist jedoch immer wichtig, auch die Vorgeschichte eines Klienten der mit solch einem Anliegen zur Rückführung kommt genauestens abzuklären. In den allermeisten Fällen findet sich nämlich in der Anamnese sehr wohl ein Hinweis der den Ursprung der Störung oder der Schmerzen im heutigen Leben erklärt.

Fallstudie: Eine noch sehr junge Frau litt unter einer Hautkrankheit die wie Verbrennungen aussah und Panikattacken. Sie nahm Kortison und auch Psychopharmaka, die sie sehr dick gemacht hatten. Bei den Ärzten galt sie als psychisch labil ohne genauen Befund. Denn die Ärzte führten die Hautkrankheit darauf zurück, dass die Frau in ihrer Nervosität und Schreckhaftigkeit auch immer an ihrer Haut kratzte. Auch vor den Ärzten selbst hatte die Frau Angst — ohne sich diese erklären zu können. Dieser Frau war der Un-Sinn ihrer Reaktion also durchaus bewusst, auch wenn sie nichts dagegen tun konnte. Aber so verhält es sich immer bei Menschen die eine Phobie entwickeln. Und so gesehen hatten ihre Ärzte auch durchaus recht, denn diese Frau war im wahrsten Sinne des Wortes „psychisch“ labil. („Psyche“ bedeutet ja nichts anderes, als Seele und wird aus dem griechischen Wort „psych?“ abgeleitet.) Allerdings wurde sie dennoch komplett falsch behandelt. Nun hatten ihre Ärzte, genau wie ich, aber auch keinen Hinweis auf ein schweres psychisches Trauma im heutigen Leben der jungen Frau finden können, dass die Ursache ihrer Störungen hätte erklären können und so behandelte man sie lediglich medikamentös. Bei der Rückführung in ihre letzte Inkarnation zeigte sich, dass sie ebenfalls in einem KZ über viele Jahre hinweg grausam misshandelt und zu medizinischen Zwecken missbraucht wurde. Dabei wurde sie auch oft mit heißem Wasser oder Öl verbrüht oder man verätzte ihr mit Säure die Haut. In ihrer Zelle hörte sie zudem immer die Schreie der anderen Häftlinge, die teilweise noch schlimmer gefoltert und misshandelt wurden, als sie selbst. Diese Schreie lösten bei ihr verständlicherweise immer Nervosität, Angst und Panikattacken aus, die sie auch in diesem Leben bei den geringsten Anzeichen von Stress wieder entwickelte. Laute Stimmen oder selbst harmloses Kindergeschrei führten bei ihr zu Angst- und Panikattacken, genauso wie Personen in weißen Kitteln. Nachdem ihre Seele begriffen hatte, dass dies alles Reaktionen auf Erfahrungen und Empfindungen ihrer letzten Inkarnation waren, lernten die Klientin und ihre Seele das Differenzieren. (In der Regel behandelt man in der Trauma-Therapie die Seele nicht als eigenständiges Wesen, außer vielleicht, man findet einen spirituellen und sehr weltoffenen Psychologen. Wenn wird die Seele eher als Persönlichkeitsanteil wahrgenommen und für die Dauer ihrer Inkarnation ist sie das ja irgendwie auch. Jedenfalls differenziere ich etwas genauer und habe damit auch gute Erfolge.) Immer wenn die Frau fortan etwas hörte oder in eine Situation kam die früher zu Panikattacken geführt hätte, führte sie sich selbst und ihrer Seele die Unterschiede vor Augen. Heute ist sie Beschwerde- und Medikamentenfrei.

Theorien zufolge werden ständig neue Seelen „kreiert“ und Seelen die vorher auf anderen Welten oder Planeten inkarnierten, die aber nicht mehr existieren, beginnen ebenfalls auf der Erde zu inkarnieren. Eine solche Seele die auch schon auf anderen Welten inkarnierte nennt man Hybridseele. Auch hierzu gibt es Theorien. Eine erscheint mir durchaus logisch: Dass junge Seelen, die also gerade erst kreiert wurden sich in unserer High-Tech-Welt nur noch schwerlich zurecht finden. Vor 500 oder 1000 Jahren hatten junge oder „neue“ Seelen es sicherlich einfacher, weil auch das Leben „simpler“ war. Vielleicht erklärt dies auch die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen heutzutage mit ihrem Leben komplett überfordert fühlen. Oft handelt es sich bei den Problemen dieser Menschen jedoch um Dinge, die andere Menschen als Bagatelle betrachten würden und weshalb sie noch nicht einmal eine schlaflose Nacht verbringen würden. Für mich sind Menschen die so gesehen schnell überfordert sind deshalb immer junge Seelen mit wenig „Lebenserfahrung“. Alte Seelen sind für mich die Menschen die auch wirklich schwere Schicksalsschläge und Probleme meistern ohne daran zu zerbrechen, weil sie wesentlich mehr „Lebenserfahrung“ haben. Jedoch nicht im Sinne ihres Alter als Mensch, sondern im Sinne ihres Alters als Seele die schon viele Leben lebte. Manchmal stoßen diese jungen Seelen bei den älteren auch auf Unmut und es fällt der älteren Seele schwer überhaupt nachzuvollziehen, warum sich eine junge Seele überhaupt so anstellt oder aufregt. Wenn es Ihnen auch schon mal so ergangen ist und Ihnen das Verständnis für jemand fehlte, erinnern Sie sich vielleicht an diese Zeilen und denken daran, dass es sich bei der Seele dieser Person vielleicht ja noch um eine sehr junge, neue Seele handelte.
Es gibt auch Theorien, dass ganz neue Seelen deshalb zuerst in Pflanzen und danach in Tieren inkarnieren, um sich so überhaupt erst einmal an materielle Ebenen und das Inkarnieren in einem „Wirt“ zu gewöhnen. Michael Newton bezeichnet dies als Assimilation. Ein wenig unlogischer erscheint mir hingegen eine Theorie der zufolge Schwerkriminelle und Sadisten sogenannte Hybridseelen beherbergen, die mit dem Leben auf der Erde nicht zurechtkommen und deshalb „irr“ werden.

♦ Rückführung in den Bauch der heutigen Mutter

…sollten auf jeden Fall immer vor der Rückführung mit dem Klienten abgesprochen werden. War der Klient nämlich kein Wunschkind, obwohl die Mutter dies immer beteuerte, dann kommt die Wahrheit bei der Rückführung ans Licht!

Es gibt Tranceinduktionen, so auch die vom Michael Newton zur Rückführung in die Leben zwischen den Leben, wo man eine Treppe benutzt. Diese führt den Klient in der Zeit Rückwärts; durch die Kindheit im heutigen Leben, über den Bauch der Mutter — und von dort in ein früheres Leben. Jede Treppenstufe symbolisiert hierbei ein Lebensjahr. Zwar soll man bei dieser Tranceinduktion dem Klient auch suggerieren, dass er sich bei der Reise zurück durch die Zeit prinzipiell nur an schöne oder zumindest neutrale Kindheitserlebnisse zu erinnern hat, aber so einfach ist das nicht. Ich habe diese Technik deshalb ein wenig nach meinem Geschmack ausgefeilt und beschränke mich mit meinem Klient bei dieser Tranceinduktion nur auf Bagatellen, wie zum Beispiel der Beschreibung des Hauses in dem er als 12 oder 7 jähriger wohnte, ob es einen Garten gab, wo der Briefkasten hing, oder aus welchem Material die Haustür gefertigt war. Jedenfalls mache ich das so bei Klienten die mir im Vorfeld erzählen, dass sie eine schlimme Kindheit hatten an die sie nicht gerne erinnert werden. Immerhin kommen diese Menschen ja zu mir, nicht um ihre Kindheitstrauma aufzuarbeiten, sondern um etwas über ihre Seele zu erfahren. Überlasse ich diesen Klienten jedoch selbst an welche Begebenheit aus ihrer Kindheit sie sich erinnern dürfen, ob mit oder ohne der ausdrücklichen Suggestion dass es sich dabei aber nur um etwas Positives handeln darf, driften sie jedoch trotzdem fast immer in Erlebnisse ab, die noch nicht verarbeitet sind — und dass sind immer traumatische Erinnerungen. (Im Übrigen sind Kinder sehr schnell zu traumatisieren — etwas das viele Erwachsene, auch Eltern, immer wieder vergessen!) Natürlich brauche ich niemanden zu hypnotisieren, damit er sein Elternhaus beschreiben kann. Selbst an das Aussehen des Briefkastens sollte die meisten sich auch so noch erinnern können. Trotzdem ist es schon oft vorgekommen, dass sich ein Klient an etwas erinnerte (wie ein altes Karnevalskostüm aus Kronkorken) und dabei erklärte, dass er das ja schon total vergessen gehabt hätte.

Einmal im Bauch der Mutter ist es aber nicht mehr möglich den Klient durch Bagatellfragen bei der Stange zu halten, denn dort gibt es wenig was er bildlich beschreiben könnte. Ich halte auch nichts davon, meinem Klient dann zu suggerieren er nähme dort nun bunte Farbspiralen wahr, so wie es einige meiner Kollegen tun — denn ich weiß nicht, ob mein Klient dort wirklich bunte Spiralen wahrnimmt und wenn, wird er es mir zu gegebener Zeit schon von selbst mitteilen, jedenfalls, wenn es wichtig ist. Zudem schwebt der Herzschlag der Mutter dort über allen anderen Wahrnehmungen. Diesen Herzschlag kennt der Klient so genau, dass er dadurch auch genau weiß, wie die Mutter sich fühlt und auch, wie sie zu ihrem ungeborenen Baby damals stand. Hatte die Mutter Stress, hatte das Baby in ihr ebenfalls Stress.

Wichtig: So eine Rückführung in den Bauch der Mutter kann aber sehr hilfreich für Menschen sein, die gleich nach ihrer Geburt weggegeben/adoptiert wurden und die die leiblichen Eltern nie kennenlernten. Denn dieses Erlebnis gibt Aufschluss über die Gefühle, welche die Mutter zur Zeit ihrer Schwangerschaft durchlebte und auf Grund dieser Gefühlswahrnehmungen sind sehr gute Rückschlüsse möglich die erklären, warum die Mutter ihr Kind weggab. Manchmal wird hierdurch eine Versöhnung mit der leiblichen Mutter oder auch dem Vater möglich. Denn genauso, wie das Baby im Bauch die Gefühle der Mutter wahrnimmt, spürt es auch die Präsenz von Menschen die der Mutter zur Zeit der Schwangerschaft nahe standen. Nahe standen im Sinne von Menschen zu denen die Mutter regelmäßigen Kontakt hatte. Das Baby merkt am Stresslevel der Mutter, ob es sich dabei um Personen handelte zu denen die Mutter ein gutes oder ein schlechtes Verhältnis hatte.

♦ Das Erleben der ersten Inkarnation auf der Erde

Es könnte sein, dass Sie dabei feststellen nicht immer als Homo Sapiens inkarniert zu haben. Je nachdem, wie lange Ihre erste Inkarnation zurück liegt, würde die Bezeichnung „Menschaffe“ dann eher zutreffen. Deshalb formuliere ich das Anliegen einer solchen Rückführung auch immer folgendermaßen: „Reise in die erste Inkarnation als Mensch oder menschenähnliches Wesen“. Solche Rückführungen spricht man ebenfalls mit dem Klient vorher ab und sie sind nichts für labile Gemüter. In der Regel ist dieses Erlebnis deshalb auch wieder nur eine Teiletappe, innerhalb einer Rückführung die eigentlich ein anderes Ziel hat. Äußert der Klient jedoch den Wunsch, auch etwas über seine erste Inkarnation zu erfahren und ich halte ihn für stabil genug, machen wir am Ende der Rückführung in ein früheres Leben dass noch einen Bezug zur heutigen Inkarnation hat einen „Abstecher“ dort hin.

Ich integriere diese Reise jedoch immer in meine spirituellen Workshops. Zwar finden sie dann als Teil einer Gruppenrückführung statt, aber erst gegen Ende der Workshops und zu diesem Zeitpunkt haben die Teilnehmer schon so einiges erlebt und gelernt, sodass sie auch diese Reise gefahrlos antreten können. Ein solches Erlebnis kann für den Klienten nämlich sehr intensiv und auch anstrengend sein. Es ist möglich, dass sich der Klient dabei plötzlich in einem plumpen Körper wiederfindet, der übel riecht, von Ungeziefer befallen ist und der auch nicht über eine aufrechte Haltung verfügt. In meinen Workshops lernen die Teilnehmer jedoch zuvor, wie sie sich während einer Gruppenrückführung selbst durch ein früheres Leben bewegen können und auch, wie sie sich schützen können.

♦ Was war vor der ersten Inkarnation?

Was waren wir — lange bevor wir zum ersten Mal einen stofflichen Körper bekamen und wie fühlten wir uns dabei? Dies ist ein wundersames aber doch eher angenehmes Erlebnis, voller unbeschwerter Leichtigkeit und gibt Einblick und Aufschluss über die vielen, vielen verschiedenen Welten und Ebenen in der geistigen Welt oder dem was man in der Quantenphysik auch als Nullpunkt-Materie bezeichnet.

♦ Inkarnationen auf anderen Planeten oder anderen Welten, gibt es das überhaupt?

Unterstellen wir dazu am besten erst einmal, dass es so etwas wie Reinkarnation überhaupt gibt. Fakt ist, dass dies nicht wissenschaftlich bewiesen ist — übrigens genauso wenig, wie das Gegenteil. Zweitens unterstellen wir hierzu, dass wir nicht die einzige Spezies in den unendlichen Weiten des Weltalls sind. Mathematisch betrachtet stehen die Chancen also relativ gut, dass es irgendwo auch noch anderes Leben gibt. Und wieso sollen diese Lebewesen nicht auch eine Seele beherbergen? So weit finde ich die ganze Theorie denn auch durchaus logisch und nachvollziehbar. Auch die Tatsache, dass diese Welten oder Planeten irgendwann aufhören zu existieren. —Auch die Tage unseres Planeten sind gezählt (und wenn wir munter so weiter machen, kommt das Ende vielleicht früher als wir denken. Wenn denen da oben das was wir hier unten tun nicht gefällt, dann werfen sie uns vielleicht wieder einen dicken Meteor auf den Kopf, so wie damals den Dinosauriern auch — und dann werden die Karten eben noch einmal neu vergeben.)

Ich denke also schon, dass es Leben auf anderen Planeten und Welten gibt und halte es auch durchaus für möglich, dass Seelen die früher in einer fremden Welt inkarnierten nun hier inkarnieren, weil ihre Welt zerstört wurde. Diese Zerstörung kann natürlich auch ganz natürliche Ursachen haben. Irgendwann wird unsere Sonne auch explodieren und dann sind die Planeten dieses Sonnensystems ebenfalls futsch. Spätestens dann werden auch die Seelen die sehr erdgebunden sind sich eine neue Heimat suchen müssen. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, sich als Seele hier zurechtzufinden, wenn man vielleicht vorher auf einem Planeten inkarnierte der so gar nichts gemein hat mit der Erde. Dies kann mit der Umgebung zusammenhängen. Abhängig von seiner Größe verfügt bspw. jeder Planet über mehr oder weniger Schwerkraft oder aber dieses Leben entwickelte sich auf einem Planeten den wir nicht als Klasse M einstufen und der für Menschen unbewohnbar wäre. Es könnte also sehr gut sein, dass die Lebewesen dort viel kleiner oder größer sind und wer weiß, ob sie überhaupt Augen und Ohren haben oder benötigen? Das Leben auf der Erde wird zudem vor allen Dingen durch eins bestimmt, nämlich Geld. Geld hat unser ganzes Sozialsystem geprägt und das Leben auf der Erde ist durch und durch materialistisch. Nicht das mich das wirklich stören würde, aber ich bin ja auch daran gewöhnt für mein Geld zu arbeiten. Was aber wenn es in anderen Welten gar kein Bezahlsystem gibt und materielle Dinge „einfach so“ zur Verfügen stehen, weil jedes Lebewesen sie sich selbst kreieren kann oder diese Lebensformen so etwas gar nicht brauchen? Vielleicht suchen ja auch diese schon erwähnten Geistwesen für solche Seelen dann einen neuen Heimatplaneten der ihrer alten Heimat zumindest ähnelt. Jedenfalls kann ich mir gut vorstellen, dass es für eine sogenannte Hybrid-Seele, also eine Seele die früher auf anderen Planeten oder anderen Welten inkarnierte, gar nicht so einfach ist, sich hier zurecht zu finden und einzuleben.
Ich lebe am Niederrhein, gleich an der Grenze zu Holland. Wissen Sie, wie viele Holländer jedes Jahr über die Grenze kommen und sich hier am Niederrhein ein Haus kaufen, weil die Immobilien hier nur halb so teuer sind wie 5 Km weiter Richtung Westen, also in Holland, und die dann binnen eines Jahres alles wieder aufgeben und nach Holland zurückkehren, weil sie sich in Deutschland nicht einleben konnten?!
Und nun stellen Sie sich vor so eine Hybrid-Seele inkarniert zum ersten Mal hier auf der Erde. Es wäre also sicherlich nicht verwunderlich, wenn sie damit so ihre Probleme hätte. Ob sie deshalb aber prinzipiell kriminell oder wahnsinnig werden muss, wage ich zu bezweifeln, obwohl diese Theorie unter Reinkarnationstheoretikern heiß diskutiert wird.

Ab und zu kommt es vor, dass ein Klient eine Rückführung wünscht mit dem Anliegen dabei auch herauszufinden, ob er eine sogenannte Hybrid-Seele beherbergt. Erzählt dieser Klient mir jedoch schon im Vorfeld, dass er eigentlich davon überzeugt ist, weil er sich hier auf der Erde überhaupt nicht zurechtfindet und extreme Anpassungsschwierigkeiten hat, lehne ich die Rückführung ab! Ich mache diese Art der Rückführung nur mit Menschen die gut angepasst sind und weder über schwere Anpassungsschwierigkeiten noch über Kontaktschwierigkeiten verfügen. Hierzu folgt noch eine Erklärung im Kapitel über Pseudo-Rückführungen.

Wenn ich dieser Art der Rückführung zustimme, so ist es jedoch in erster Linie immer eine Rückführung bei der der Klient etwas über seine früheren Leben erfährt die noch in Bezug zum heutigen Leben stehen. Denn auch nicht immer stellt sich dabei heraus, dass es sich bei seiner Seele tatsächlich um eine Hybrid-Seele handelt. Eher ist es so, dass der Klient erfährt, dass seine Seele eine erdgebundene Seele ist, die noch nie auf anderen Welten inkarnierte. Manchmal findet man jedoch auch bei erdgebundenen Seelen eine oder einige wenige Inkarnationen außerhalb der Erde, weil die Seele dort etwas lernen oder erfahren/erleben wollte, dass hier auf der Erde nicht möglich ist. Für den Klient ist es jedenfalls immer eine Überraschung, wenn er erfährt tatsächlich einmal ein „Alien“ gewesen zu sein, egal, wie gefasst und vorbereitet er darauf war. Diese Überraschung ist für mich, neben den sachlichen Schilderungen über das Leben auf anderen Welten, immer das Zeichen, dass es sich hierbei auch nicht um eine sogenannte Pseudo-Rückführung handelt.

Fazit: Nur ganz, ganz selten hatte ich bislang einen Klient der tatsächlich eine Seele beherbergte die ursprünglich nicht auf der Erde inkarnierte und erst damit anfing, nachdem ihre Heimatwelt bspw. zerstört wurde. All diese Klienten wirkten jedoch sehr gefasst und hatten sich hier dennoch gut eingelebt und angepasst. Zudem waren sie alle sehr flexibel, kreativ und weltoffen, ohne aber abgehoben zu wirken. Da ich aber bislang nur sehr wenige solche Klienten hatte, kann dies natürlich auch ein Zufall sein, obwohl ich persönlich nicht an Zufälle glaube.

♦ Pseudo-Rückführungen

Wie schon zu Beginn erklärt, wird der Klient in Trance versetzt, mit dem Anliegen dann in ein früheres Leben zu reisen. Hierbei wird der Verstand, oder auch das Bewusste-Ich, zwar ruhiggestellt, ist aber trotzdem immer anwesend. Unser Verstand hat nämlich vor allen Dingen die Aufgabe uns zu beschützen. Er ist es, der uns bspw. daran hindert bei Rot über eine Kreuzung zu fahren. Von daher ist es also auch durchaus verständlich, dass er sich nicht ohne Protest ruhigstellen oder den Mund verbieten lässt. Außer eine Person ist sehr naiv und lebensfremd. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt den Verstand einfach auf die Reise einzuladen. Allerdings muss er sich symbolisch einen Platz suchen, wo er sich hinsetzen und ausruhen kann und dann darf er zusehen und lernen, denn auf der bevorstehenden Reise wird das Herz und die Seele des Klienten die Führung übernehmen. Diese Methode hat sich überaus bewährt. Aber egal, ob ich den Verstand nun einlade oder ihm sage, dass er „draußen“ zu bleiben hat und auch unabhängig davon, wie tief ich einen Klient in Trance oder meinetwegen in Hypnose versetze; ein Mensch wird sich immer nur dann gut hypnotisieren lassen, wenn er selbst dazu bereit ist! Zwar gibt es die sogenannte Blitzhypnose die, wenn man dies im Fernsehen sieht, immer sehr eindrucksvoll wirkt, aber auch sie funktioniert wahrlich nicht bei allen Menschen und ein Hypnotiseur der diese Technik anwendet ist in erster Linie ein guter Menschkenner und weiß genau, wen er sich dazu aus dem Publikum pickt. Abgesehen davon, dass sich diese Methode nicht für Rückführungen eignet. Will ein Mensch sich also partout nicht hypnotisieren lassen, wird es äußert schwierig.

Ich hatte einen solchen Fall am Anfang meiner Laufbahn. Damals sollte ich eine Rückführung für eine hiesige Wochenzeitung machen. Die Reporterin die darüber berichtete, hatte allerdings schon eine vorgefertigte Meinung über Rückführungen und auch über Reinkarnation. Beides hielt sie für Humbug und Unsinn. Entsprechend misstrauisch war sie, dass die Rückführung fingiert sein würde und deshalb schlug ich ihr vor, dass sie selbst eine Person bestimmen sollte mit der ich die Rückführung dann machen würde. Sie brachte daraufhin eine Teilzeitkraft aus ihrem Verlag mit, die ebenfalls auf dem festen Standpunkt stand, dass Wiedergeburt bloß was für Spinner sei und erklärte auch ganz offen, dass sie sich für diesen Unsinn nur zur Verfügung stellen würde, weil ihre Chefin es von ihr verlangt habe. Entsprechend gelang es mir auch nicht zu dieser Probandin überhaupt einen Kontakt herzustellen, geschweige denn, ein wenig Vertrauen aufzubauen. Nun wusste ich jedoch, dass es bei dieser Rückführung um meinen guten Ruf gehen würde oder zumindest dachte ich das, denn die Reporterin wartete natürlich nur darauf, dass die Rückführung mit ihrer Mitarbeiterin nicht gelingen würde, um entsprechend darüber zu berichten. Ich habe diese Frau damals schließlich gegen ihren Willen hypnotisiert, mit einem Trick, aber nur, weil ich Angst hatte, dass der Artikel dieser Reporterin mir sonst massiv geschadet hätte. Nach dieser Rückführung war ich emotional jedoch so erledigt, dass ich ein paar Tage lang nur hätte heulen können und die Probandin selbst musste das Gefühl gehabt haben, von mir geistig vergewaltigt worden zu sein. Außerdem war sie nicht in der Lage gewesen, von dem was sie aus einem ihrer früheren Leben schließlich erfuhr zu profitieren und genaugenommen war es letztendlich bei dieser Arbeit nur noch um meinen guten Ruf gegangen. Ich berichte sehr ausführlich über dieses Erlebnis in meinem Buch »Erzählende Seelen«.

Seither bin ich jedenfalls, was die Medien angeht, sehr vorsichtig geworden. 2012 nahm eine Produktionsfirma die für das Privatfernsehen produziert dann Kontakt mit mir auf. Man wollte, dass ich mit einer Frau die eine eigene TV-Show hat eine Rückführung für ihre Sendung machte. Natürlich ist so ein Angebot immer gut für den eigenen Bekanntheitsgrad. Zwar habe ich schon seit ein paar Jahren mehr Anfragen für Rückführungen als ich mache, aber hinsichtlich meiner Popularität als Autorin wäre eine seriöse TV-Rückführung mit einer sachlichen Berichterstattung sicherlich gut gewesen. Allerdings legte man von vorne herein Wert darauf, dass diese Frau während ihrer Rückführung in ein früheres Leben gelangen müsste, wo sie eine Berühmtheit gewesen wäre. Ich erklärte, dass dies so nicht möglich sei, weil ich auf diese Dinge keinen Einfluss habe. Die meisten von uns waren nun mal immer „nur“ „normale“ Bürger. Außerdem lege ich bei meiner Arbeit mehr Wert auf psychotherapeutische Zusammenhänge und Aspekte, wodurch der Klient im Anschluss an die Rückführung zu einer Erkenntnis erlangt, die seine Lebensqualität erhöht und das heutige Leben für ihn einfacher macht. Daraufhin zog man es dann vor, sich jemand anderen zu suchen, der die Action-Rückführung mit dieser Frau machte. Manchmal ist es schwer zu seiner Überzeugung zu stehen und in diesem Falle war es das sicherlich. Im Nachhinein bin ich jedoch sehr froh, dass ich diese Rückführung nicht gemacht habe. Seit Jahren bemühe ich mich darum, dass der schlechte Ruf den Rückführungen teilweise genießen besser wird und diese Rückführung die dann im Fernsehen ausgestrahlt wurde hat mit Sicherheit nicht dazu beigetragen.

Wir können uns nämlich alle sehr gut und sehr einfach auch selbst hypnotisieren. Man nennt dies Alltagstrance; die Gedanken driften ab und wir Tagträumen. Wir brauchen das um geistig gesund zu bleiben, denn meist träumen wir dabei von schönen Dingen die wir uns wünschen. Eine Person die depressiv ist hat zum Beispiel die Fähigkeit verloren, sich in angenehmen und schönen Tagträumen zu verlieren. Wenn, dann begibt sie sich eher in eine negative Spirale, wobei die Gedanken immer hoffnungsloser werden. Nun gibt es Menschen, die wünschen eine Rückführung und behaupten eigentlich schon genau zu wissen, was sie dabei erwartet. Entweder sie sind überzeugt in einem früheren Leben eine Berühmtheit gewesen zu sein, meist können sie diese auch benennen: Napoleon Bonaparte, Marylin Monroe, Elvis Presley, Hildegart von Bingen — um nur einige zu nennen. Oder aber sie sind bspw. überzeugt „normalerweise“ auf einem anderen Planeten, meist einem mit dem Namen Sirius, zu inkarnieren. Diese Menschen blocken die Tranceinduktion ihres Rückführungsbegleiters dann auch ganz bewusst ab. Sie lassen sich nicht auf die Suggestionen der Trance ein, ähnlich wenn jemand Ihnen etwas erzählt, dass Sie genaugenommen gar nicht hören wollen. Diese Menschen wollen gar nicht durch ihren Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeuten) in Trance versetzt werden, dies tun sie selbst. Sie wünschen die Rückführung nur, um — wie sie meinen — dadurch eine Bestätigung oder einen Beweis zu erhalten, dass ihre Vermutungen richtig waren. Der Rückführungsbegleiter (oder Reinkarnationstherapeuten) wird dann später auch gerne als Zeuge benannt. Dabei handelt es sich auch immer um Menschen, die in diesem Leben wenig oder gar keine Anerkennung erfahren und schwere Kontakt- und Anpassungsschwierigkeiten haben. Ich sitze allerdings während der Rückführung sehr nah bei meinen Klienten, quasi in deren Aura, und bekomme mit, ob eine Trance Wirkung zeigt. Natürlich ist es Selbstbetrug, was diese Menschen machen und sie sind sogar bereit dafür auch noch Geld zu bezahlen. Sie gleiten scheinbar wie von selbst hinüber in ein früheres Leben, oftmals schon vor dem Ende der eigentlichen Tranceinduktion und erzählen dann genau das, was sie auch schon im Vorgespräch erwähnten. Doch obwohl sie die Augen geschlossen haben, wirken sie wach und Bemerkungen wie „Hab‘ ich doch gewusst, dass ich im letzten Leben Marylin Monroe war“ oder „Wusste ich doch, dass ich von Sirius stamme“ sind ebenfalls normal. Solche Bemerkungen kommen aber eindeutig immer aus der linken Gehirnhälfte, also aus dem Teil wo das Bewusste-Ich oder der Verstand zu Hause sind (— oder wo man ihn zumindest vermuten würde.) Zwar ist es durchaus normal, dass sich auch der Verstand während einer Rückführung mal zu Wort meldet, selbst bei den Rückführungsbegleitern, die ihren Klienten suggerieren, dass der Verstand zu schlafen oder draußen zu bleiben hat, aber befindet sich der Klient tatsächlich in Trace, sind diese Kommentare nicht so lebendig und es handelt sich dabei auch immer um Zweifel und Einwände, niemals um Bestätigungen! Was diese Menschen machen, ist sich selbst zu hypnotisieren. Wie schon erwähnt, nennt man das eine Alltagstrance. Dieser Zustand ist zwar nur minimal hypnotisch (wir alle sind in diesem Zustand wahrscheinlich sogar schon Auto gefahren) aber er reicht natürlich vollkommen, um in den eigenen Tagträumen zu versinken die dann als Bericht aus einem früheren Leben wiedergegeben werden. Dies nennt man eine Pseudo-Rückführung.

Nach der Rückführung mit dieser Zeitungs-Probandin habe ich mir jedoch geschworen, nie wieder jemanden gegen seinen Willen zu hypnotisieren. Wozu auch? Abgesehen davon, dass dies zumindest für mich psychisch und physisch eine unglaubliche Anstrengung bedeutet. Ich sehe auch nicht den Sinn darin mit jemandem der sich lieber selbst hypnotisiert eine Konfrontation einzugehen und ihn dann gegen seinen Willen doch „richtig“ zu hypnotisieren. Deshalb lehne ich Rückführungen mit Personen die mir im Vorfeld erzählen, dass sie eigentlich schon ganz genau wissen in welches frühere Leben sie zurückkehren und sie auch wissen wer sie dort waren und was sie dort taten ab.

Dies sind harte Worte, aber Fakt ist, dass es Menschen gibt, die andere Menschen krank machen können. Sie sind so genannte Energiesauger und jeder von uns kennt bestimmt eine solche Person — selbst die Energiesauer, denn irgendwo gibt es immer jemanden der noch schlimmer ist, als sie selbst. Sie sind egoistisch, eigennützig, extrem materialistisch, gerne theatralisch, stehen deshalb auch gerne im Mittelpunkt, geben immer anderen die Schuld für ihr eigenes Versagen und wenn man sie mal um Hilfe oder einen Gefallen bittet, sind sie prinzipiell nicht zu Hause oder sie fordern ihren Einsatz doppelt und dreifach zurück, denn umsonst ist nur der Tod. Sie haben an fast allem etwas auszusetzen, nur sie selbst sind perfekt, sie sind durch und durch rücksichtslos und sehr, sehr unreflektiert, obwohl sie sich selbst durchaus als großzügig und einfühlsam erleben. Nun will ich damit auch nicht sagen, dass Energiesauger prinzipiell nur Pseudo-Rückführungen erleben, aber die Klienten, die ich bislang hatte und bei denen die Sitzung sich als Pseudo-Rückführung herausstellte, entpuppen sich selbst auch alle als „Energiesauger“! Dies ist allerdings lange her und zum Glück waren es auch nicht sehr viele Personen. Ein weiteres Glück ist wohl auch, dass diese Menschen sich in der Regel eh nicht für Reinkarnation usw. interessieren, denn dafür sind sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Wovon ich jedoch absolut überzeugt bin ist, dass solche Menschen andere Menschen, die zu ihnen regelmäßig Kontakt haben, wirklich krank machen können, körperlich, wie seelisch. Allerdings gibt es ein gutes Heilmittel; man muss sich nur von solchen Personen fernhalten!

Wichtig: Natürlich passiert es hin und wieder auch, dass jemand tatsächlich etwas aus einem früheren Leben träumt. Intuitiv weiß man dann auch, dass dies nicht bloß ein normaler Traum gewesen ist. Oder aber man verreist an einen Ort an dem man noch nie zuvor war, bspw. im Urlaub, und plötzlich hat man das Gefühl, dass einem alles irgendwie sehr vertraut vorkommt. Auch dies sind Gründe, warum Menschen oftmals eine Rückführung wünschen; sie wollen herausfinden, was hinter ihrem Traum (oder hinter ihren Träumen) oder dem Déjà-vu-Erlebnis steckt. Und dies sind auch sicherlich gute Gründe für eine Rückführung, denn ich glaube nicht an Zufälle und wenn jemand so etwas erlebt, sagt mir dies immer, dass die Seele der betreffenden Person einen Weg zur Kommunikation sucht und sie ihrem „Wirt“ etwas mitteilen will. Außerdem erhalten die betreffenden Personen, die etwas aus einem früheren Leben träumen, meist nur Fragmente ohne detaillierte Angaben dazu, wer genau sie waren und diese Menschen sind darüber im Nachhinein auch eher verwirrt und wirken überhaupt nicht selbstgefällig.

Fazit: Und wahrscheinlich sind auch Marilyn, Elvis und Co. mittlerweile wieder irgendwo inkarniert, aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich überhaupt für Rückführungen interessieren? Wenn ich mich als Reinkarnationstherapeut oder auch als Rückführungsbegleiter dennoch auf eine Pseudo-Rückführung einlasse, trage ich damit nur dazu bei, dass diese Menschen dadurch den Bezug zur Realität noch stärker verlieren, besonders Menschen die überzeugt davon sind, auf dem falschen Planeten inkarniert zu sein und das als Grund für ihre vielen Probleme benennen! Wobei ich jedoch auch überzeugt davon bin, dass nur sehr wenige und wirklich erfahrene Reinkarnationstherapeuten überhaupt in der Lage sind, zwischen einer selbst herbeigeführten (Alltags)Trance und der fremdinitiierten zu unterscheiden.

Ich unterscheide mittlerweile drei Arten von Pseudo-Rückführungen:
– Der Klient erlebt sich als eine historisch bedeutsame Persönlichkeit
– Der Klient erlebt sich als Außerirdischer
– Der Klient behauptet im heutigen Leben ein Walk-in zu sein

– Der Klient erlebt sich als eine historisch bedeutsame Persönlichkeit:
Einige Menschen brauchen sehr viel Selbstbestätigung, nicht selten fühlen sie sich auch vernachlässigt und bekommen nicht genug Anerkennung.
Wenn solche Menschen zu einer Rückführung kommen, dann zeigt sich oft ein früheres Leben, dass sie als Könige oder andere wichtige und bedeutende Persönlichkeit mit Geld, Macht, Talent und Einfluss führten. Oftmals steht dabei auch das, was diese Menschen im heutigen Leben gerne sein würden in Zusammenhang mit dem, was sie in einem früheren Leben angeblich waren. Viele Esoterikerinnen zum Beispiel, die sich als Heilerinnen bezeichnen sind der Überzeugung früher als Hildegart von Bingen gelebt zu haben und ich kenne ehrlich gesagt auch keine Esoterikerin die nicht davon überzeugt wäre, einmal eine Hexe gewesen und als solche verbrannt oder ertränkt worden zu sein.
Angesichts der Tatsache allerdings, dass noch bis ins 18 Jahrhundert, alleine in Europa, Frauen als Hexen ermordet wurden und es auch heute noch Länder gibt, zum Beispiel in Afrika, wo Frauen als Hexen verfolgt und hingerichtet werden, sind so über die Jahrhunderte mehrere hunderttausend Frauen hingerichtet worden. Die Wahrscheinlichkeit also, dass jemand der heutzutage inkarniert ist in einem früheren Leben tatsächlich einmal als Hexe hingerichtet wurde, gemessen an der wesentlich geringeren Population früherer Zeiten, ist also durchaus realistisch. Genauso realistisch allerdings wie, dass viele von uns in früheren Inkarnationen einmal in einer Burg waren oder sogar dort lebten — wenn auch eher als Bedienstete und nicht als Könige.

Bei einer Rückführung wobei der Klient sich nicht selbst in den Zustand der Alltagstrance begibt, sondern der Tranceinduktion seines Rückführungsbegleiters folgt, ist es zudem auch fast immer so, dass der Klient sich wieder in seinen Körper aus dem früheren Leben hineinversetzt fühlt. Handelt es sich hingegen um eine Pseudo-Rückführung redet der Klient zwar ebenfalls in der Ich-Form von sich selbst, aber so, als wenn er sein Ich dabei nur betrachten würde. Er fühlt sich dabei nicht in den (vermeintlichen) Körper zurückversetzt.

Aber natürlich haben auch historisch bedeutsame Persönlichkeiten zu ihren Lebzeiten Freunde gehabt und Kontakte zu anderen Menschen gepflegt. Einmal machte ich eine Rückführung mit einem Mann der in seiner letzten Inkarnation Buchmacher in Chicago gewesen war. Unter anderem wusch er auch das Geld der Mafia. Dabei hatte er, wie er sagte, einmal die große Ehre sein Vorbild Al Capone von weitem zu beobachten, wie dieser umgeben von Leibwächtern aus einem Wagen stieg und eine Straße überquerte, um eine Lagerhalle zu betreten. Dies war allerdings seine einzige und zugleich letzte Begegnung mit Al Capone, denn kurz darauf endete seine Arbeit für die Mafia tödlich für ihn und er starb an einer Überdosis Blei. Die Begegnung mit Al Capone war für die eigentliche Rückführung auch nur in so weit relevant, als dass mein Klient im früheren Leben ein Faible für die Mafia hatte. Daraus leitete sich aber der Bezug zu seinem heutigen Leben ab, denn heute hat er das was ihm damals fehlte; einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und deshalb ist er heute auch Rechtsanwalt, statt Gangster geworden.

In einem weiteren Fall erlebte sich die Teilnehmerin in einem meiner spirituellen Workshops, während einer Gruppenrückführung, im Körper eines Schweizer Arztes. Die Gruppenrückführung fand unter folgendem Motto statt: Rückführung in ein Heiler oder Helfer Leben. Jedenfalls machte dieser Arzt eine weitreichende Erfindung/Entdeckung in Bezug auf Hygiene und Sterilität. Der Name und die historischen Fakten dieses Arztes waren leicht zu recherchieren, auch wenn es sich bei ihm um keine wirkliche Berühmtheit handelte. Aber es war doch jemand gewesen, dessen Leben und Wirken die menschliche Entwicklung und somit auch die Gesichtsschreiber beeinflusst hatte. Allerdings hatte diese Workshop-Teilnehmerin sich im Vorfeld nicht schon entsprechend geäußert und behauptet, sie sei in einem früheren Leben ein bekannter Mediziner gewesen, etc. Im Gegenteil. Entsprechend überrascht und skeptisch, aber auch ein wenig stolz war sie jedoch im Anschluss an das Erlebte. Auch für mich war dies eine sehr glaubhafte Begebenheit und sicherlich keine selbstherbeigeführte Pseudo-Rückführung.

Erzählt jemand jedoch schon vorher, er wäre einmal ein berühmter Arzt oder ähnliches gewesen, oder er sei die Wiedergeburt von Da Vinci, etc. dann ist dem wohl eher nicht so. Im Internet finden sich bspw. mehrere hundert Aussagen von Frauen, die behaupten Marilyn Monroe gewesen zu sein — und das nur auf deutschsprachigen Seiten. Und wer sagt überhaupt, dass Marilyn in diesem Leben wieder eine Frau ist?! Oft behaupten diese Personen ihre Bedeutsamkeit im Vorleben wäre ihnen durch ein Medium oder eine andere hellsichtige Person ebenfalls bestätigt worden. Dazu sei angemerkt, dass manche Menschen gegen Bezahlung einfach alles sagen. Vor allen Dingen das, was jemand dem man das Geld aus der Tasche ziehen möchte hören will. Und nicht selten geschieht es auch, dass jemand erst durch einen solchen Betrüger (oder eine geistig verwirrte Person, die nur selbst davon überzeugt ist hellsichtige Fähigkeiten zu besitzen) zu der Überzeugung gelangt, in einem früheren Leben jemand berühmtes gewesen zu sein. Natürlich sagt dass dann auch wieder etwas über das Wesen dieser Person aus, wenn sie so etwas Glauben schenkt.

Ein weiteres großes Problem entsteht nämlich auch durch die „Prophezeiungen“ sogenannter hellsichtiger Menschen, die ohne darüber nachzudenken und unaufgefordert, also ohne Auftrag, ihren Klienten Einzelheiten aus deren früheren Leben erzählen oder behaupten, der Klient beherberge eine Hybrid-Seele. Für mich sind solche Personen vor allem eines: Wichtigtuer, deren Fähigkeiten ich zudem auch sehr stark anzweifele. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen die tatsächlich über sehr *ausgeprägte hellseherische Fähigkeiten, etc. verfügen nämlich eines nicht tun: Sie gehen mit ihrer Gabe nicht hausieren! So hatte ich schon mehrfach Klienten die während einer Reiki-Behandlung von ihrem Reiki-Praktiker gesagt bekamen, er hätte dabei Bilder aus dem Leben seines Klienten empfangen. Nicht, dass ich so etwas nicht für möglich halte. Ich sitze, wie gesagt, während der Rückführung sehr dicht beim Klient und bekomme ebenfalls einiges von dem mit, was mein Klient gerade erlebt. Aber deshalb bin ich noch lange nicht hellsichtig und ich würde vor allen Dingen meinem Klient auch niemals meine Wahrnehmungen mitteilen, zumindest nicht solange er sich nicht selbst genauso dazu äußert und selbst dann behalte ich in der Regel meinen Senf noch für mich! Alles was ich während der Arbeit wahrnehme sind nämlich in erster Linie meine Wahrnehmungen und die müssen auch nicht unbedingt stimmen, selbst wenn sie nur zu 5% ungenau sind, würde ich mit einer Äußerung die ganz Rückführung schon massiv verfälschen! Ich erlebe dass immer wieder bei Klienten die unaufgefordert etwas über ihre „angeblichen“ früheren Inkarnationen gesagt bekamen.
(*Dennoch denke ich auch, dass wir alle hellseherische Fähigkeiten haben. Die meisten verschließen jedoch komplett die Augen davor und selbst wenn man bereit dazu ist, sich damit auseinanderzusetzen, heißt das noch lange nicht, dass diese Fähigkeit wirklich so stark ausgebildet ist, dass sie immer oder überall funktioniert. Zudem wird das was wir dabei empfangen immer sofort von Logik durchtränkt und das verfälscht letztendlich wieder das was wir empfangen. Ich glaube ein wirklich guter Hellseher oder ein wirklich gutes Medium zeichnet sich also in erster Linie dadurch aus, dass er oder sie die eigene Logik draußen und damit auch die eigenen Schubladen wirklich zu lassen kann.)

Fallstudie: Eine Heilpraktikerin hatte ihrer Klientin nach einer Massagebehandlung gesagt, sie habe dabei Bilder aus einem früheren Leben der Klientin empfangen. Dabei handelte es sich um Bilder, wie die Klientin am Boden festgebunden gewesen wäre und Krähen ihr bei lebendigem Leibe die Augen gepickt hätten. Diese Heilpraktikerin hatte gleichzeitig behauptet, dieses Erlebnis trage auch Schuld daran, dass ihre Klientin heute unter Durchschlafstörungen leide. Schon die Zusammenhänge waren meiner Meinung nach ein wenig weit hergeholt. (Hätte die Klientin eine Sehstörung oder chronische Bindehautentzündung gehabt, OK —aber Schlafstörungen?) Jedenfalls hatte diese Heilpraktikerin, die angeblich auch regelmäßig mit Engeln kommunizierte und so auch an diese Information gekommen war, ihrer Klientin daraufhin eine Bekannte empfohlen, die Rückführungen anbot. Sie hatte ihrer Klientin auch dringend zu einer Rückführung geraten, um das „schlechte Karma“, welches mit diesem Erlebnis noch zusammenhängen würde aufzulösen. Entsprechend beunruhigt ging die Frau dann tatsächlich zu dieser Rückführungsbegleiterin, doch die Rückführung dort funktionierte nicht.

Schließlich kam sie zu mir. Als erstes sprachen wir jedoch eingehend über das was man dieser Frau dummerweise erzählt hatte. Ich sagte ihr dazu, dass ein Grund warum unsere Seelen inkarnieren wohl der ist, dass sie Erfahrungen sammeln müssen — gute wie schlechte und dazu gehört nun mal auch, dass wir alle irgendwann einmal etwas sehr schlimmes erleben müssen. So gesehen hätte diese Heilpraktikerin also durchaus Recht haben können und die Möglichkeit, dass diese Frau tatsächlich einmal in einem früheren Leben etwas sehr schlimmes erlebt hatte, war relativ groß. Aber ob dieser noch in einem Bezug zu ihren heutigen Schlafproblemen stehen würde, musste auch nicht zwingend so sein.

Während dieses Vorgespräches wurde vor allen Dingen nämlich auch deutlich, dass diese Frau unter einer Depression, bedingt durch eine massive Kränkung litt. Sie war erst vor kurzem geschieden worden und die Scheidung war für sie sehr schmerzhaft gewesen. Zudem hatte sie bedingt durch die Scheidung aus dem gemeinsamen Haus ausziehen müssen und wohnte nun in einer Wohnung die ihr fremd vorkam. Auch die Schlafstörung hatte angefangen, als sie in die Wohnung zog, denn dadurch war ihr klar geworden, dass keine Hoffnung mehr bestand, dass ihr Mann doch noch einlenken und bei ihr bleiben würde. Entsprechend formulierten wir auch das Anliegen dieser Frau: Herauszufinden ob es einen Zusammenhang zwischen ihrer Schlafstörung und einem früheren Leben gab und herausfinden, ob die Behauptung der Heilpraktikerin stimme.

Die Frau kam dann in ein früheres Leben in dem sie an Altersschwäche starb. Allerdings gab dieses Leben Aufschluss über die „karmische“ Beziehung zu ihrem Exmann, denn in diesem früheren Leben war er von ihr verlassen worden. Damals war allerdings sie der Mann und er die Frau gewesen und hatte sich nach dem Weggang des Partners das Leben genommen. Im Anschluss baten wir das Geistwesen dieser Frau, welches sie als ihren Schutzengel identifizierte, um Auskunft über eine Inkarnation, so wie es die Heilpraktikerin beschrieben hatte. Eine solche Inkarnation existierte nicht. Weil meine Klientin sich vorab aber auch dahingehend geäußert hatte, dass wenn sie noch nie ein grausames Schicksal ereilt hätte, ihr dieses womöglich noch bevorstünde — vielleicht sogar in diesem Leben, befragten wir ihren Schutzengel auch danach. Es gab jedoch schon mehrere solcher Inkarnationen, in denen die Frau auch eines gewaltvollen oder grausamen Todes gestorben war (was zu mittelalterlichen Zeiten auch gar nicht so unüblich war, denn damals führte schon eine Blinddarmentzündung zum qualvollen Tod) und somit war die Klientin beruhigt, dass ihr dies nun nicht bevorstehen würde.

Nach der Rückführung war meine Klientin darüber auch sehr erleichtert und konnte nun auch besser verstehen, warum ihr Mann sie verlassen hatte. Ein Grund, warum er sich in diesem früheren Leben nach ihrem Weggang umgebracht hatte war, dass er (oder besser gesagt sie) damals schwanger gewesen war. Im heutigen Leben hatte meine Klientin immer vergeblich versucht schwanger zu werden. Letztendlich hatte ihr Mann eine andere Frau kennengelernt und als diese dann schwanger geworden war, hatte er die Scheidung eingereicht.

Hinsichtlich der Durchschlafstörung, bei der auch das pflanzliche Schlafmittel nicht half, dass diese Heilpraktikerin verschrieben hatte, riet ich der Frau abends vor dem zu Bett gehen noch mindestens 30 Minuten spazieren zu gehen und auf das Glas Rotwein zu verzichten! Rotwein enthält Tannin. Dies fördert zwar durchaus das Einschlafen, sorgt aber gerade bei Frauen ab einem Alter von ca. 30-35 Jahren und älter dafür, dass sie nicht mehr durchschlafen und mitten in der Nacht plötzlich wach werden. In Bezug auf die Depression war diese auf die Kränkung durch das Verlassen werden zurückzuführen. In solchen Fällen hilft die Zeit, ähnlich wie bei der Trauerphase, wo jemand auch in eine Depression versinken kann, weil er einen geliebten Menschen verloren hat, wenn auch durch den Tod. Ich riet der Frau aber auch, hinsichtlich ihrer Gemütsverfassung ggf. mal über eine kurze Gesprächstherapie nachzudenken, zumal die Frau auch keine wirklich gute Freundin hatte und sich sehr alleine fühlte. Sie hatte ja bislang immer nur für ihren Ehemann gelebt.

Auf einer dieser besagten Esoterik-Messen sprach mich einmal ein Mann an der Natur-Edelsteine und Quarzsteine verkaufte. Ich war alleine gekommen, weil ich auf dieser Messe auch nur meinen Vortrag halten wollte. Allerdings war ich ein wenig früh dran und deshalb lief ich einmal kurz an den Messe-Ständen vorbei. Es war auch nicht viel los und so sprach dieser Mann mich an. Er wollte mir einen kleinen weißen Kieselstein schenken und behauptete, dieser würde mir helfen doch noch einen Partner fürs Leben zu finden. Amüsiert fragte ich ihn, woher er den überhaupt wisse, dass ich Single sei. (Mein Lebensgefährte und ich sind nicht verheiratet und wahrscheinlich war dem Mann bloß aufgefallen, dass ich keinen Ehering trug.) Er könne es in meiner Aura sehen, antwortet der Mann geheimnisvoll und lud mich ein, seinen Stand zu betreten. Er meinte, er könne mir einen Sonderpreis für ein Aura-Reading machen und danach wüsste er dann auch genau welche Steine ich benötigte, um endlich glücklich zu werden! Ein guter Menschenkenner war dieser Mann jedenfalls nicht, denn ansonsten wäre ihm mein spöttischer Gesichtsausdruck aufgefallen. Aber so machte er weiter und flüsterte, er könnte eine große Einsamkeit und Leere in mir entdecken. Ich nahm daraufhin die Hand des Mannes und im ersten Moment dachte er wohl, ich würde sie aus Ergriffenheit und Ehrfurcht nehmen. Dann drückte ich ihm den Kieselstein in die Hand und sagte, dass ich einen Garten voll davon hätte und wenn ich wirklich glauben würde, dass ein Kieselstein auch Wünsche erfüllen könnte, dann könnte ich mir den auch dort holen — ohne mir dabei dummes Zeug anhören zu müssen. Damit ließ ich den Mann stehen, der mir noch hinterher rief, dass es kein Wunder wäre, dass ich keinen Mann finden würde. Wäre ich nun jedoch eine zutiefst verzweifelte und einsame Person gewesen (wie zum Beispiel diese Klientin, die von ihrem Mann verlassen wurde), hätte dieser Betrüger sicherlich gute Chancen gehabt mir mein Geld aus der Tasche zu ziehen und leider ist es nun mal so, dass solche Messen überwiegend Menschen anziehen die verzweifelt und unglücklich sind.

– Der Klient erlebt sich als Außerirdischer:
Ab und zu kommt es vor, dass ein Klient eine Rückführung mit dem Anliegen wünscht herauszufinden, ob er eine sogenannte Hybrid-Seele beherbergt. Natürlich frage ich dann immer nach dem Grund und wie der Klient überhaupt auf so etwas kommt. Sagt er mir dann dies sei ihm, so wie beschrieben, „prophezeit“ worden oder er habe darüber gelesen und seitdem beschäftige ihn das Thema, habe ich gegen eine Rückführung auch nichts einzuwenden, denn es geht dabei vor allen Dingen auch darum Zweifel zu zerstreuen und für Klarheit zu sorgen — egal, wie diese Klarheit aussehen mag. Allerdings sollte sich das Anliegen für die Rückführung nicht ausschließlich auf dieses Thema beschränken. Wenn der Klient keine solche Hybrid-Seele besitzt, wäre die Rückführung sonst ziemlich schnell wieder beendet oder es kann durchaus sein, dass die Seele des Klient zwar vor langer Zeit tatsächlich auf anderen Planteten inkarnierte, diese Epoche jedoch nicht mehr relevant ist für die jetzige Inkarnation. Dann können wir uns diese Epoche zwar immer noch einmal ansehen, und sicherlich ist es auch immer noch ein interessantes Unterfangen, aber im Fokus einer Rückführung sollten dennoch immer frühere Leben stehen, die noch einen deutlichen Bezug zum heutigen Leben haben. Dies ist auch der Unterschied zwischen Erlebnisrückführung und Reinkarnationstherapie und wie schon eingangs erwähnt, überlasse ich die Erlebnisarbeit lieber anderen.

Erzählt mir eine Person jedoch schon im Vorfeld, also während des Telefonats das ich immer vorab führe und bevor ich einen Termin vergebe, dass er absolut überzeugt davon ist eine Hybrid-Seele oder ein Außerirdischer zu sein, weil dies für ihn die einzig mögliche Erklärung für alle seine Schwierigkeiten und Probleme ist, dann lehne ich die Rückführung ab. Natürlich wird auch diese Person jemanden finden, der gerne bereit ist mit ihm diese „Rückführung“ zu machen, auch wenn die Person dadurch wahrscheinlich nur noch mehr in ihrer Unangepasstheit bestärkt wird.

Während der Teilnahme an einem sogenannten Wochenendseminar in Rückführungsbegleitung behauptete eine der Teilnehmerinnen schon während der Vorstellungsrunde, sie stamme von Sirius. Das Mädchen war extrem übergewichtig und sagte, dies hinge mit der enormen Schwerkraft der Erde zusammen. Diese ließe sie so dick werden ohne dass sie etwas dagegen tun könne. Auf ihrem Heimatplaneten sei die Schwerkraft wesentlich geringer und zudem gäbe es dort fast ausschließlich nur Wasser und sie sei in Wahrheit ein delfinähnliches Wesen. Ihre extremen Stimmungsschwankungen führte sie auf ihr Heimweh nach Sirius zurück und sie war überzeugt davon, dass bei dieser Inkarnation etwas gewaltig schief gegangen sein musste, denn freiwillig wäre sie niemals auf einem so scheußlichen Planeten wie der Erde inkarniert. Was diese junge Frau da über Sirius erzählte entsprach genau dem, was darüber auch sehr oft in Internetforen berichtet wird. Ein weiteres Indiz dafür, dass jemand nur seine Tagträume oder Utopien zum Besten gibt. Bleibt vielleicht noch zu sagen, dass diese junge Frau psychisch auch gar nicht dazu in der Lage gewesen wäre, jemals selbst als Rückführungsbegleiterin zu arbeiten und deshalb finde ich ja auch, dass die Anbieter solcher Seminare ihre Teilnehmer vorher besser überprüfen sollten. Aber in diesem Falle war auch die Leiterin dieses Seminars ganz und gar nicht dazu geeignet, noch in der Lage, ein solchen Seminar durchzuführen und das ganze war eher ein Fiasko.

Ich glaube allerdings sehr wohl daran, dass sich auch auf anderen Planeten Leben entwickelte und dass diese Lebensformen eine Seele besitzen. Auch gibt es genügend logische Gründe dafür, warum einige dieser Seelen nun hier auf der Erde inkarnieren. Deshalb bin ich auch überzeugt, dass es sich nicht bei jeder Rückführung, bei der ein Klient von Erfahrungen auf einem anderen Planeten oder einer anderen Welt berichtet, um eine Pseudo-Rückführung handelt. Selbst dann nicht, wenn er vormals auf Sirius inkarnierte! Es gibt allerdings prägnante Merkmale, woran man eine solche Pseudo-Rückführung sehr einfach erkennen kann:
Erstens sind die Berichte von Sirius (oder anderen Planeten) die bloß erfunden wurden meist sehr phantasielos oder entsprechen fast genau den a-typischen Beschreibungen die man dazu im Internet findet. Zweitens haben alle diese Menschen eines gemeinsam: Sie sind unfähig sich anzupassen und kommen mit ihrer Umwelt nur schwer oder gar nicht zu recht, was sie darauf zurückführen, dass sie sich auf der Erde nicht zu Hause fühlen. Sie kommen in der Regel auch nicht mit ihrem eigenen Körper zurecht und haben keinen Bezug zu diesem — ihr eigener Körper ist ihnen fremd. Dies wiederum ist auch ein Symptom für eine schizophrene Störung, wobei natürlich ein Symptom noch keine Krankheit macht! Kommen dann aber auch noch akustische oder optische Halluzinationen hinzu, würde eine Rückführung die Person nur weiter in ihren Wahn treiben. Im folgenden Abschnitt über Walk-ins berichte ich darüber ausführlicher. Viele dieser Menschen, die fest davon überzeugt sind nicht auf die Erde zu gehören, sind zudem ausgesprochene Egoisten. Sie suchen die Schuld für ihre eigene Misere prinzipiell nur bei anderen, niemals jedoch bei sich selbst und leiden oft unter Lustlosigkeit oder Depression. Für sie ist die Wunschvorstellung von einem anderen Planeten zu kommen, die perfekte Erklärung dafür, dass sie sich als Außenseiter fühlen. Da ihnen jedoch niemals in den Sinn kommen könnte, den Grund für ihre Anpassungsschwierigkeiten und Probleme bei sich selbst zu suchen, hat es auch wenig Zweck diesen Menschen zu sagen, wenn man sie durchschaut hat oder es darauf anzulegen, sie gegen ihren Willen zu hypnotisieren, sodass sie nicht ihren eigenen Phantasien nachhängen können. Dies kommt zudem immer einem Machtkampf gleich.

Die meisten von diesen Menschen bräuchten wohl dringend eine Therapie, aber die beste Therapie bringt nichts, wenn der Klient nicht bereit ist mitzuarbeiten und das tut er erst, wenn er sich selbst als Teil des Problems erkennt und davon sind diese Menschen ungefähr so weit entfernt, wie der Planet Sirius von der Erde!

Es gibt einige wenige Ausnahmen, in denen Klienten während ihrer Rückführung tatsächlich von sehr glaubwürdigen Erlebnissen auf fremden Planeten erzählen. Diese Erlebnisse sind allerdings immer sehr, sehr anstrengend, denn während einer Rückführung nimmt man sich normalerweise auch immer in seinem damaligen Körper wahr — selbst wenn es sich dabei um den Körper einer fremden Lebensform handelt. Auch dies ist ein weiteres Indiz dafür, das es sich um eine Pseudo-Rückführung handelt; der Klient nimmt sich nicht in seinem damaligen Körper wahr, sondern beschreibt alles nur aus der Sicht eines Betrachters. Ähnlich wenn man den Inhalt eines Spielfilmes wiedergibt. Anscheinend gibt es auf fremden Planeten aber teilweise sehr bizarre Lebensformen und auch die Planeten-Dichte, die Anzahl der Dimensionen oder die dort vorherrschenden Elemente (Feuer, Wasser, Luft, um nur ein paar der uns bekannten zu nennen), spielen dann eine Rolle. Alles zusammen wirkt sich extrem auf die Wahrnehmung und das Befinden des Klienten aus und nicht selten ist der Klient nach einem solchen Erlebnis völlig außer Atem und erschöpft, wie nach der Verrichtung einer sehr schweren, körperlichen Arbeit. Nach der Rückführung erlebt der Klient dann oft eine leichte Form von Perplexität und Verwirrtheit in Bezug auf das Erlebte, dass erstmal verarbeitet werden muss. Wohingegen Personen die sich selbst in Alltagstrance versetzen um dann ihre eigenen Phantastereien kund zu tun, danach eher einen selbstgefälligen und entspannten Eindruck machen. Lesen Sie hierzu bitte auch das Kapitel über Inkarnationen auf anderen Planeten oder anderen Welten.

– Der Klient behauptet im heutigen Leben ein Walk-in zu sein:
Ein Walk-in ist eine Seele die einen menschlichen Körper übernimmt, wenn die ursprüngliche Seele den Körper verlässt, obwohl dieser nicht verstorben ist.

Es gibt verschiedene Theorien hierzu. Eine besagt, dass manche Seelen sich im Laufe der Inkarnation überfordert fühlen und den menschlichen Körper noch vor dessen Tod aufgeben wollen. Da aber jeder Mensch eine Seele braucht oder zumindest ein Anrecht darauf hat, übernimmt in so einem Fall eine andere, meist erfahrene/alte Seele diesen Körper — der sogenannte Walk-in. Angeblich erkennt man Menschen die eine Walk-in Seele beherbergen daran, dass sich urplötzlich, sozusagen über Nacht, ihr Charakter, ihre Einstellung, ihr Gemüt und ihre Persönlichkeit um 180 Grad gewandelt/verändert haben — meist zum besseren/positiveren.

Einige Menschen krempeln ja tatsächlich quasi von heute auf morgen ihr ganzes Leben um und ändern auch ihre Ansichten und Gewohnheiten — meist zum Besseren. Aber dem geht in der Regel immer ein sehr einschneidendes (Schlüssel)Erlebnis oder eine Nahtoderfahrung voraus. Man vermutete jedoch ebenfalls, dass so ein Seelenaustausch nur dann überhaupt stattfinden kann, wenn sich die betreffende Person im Koma befindet oder während eines zeitweiligen Herzstillstand. In diesem Moment könnte die ursprüngliche Seele den Körper verlassen und dem Walk-in wäre es möglich, sich dieses Körpers zu bemächtigen.

Was gegen diese Theorie spricht ist das, was ich mit einigen meinen Klienten zusammen bei deren Rückführungen in den Bauch der Mutter erlebe. Es scheint für eine Seele nämlich gar nicht so einfach zu sein sich mit dem Fötus zu assimilieren und dies ist nur Stück für Stück und Schritt für Schritt möglich und hängt mit dem Wachstum des Fötus zusammen. Hier spielt Anpassung und Modellage eine große Rolle. Wie sollte es einer fremden Seele also möglich sein, sich eines Wirtes zu bemächtigen, wenn dieser gar nicht für ihn konfiguriert wurde? Die Befürworter dieser Theorie über die Walk-ins setzten dagegen, dass dies auch einer der Gründe ist, warum nur sehr alte und entsprechen erfahrene Seelen einen solchen Körper dann übernehmen.

In den letzten Jahren ist zudem immer mehr über diese sogenannten Walk-ins veröffentlicht worden, vor allen Dingen im Internet und so ist es natürlich auch kein Wunder dass immer mehr Menschen nun glauben, sie beherbergten eine dieser Walk-in Seelen. Zumeist sind es Personen die sich immer wieder vornehmen ihr Leben zu ändern und endlich in den Griff zu bekommen. Sie geben die Schuld für ihr Versagen ihrer schwachen Seele und reden sich dann ein, dass diese durch einen Walk-in ersetzt wurde — und sie nun alle Probleme lösen können. Die Zeit zeigt dann jedoch zumeist, dass dies nicht so ist. Auch hierbei handelt es sich fast immer um Personen die ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst und ihrer Körperwahrnehmung haben. Mag sein, dass es diese Walk-ins tatsächlich gibt. Ich habe bislang jedenfalls noch keine logische Schlussfolgerung gefunden die das Gegenteil belegen würde, dennoch gebe ich zu, ein wenig skeptisch zu sein. Außerdem trägt das Gerede über Walk-ins, mehr als alles andere, auch bloß dazu bei, dass viele ohnehin schon geistig verwirrte Menschen darin nur eine weitere Möglichkeit gefunden haben, noch tiefer in ihren Wahnvorstellungen zu versinken, wie auch die nun folgende Fallstudie belegt.

Fallstudie: Ich hatte einen Termin mit einer Frau für ihre Rückführung vereinbart. Telefonisch hatte sie mir als Anliegen mitgeteilt, ein Magier habe ihr erzählt, sie sei in früheren Leben immer wieder selbst mit Magie in Berührung gekommen. Leider sowohl mit guter, wie mit böser Magie und dies wäre auch der Grund, warum sie im heutigen Leben von ihren Mitmenschen gemieden würde. Sie wäre immer noch von einer dunklen Aura umgeben. Solche Anliegen höre ich leider regelmäßig. Diese Frau hatte einen Sprachfehler, als ich sie darauf ansprach sagte sie mir, dass sie geburtsbedingt gehörgeschädigt sei, was ihre undeutliche Aussprache erklärte. Die Frau wohnte in Süddeutschland und deshalb empfahl ich ihr zuerst, sich doch vor Ort einen Reinkarnationstherapeuten zu suchen. Ich finde es immer auch ein wenig unsinnig, wenn jemand eine so weite Reise „nur“ für eine Rückführung auf sich nimmt, zumal klar war, dass diese Frau nicht über sehr viel Geld verfügte und es bestimmt auch einige sehr gute Reinkarnationstherapeuten in Süddeutschland gibt. Ich empfehle den Leuten dann immer sich ggf. diese Seiten hier durchzulesen, vor allen Dingen das Kapitel: Die Qual der Wahl. Die Frau bestand jedoch darauf zu mir zu kommen und reiste daraufhin mit dem Zug an.

Wie immer holte ich auch diese Klientin am Bahnhof ab. Ich selbst hätte sie jedoch nicht erkannt, denn der einzige Fahrgast der aus dem Zug stieg war meinem Erachten nach ein Mann, der zudem einen ziemlich verwahrlosten Eindruck machte. Als die Person jedoch auf mein Auto zukam, wusste ich natürlich, dass es sich dabei um meine Klientin handeln musste. Zu Hause merkte ich dann sehr schnell, dass die Frau unter einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie litt. Geisteskrankheiten und Persönlichkeitsstörungen waren meine Fachgebiete während der Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung und als ich der Frau schließlich sagte, dass ich den Verdacht hätte, sie leide unter dieser Form von Schizophrenie, war sie zwar überrascht, weil ich dies so schnell herausgefunden hatte, aber sie leugnete es auch nicht und erklärte, genau dies sei früher die Diagnose der Psychiater gewesen. Mittlerweile habe man sie allerdings als schizophrenes Residuum klassifiziert, also im chronischen Stadium, nach akuten Episoden.

Sie erzählte mir, der wahre Grund für ihre Reise zu mir sei, dass sie mit meiner Hilfe zu dem Walk-in Kontakt aufnehmen wolle, der ihren Körper nun besetzt hätte. Sie hätte mein Buch »Erzählende Seelen« gelesen und wüsste, dass ich meinen Klienten die Kontaktaufnahme zu ihrer Seele ermöglichen könnte. Zwar könnte sie den Walk-in hören, wenn er zu ihr spräche, aber die böse Magie würde immer noch verhindern, dass er auch sie verstehen könnte. Sie sagte, sie sei von dieser schwarzen Magie umgeben und wunderte sich, dass ich diese nicht ebenfalls sehen konnte. Sie beschrieb sie mir jedoch als schwarze Schatten, die ihren Körper umgaben. Ich fragte sie natürlich, wie sie auf den Walk-in gekommen sei und sie erzählte mir von einer Gruppe hochspiritueller Personen die sie in ihren Zirkel aufgenommen hätten. Diese Personen hatten ihr nach einer Séance gesagt, sie sei nicht verrückt, sondern ihr Körper beherberge lediglich einen Walk-in, was auch die Stimmen in ihrem Kopf erklären würde. Dieser Walk-in sei ein höheres Wesen und zudem männlich, was auch ihre Vermännlichung erklären würde. Ich ersparte mir den Hinweis darauf, dass viele Patienten im schizophrenen Residuum verwahrlosen, zurückzuführen auf mangelnde Körperpflege und das betroffene Frauen auch dazu neigen zu vermännlichen.

Diese Frau war das was man austherapiert nennt und gegenüber ihren Betreuern und Ärzten war sie durchaus in der Lage, sich ihrem Zustand entsprechend „normal“ zu geben. Sie lebte zwar in einer Einrichtung, ihr Tun wurde jedoch nicht mehr wirklich kontrolliert und so war es auch niemanden aufgefallen, dass sie verreiste und die Frau gab auch zu ihre Medikamente nicht mehr zu nehmen, seit sie sich dieser Gruppe von Spiritisten angeschlossen hatte. Ich fragte sie nach dieser Gruppe und woher die Frau diese Leute kannte. Die Frau erzählte mir daraufhin, Mitglieder dieser Gruppe hätten sie auf einer sogenannten spirituellen Veranstaltung angesprochen. Mittlerweile habe man sie dort als Mitglied aufgenommen und ihr sogar eine Ermäßigung auf die Mitgliedsbeiträge gewährt, weil sie so hochspirituell sei und zudem diesen beeindruckenden Walk-in beherberge. Allerdings würde den Spiritisten die schwarze Magie immer noch Sorgen bereiten, von der sie umgeben sei und welche die Kommunikation zum Walk-in störe. Der Leiter der Spiritisten habe ihr dann gesagt, sie könnte sich bei ihm bestimmten Ritualen unterziehen, um diese schwarze Magie loszuwerden, wodurch sie mit der Zeit auch Zugang zu den magischen Kräften des Walk-ins erlagen würde. Es war auch der Leiter dieser Gruppe gewesen, welcher der Frau erzählt hatte, ihr Kontakt zu schwarzer Magie in früheren Leben habe dazu geführt, dass sie heute von diesen dunklen Schatten umgeben sei. Natürlich konnte er selbst diese Schatten ebenfalls sehen. Leider versuchte dieser „Magier“ nun schon seit geraumer Zeit sie durch diese Rituale, bei denen es sich um Séancen handelte, von den Schatten zu befreien — bisher jedoch vergebens. Da diese „Behandlungen“ für die Frau allerdings auch mit Kosten verbunden waren, hatte sie sich nach der Lektüre meines Buches dazu entschieden es mal bei mir zu versuchen.

Natürlich hatte ihr der vermeintliche Magier dringend davon abgeraten zu mir zu kommen und als ich der Frau dann mitteilte, dass ich auf Grund ihres Zustandes keine Rückführung mit ihr durchführen würde, wurde sie ausfallend und bekam einen Wutanfall. Genau das habe ihr der Magier prophezeit, schrie sie. Zu versuchen der Frau ins Gewissen zu reden, hätte nichts gebracht, denn niemals hätte sie eingesehen, dass dieser angebliche Magier und seine Gruppe sie nur benutzten, um ihr das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wohlwissentlich dass man mit diesem Tun dazu betrug, dass diese Frau auf eine neue, schwere Psychose zusteuerte. Die Frau glaubte endlich Menschen gefunden zu haben, die sie akzeptierten und die ihr Anerkennung schenkten, — dass man sie dort nur ausnützte konnte sie in ihrem Zustand gar nicht mehr realisieren. Ich verzichtete auf jegliches Honorar und fuhr die Frau wieder zurück zum Bahnhof. Dort sagte sie mir, dass sie mir absichtlich einen falschen Namen genannt habe, damit es mir nicht möglich sei die Einrichtung ausfindig zu machen, in der sie wohnte. Bei unserem Telefonat hatte sie mir damals auch gesagt, dass sie über keinen PC und auch über keinen Email-Account verfüge, weil sie sich für so etwas nicht interessiere. Zur Kontaktaufnahme hatte sie mir lediglich ihre Handy-Nummer gegeben.

♦ Voodoo und Hexerei

Viele Schamanen, sogenannte weiße (oder auch schwarze) Hexen oder Hexer, Reiki-Praktiker, Leute die mit Engeln reden, Hellseher, Medien und andere, mehr oder weniger seriöse Heiler und Magier, versuchen sich ebenfalls an Rückführungen (und auch am Familienstellen) und einige sehen die Leben ihrer Klienten dabei angeblich sogar in Glaskugeln! Sie versprechen hoffnungslosen Menschen Glück, Liebe und Reichtum — meist bringt der Preis, den diese Leute für ihre Dienste verlangen, den Klienten aber eher an den Bettelstab.

Sie versprechen desillusionierten Klienten, mit einer Rückführung (oder einer Aufstellung) sei die unterschwellige Beeinflussen des Ex-Partners möglich, sodass dieser zu ihnen zurückkäme. Oder man könne gewisse Personen dadurch so beeinflussen und manipulieren, dass sie künftig das tun würden, was der Klient will! Den Chef, damit er endlich eine fette Gehaltserhöhung rausrückt, nervige Nachbarn, unfreundliche Kollegen, usw.. Zum Glück verfügen wir alle über einen freien Willen und wer schon einmal bei einer Aufstellung dabei war und gesehen hat, wie sich ein Stellvertreter verhält der für eine Person aufgestellt wurde die nicht einer Meinung mit dem Aufsteller ist und mit diesem auch nichts zu tun haben will, versteht auch, dass es nicht so einfach ist, jemanden gegen seinen Willen zu beeinflussen!

Bei dem Versuch jedoch wird das klassische Auflösen von Problem und die Versöhnung mit anderen Seelen, die immer Teil einer guten Rückführung (oder Aufstellung) sein sollte, zu einer wirkungslosen und geschmacklosen Farce degradiert! Solche Personen suggerieren dem Klient bei siner Rückführung dann Dinge, die dessen Wunschvorstellungen entsprechen und begünstigen somit ganz bewusst eine Pseudo-Rückführung.

In der Regel ist es so, dass der Klient bei einer Versöhnung auf Seelenebene seine eigene Einstellung gegenüber der anderen Person ändert; Hass oder Schuldgefühle werden abgebaut, wodurch der Klient nach der Rückführung dieser Person wieder viel objektiver begegnen und sich bestenfalls aus der Verstrickung zu dieser Person selbst lösen kann. Natürlich spürt die andere Person dies und im günstigsten Fall ändert sich dann auch ihr Verhalten gegenüber dem Klient positiv. Hin und wieder kommt es jedoch bei solchen Begegnungen auf Seelenebene tatsächlich zu Übertragungen wobei auch andere beteiligte Seelen beeinflusst werden — jedoch nur, wenn diese andere Seele/diese anderen Seelen selbst dazu bereit sind! Dabei ist es auch egal, ob man sich während einer Rückführung mental auf diese Seelenebene begibt oder das morphogenetische Feld der Seelenebene bspw. bei einer Aufstellung aufruft (das was auch als Bewegung der Seele bekannt geworden ist).

Nun versuchen jedoch einige Menschen diese Möglichkeit der Übertragung auch zur Beeinflussung anderer Personen in ihrem Sinne zu nutzen und zwar ohne dabei auf die Wünsche dieser Personen Rücksicht zu nehmen. Diesen Versuch bezeichnet man auch als Voodoo. Was die Macht der Beeinflussung von Dritten angeht, so bleibt diese zum Glück begrenzt, denn nur wer ebenfalls bereit dazu ist einen entsprechenden Schritt in eine bestimmte Richtung zu machen, wird sich auch dahingehend eventuell beeinflussen lassen. Zum Beispiel: Strebt eine Person auf Seeleneben die Versöhnung mit einer anderen Person an, so wird diese nur einen Schritt auf diese zu tun, wen sie ebenfalls dazu bereit ist. Jedoch ist die Angst vor ungewollten Beeinflussungen bei einigen Personen so groß, dass sie in ihrer Furcht tatsächlich anfangen das zu tun, was man von ihnen erwartet. Vorausgesetzt natürlich, die Person weiß von dem Versuch ihrer Beeinflussung und deshalb wird es den Betroffenen auch gerne brühwarm oder als Drohung formuliert mitgeteilt — denn ansonsten funktioniert der ganze faule Zauber eh nicht. Wie heißt es doch so schön? Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!

Eine Klientin erzählte mir, eine ehemalige Freundin habe ihr mitgeteilt, sie hätte sie durch eine Hexe verfluchen lassen, sodass sie schwer krank würde. Die Frau wurde tatsächlich krank und bekam eine schwere Grippe. Ein solcher „Fluch“ kann für einen abergläubischen oder unsicheren, ängstlichen Menschen somit tatsächlich zum Verhängnis werden. Zwar nicht durch die eigentliche Kraft des Fluches, aber durch die seelische Verletzung die diese Person dadurch erleidet, dass eine Person die ihr einst nahe stand überhaupt zu so etwas fähig ist — und die damit verbundene Angst, der Fluch könnte tatsächlich funktionieren. Gestresste Personen die auch noch eine schwere Kränkung erfahren, so wie diese Klientin, werden dadurch nicht nur emotional noch mehr geschwächt, sondern auch ihr Immunsystem wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Somit war es nicht verwunderlich, dass die Frau für eine Grippe viel anfälliger wurde. Aber bekanntlich ziehen wir auch immer das an, vor dem wir uns fürchten, weil wir von den negativen Dingen die uns betreffen könnten immer eher überzeugt sind, dass sie auch tatsächlich eintreten, wie von den positiven Dingen. Würden wir jedoch dieselbe Kraft mit derselben Zuversicht darauf verwenden, dass nur die positiven Dinge eintreten, Dinge die wir uns wünschen — raten Sie mal, was dann geschehen würde. Dies erzählte ich auch dieser Klientin und auch, dass mir vor einigen Jahren genau das Gleiche passiert war. Eine Person von der ich dachte, sie sei meine Freundin sagte mir, ihre Heilerin habe über mich einen Fluch ausgesprochen, sodass ich keine Klienten mehr bekäme. Die Realität sieht anders aus. Jedoch habe ich auch nicht eine Sekunde lang daran geglaubt, dass dieser „Fluch“ bei mir wirken könnte und somit habe ich mich der negativen Energie, die böse Worte tatsächlich erzeugen können, auch gar nicht erst zur Verfügung gestellt. Über diese Dinge schreibe ich ausführlicher in meinem Buch »Schicksal mag Bestimmung sein — aber«.

Und natürlich gibt es auch Menschen die behaupten, sie seinen in der Lage dazu das schlechte Karma einer Person während einer Rückführung aufzulösen, sodass diese danach „geheilt“ sei. Egal, ob es sich dabei um körperliche Krankheiten oder andere Dinge handele, welche die Lebensqualität beeinträchtigen würden. Ich denke jedoch, dass es Zeit- und Energieverschwendung wäre nochmals ausführlich darauf einzugehen, denn mittlerweile dürfte allen Lesern klar sein, dass auch dies nicht möglich ist.

Fazit: Bei einem seriösen Rückführungsbegleiter oder Reinkarnationstherapeuten erfahren Sie durch eine Rückführung, die natürlich Sie selbst erleben und auf deren Inhalte der Rückführungsbegleiter auch keinen Einfluss nimmt, etwas wissenswertes über Ihre Seele und die Seelen der Personen, die Ihnen heute nahestehen. Vielleicht haben Sie bei der Rückführung das Gefühl nicht alleine zu sein und erleben ein Channeling oder entdecken eine Besetzung, die der Rückführungsbegleiter dann ins Licht schickt und mit ein bisschen Talent und Feingefühl, kann er auch Ihre Aura reparieren oder hilft Ihrer Seele sich von einer unnötigen Störung aus einer früheren Inkarnation zu lösen. Er kann Ihnen auch bei der Aufarbeitung von karmischen Verstrickungen helfen, wodurch Sie sich anschließend besser fühlen oder Ihnen Ihr Leben einfacher gelingt — alles andere jedoch wäre Voodoo oder Scharlatanerie!

♦♦♦ Wer ist für eine Rückführung geeignet und wer nicht?

Prinzipiell ist jeder, der aus freien Stücken zu einer Rückführung kommt und körperlich, sowie geistig den Anforderungen und Strapazen einer Rückführung gewachsen ist dafür geeignet. Menschen mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko oder nach einem Apoplex (Gehirnschlag), rate ich von einer Rückführung ab, genauso wie Menschen mit starken Depressionen oder anderen schweren, psychisch bedingten Störungen. Lesen Sie hierzu bitte auch das Kapitel: Unterschiede zwischen Trance und Hypnose — und bei wem es funktioniert und bei wem nicht.

♦ Rückführung mit Depressiven

Menschen die Antidepressiva einnehmen sind nicht in der richtigen Verfassung für eine Rückführung, zumal die meisten Psychopharmaka genau die Rezeptoren im Gehirn hemmen, die man mit der Hypnose aktivieren möchte. Aber vor allen Dingen bin ich der Meinung, dass es wenig hilfreich ist, sich auch noch mit etwaigen Problemen aus früheren Leben auseinanderzusetzen, wenn die aktuellen Probleme im heutigen Leben ein solches Ausmaß angenommen haben, dass man darüber psychisch krank wurde! Selbst wenn es eine Verbindung zwischen der Störung und den Problemen in diesem Leben und einem früheren Leben geben sollte, es würde nichts nützen „nur“ die Ursachen im früheren Leben aufzulösen, selbst wenn dies möglich ist.

♦ Rückführung mit Kindern und Jugendlichen

Rückführungen mit Kindern lehne ich prinzipiell ab und ich habe auch wenig Verständnis für Leute die damit ihr Geld verdienen. Ein Kind zu hypnotisieren ist sehr einfach, weil sein Verstand sich noch sehr leicht beeinflussen lässt. Dies ist wohl auch der Hauptgrund warum einige Rückführungsbegleiter sich daran versuchen. Kein seriös arbeitender Reinkarnationstherapeut, also jemand mit einer Ausbildung in Psychotherapie, würde sich jedoch dazu bereiterklären — selbst dann nicht, wenn er ausgebildeter Kinder- und Jungendpsychotherapeut ist! Ein Kind ist nicht reif genug, um zu verstehen was eine Rückführung überhaupt ist und käme von selbst wohl auch nie auf die Idee sich einer Rückführung zu unterziehen. Wenn, sind immer die Eltern die treibende Kraft dahinter und dann wäre eine Rückführung mit einem der Elternteile wohl eher angebracht. Ich möchte auch gar nicht daran denken, wenn ein Kind bei seiner Rückführung in eine traumatische Situation kommt. Rückführungsbegleiter die mit Kindern arbeiten behaupten, dass sich traumatische Begebenheiten aus früheren Leben bei Rückführungen mit Kindern nicht zeigen. Nun, dann frage ich Sie: Welchen Sinn macht eine Rückführung dann überhaupt, wenn die wesentlichen Ereignisse dabei nicht zum Vorschein kommen? Ich habe einmal bei einer Kollegin erlebt, wie die Eltern eines Kleinkindes bei ihr Rat suchten, weil sie sich die abweisende Haltung ihres Kindes nicht erklären konnten und letztendlich fest davon überzeugt waren, es müsste sich dabei um etwas karmisches handeln. Diese Kollegin machte deshalb eine sogenannte Karma-Aufstellung mit den Eltern und wählte dazu auch einen Stellvertreter für das Kind. Es zeigte sich dann tatsächlich etwas, dass das Verhalten des Kindes hätte erklären können und anscheinend war diese Kollegin damit auch auf der richtigen Spur, denn danach änderte sich das Verhalten des Kindes quasi über Nacht. Entsprechend würde ich Eltern immer raten, statt einer Rückführung eine solche Karma-Aufstellung zu machen, wobei das Kind selbst nicht anwesend sein muss.

Auch von Rückführungen mit Jugendlichen halte ich nicht sehr viel und es käme wohl immer auf den Einzelfall an. Es gibt siebzehnjährige die eine emotionale Reife und Lebenserfahrung besitzen, wie man sie normalerweise nur von einer viel älteren Person erwarten würde — und es gibt zwanzigjährige mit der emotionalen Reife von vierzehnjährigen. Meine jüngste Klientin war 18 und ich habe sehr lange überlegt, ob ich die Rückführung mit ihr mache. Junge Menschen erfahren meist auch nicht so viel von ihrem spirituellem Führer oder Schutzengel, weil diese die Handlungen ihres Schutzbefohlenen dadurch eher beeinflussen könnten. Auch erkennen junge Menschen oftmals nicht alle Mitglieder ihrer Seelenfamilie, weil einige Mitglieder zum Beispiel heute auch noch nicht in ihr Leben getreten sind oder sie durch ihr zu-Erkennen-geben die Entwicklung des Klienten ebenfalls beeinflussen würden.

♦ Rückführung mit Schwangeren

Man kann sich die Seele des Kindes durch den spirituellen Führer zeigen lassen und sich mit der Seele des Kindes austauschen. Die Mutter spürt, wie das Kind sich fühlt und umgekehrt. Gab es im Verlauf der Schwangerschaft Probleme, zum Beispiel in der Partnerschaft der Mutter, wodurch sich bei ihr Stress aufbaute, den dann natürlich auch das Kind spürte, so kann man während der Rückführung das Kind wieder beruhigen. Auch kann man nach früheren karmischen Verstrickungen zwischen Mutter und Kind suchen oder herausfinden, ob sich die Seele von Mutter und Kind schon aus früheren Leben her kennen. Interessant ist es auch, wenn man das Kind im Bauch nach seinem eigenen Namenswunsch fragt.

♦ Rückführung mit Personen mit angeborener Oligophrenie oder erworbenen Intelligenzminderung

Hier entscheide ich wieder von Fall zu Fall und das nur nach eingehendem Vorgespräch mit dem Klient und mindestens einer Aufsichtsperson/Vormund. Ich verfahre hier ähnlich, wie bei Eltern von Kindern und versuche erstmal festzustellen, wer die Rückführung eigentlich möchte. Und auch hier halte ich eine Karma-Aufstellung letztendlich für wesentlich sinnvoller.

♦ Rückführung mit körperlich Behinderten

Selbst Personen die von Geburt an blind oder taub sind lassen sich genauso gut (oder schlecht) hypnotisieren, wie mit Personen ohne Behinderung. Viele gesunde Menschen können dennoch nicht visualisieren, bei ihnen läuft die Rückführung über Wahrnehmungen des Gefühls, nicht über Bilder. So funktioniert dann auch eine Rückführung mit geburtsblinden Menschen.
Jemand der taub ist lässt die Augen während der Tranceinduktion geöffnet und liest mir von den Lippen. Auch einmal im früheren Leben angekommen öffnet der Klient dann einfach immer wieder zwischendurch die Augen, um mir meine Fragen von den Lippen abzulesen. Bislang habe ich jedoch nur Rückführungen mit gehörlosen Menschen gemacht, die dennoch sprechen lernten. Auch wenn sie manchmal sehr schwer zu verstehen sind, hat es doch immer gut funktioniert. Etwas schwieriger würde es demnach, wenn der Klient selbst nicht sprechen lernte. In diesem Falle müsste er das Erlebte für mich aufschreiben, da ich keine Zeichensprache beherrsche, oder aber jemanden zur Rückführung mitbringen der ggf. die Zeichensprache für mich übersetzen könnte.

♦ Rückführung mit Suchtkranken

Hiervon ist abzuraten, eine Ausnahme bilden lediglich starke Raucher. Aber auch hier ist es gut möglich, dass der Klient während seiner Rückführung ein unglaublich starkes Verlangen nach einer Zigarette bekommt. Der Drang nach der Zigarette kann dabei so stark werden, das er in den Vordergrund rückt und sich der Klient nichtmehr auf die Rückführung konzentrieren kann. Ich hatte so einen Fall und hier galt es abzuwiegen, was wichtiger war; die Luft im Raum oder das Wohlbefinden des Klienten. Da sein Verlangen wirklich äußert stark war, entschied ich mich für das Wohlbefinden des Klienten und er rauchte eine Zigarette, während er weiterhin aus seinem früheren Leben berichtete. Hierzu sei angemerkt, das dies wirklich die Ausnahme war, denn mir liegt sehr viel an einer rauchfreien Umgebung. Außerdem liegt diese Rückführung schon sehr lange zurück und damals wusste ich selbst noch nicht, wie stabil eine Trance tatsächlich ist. Es kommt öfter vor, dass ein Klient auch während der Rückführung zur Toilette muss, vor allen Dingen wenn es sich dabei um ältere Personen oder um Schwangere handelt. Doch selbst ein mehrmaliges Aufsuchen der Toilette beeinflusst die Trance und somit auch die Rückführung nicht. Entsprechend verfahre ich nun auch mit Rauchern — ob ich jemanden nun zur Toilette oder raus in den Garten schicke, spielt nämlich keine Rolle. Man sollte jedoch bei solchen Klienten immer versuchen herauszufinden, woher ihr starkes Suchtempfinden kommt. Ich glaube nicht an Zufälle und wenn so ein Klient zur Rückführung kommt zeigt sich nicht selten, dass der Ursprung für die Sucht nämlich auch in einem früheren Leben liegt. Was aber nicht heißen soll, dass der Klient nach dieser Entdeckung bspw. gleich mit dem Rauchen aufhört. Die Nikotin-Rezeptoren in seinem Gehirn werden ihm das wohl so einfach nicht machen. Aber es könnte eine gute Ausgangsbasis für den ersten Schritt in diese Richtung sein. Immer vorausgesetzt natürlich, dass jemand auch wirklich aufhören möchte.

Wichtig: Eine Rückführung fördert eben nicht nur positive oder schöne Erinnerungen zu Tage und manches von dem, was wir bei einer Rückführung über uns erfahren, ist nur schwer verdaulich und deshalb nichts für psychisch labile Personen. Die Erkenntnis, die wir während der Rückführung über uns selbst erlangen gibt uns zumindest die Möglichkeit, unser weiteres Leben besser in den Griff zu bekommen. Einige werden danach nicht mehr so sehr mit dem Schicksal hadern, wissen sie nun doch wieso alles so ist, wie es ist. Andere werden sich endlich von bestimmten Verhaltensmustern oder Zwängen lösen können, weil sie nun wissen woher diese stammen und sie begreifen, dass sie diese nicht länger benötigen. Vor allen Dingen jedoch bekommt man bei einer Rückführung immer auch einen Spiegel vorgehalten und nur wer bereit ist, sich selbst als Teil seiner Probleme zu sehen, ist auch in der Lage sein Leben positiv zu „beeinflussen“. Und nur so jemandem nutzt letztendlich auch eine Rückführung.

♦ Warum möchte ich eine Rückführung erleben?

Vielleicht schreiben Sie sich auch auf, was Sie mit einer Rückführung erreichen/bezwecken wollen — für sich selbst, nicht für andere.
Worüber möchte ich etwas erfahren und worüber auch nicht? Was sind meine Ziele im Leben und ist der Weg den ich eingeschlagen habe der Richtige? Was möchte ich über meine Seele herausfinden? Warum habe ich gerade die Charaktereigenschaften, die ich habe? Welche davon sind genetisch, erzieherisch oder kulturell bedingt und welche spiegeln meine Seele wider? Habe ich vielleicht gewisse Talente, die ich bloß noch nicht entdeckt habe? Was ist Karma? Wie ist es mit den Menschen in meinem persönlichen Umfeld; Familie, Freunde, Feinde — wo bestehen da eventuelle Seelenverwandtschaften oder karmische Verbindungen und warum? Könnte es sein, dass mein Leiden mit einem früheren Leben zusammenhängt?
Es hat natürlich seinen Grund, warum unsere Seele scheinbar unter Amnesie leidet wenn sie erneut inkarniert; sie soll sich wieder möglichst unvoreingenommen allen Lebenssituationen stellen können. Unbewusst profitiert ihr Wirt natürlich von den Erfahrungen der Seele, leidet aber eventuell auch unter den Störungen die seine Seele einst erfahren hat. Manchmal meldet sich die Seele auch in unseren Träumen und wir fühlen intuitiv, dass dahinter mehr als bloß ein Traum steckt und es sich dabei um Bilder oder Ereignisse aus früheren leben handelt. Auch dies ist ein guter Grund über eine Rückführung nachzudenken.

Was möchten Sie außerdem in Erfahrung bringen? Ihren früheren Namen, Wohnorte, Jahreszahlen? Wie viele Leben Sie schon lebten? Wie viele davon als Mann oder als Frau oder vor wie vielen Jahrtausenden Sie das erste Mal inkarnierten? Ob ihre Seele auch schon auf anderen Planeten als der Erde inkarnierte?

Überlegen Sie sich auch, ob Sie alleine zu Ihrer Rückführung gehen möchten oder ob Sie Beistand benötigen und ein Familienmitglied oder einen Freund mitnehmen möchten. Ggf. wollen Sie ja auch Ihren Hund mitnehmen.

♦ Alternativen zur Rückführung in Trance (oder Hypnose)

Eins gleich vorweg: Rückführungen ohne Hypnose gibt es nicht, auch wenn einige Rückführungsbegleiter die sogenannte „nicht-hypnotische“ Rückführungsmethode anbieten. Ich war bei mehreren solchen Demo-Rückführungen zugegen und fand es erschreckend, wie Klienten dabei manipuliert wurden. Letztendlich fordert man den Klient dabei nur auf, sich selbst zu hypnotisieren — so wie bei der bereits erwähnten Alltagstrance. Dann suggeriert der Rückführungsbegleiter dem Klient noch mal sein Anliegen für die Rückführung, ohne jedoch zu wissen, ob dieses bspw. tatsächlich seinen Ursprung in einem früheren Leben hat. Bei dieser Methode wird vor allen Dingen eins gefördert, die ebenfalls bereits erwähnte Pseudo-Rückführung.

Auch von einem sogenannten Medium, oder hellsichtigen Personen, die angeblich frühere Leben channeln können, oder über Engelbotschaften etwas über die früheren Leben ihrer Klienten in Erfahrung bringen können, halte ich sehr wenig. Viele dieser Personen sind zudem realitätsfern, schon alleine deshalb würden sie das was sie aus den früheren Leben anderer Personen empfangen oder übermittelt bekommen mit ihren eigenen Ansichten vermischen und dadurch verfälschen. Ich denke dennoch, dass es vielleicht tatsächlich Personen gibt, die dazu in der Lage sind auch frühere Leben zu channeln — jedoch ist mir bislang noch keine solche Person begegnet. Entweder es handelte sich dabei um Personen die zwar wirklich von ihrer „Gabe“ überzeugt waren und denen ich auch keineswegs böse Absichten unterstellen möchte, oder aber es handelte sich schlichtweg um Betrüger.

Natürlich gibt es auch Menschen, die zwar gerne etwas über ihre früheren Leben erfahren wollen, sich aber vor der Hypnose scheuen. Hier bietet die sogenannte Karma-Aufstellung wieder eine gute Alternative zur traditionellen Rückführung in Hypnose (Trance). Ähnlich dem Familienstellen, wählt der Klient einen Stellvertreter, der über das morphogenetische Feld die Schwingungen der Seele des Klienten aus einem früheren Leben wahrnimmt. Wie bei einer Rückführung in Trance, wählt die Seele des Klienten auch hierbei das frühere Leben aus, das den größten Bezug zum heutigen Leben des Klienten hat und auch das Anliegen des Klienten ggf. erklärt.

Durch eine Karma-Aufstellung kann man sehr viel über seine früheren Leben erfahren, ohne dass eine Person alleine dem Klient dazu etwas suggeriert, wie es bei einem gechannelten früheren Leben durch ein Medium der Fall wäre und wobei die Aussagen nicht auf ihre Richtigkeit hin überprüfbar sind. Bei einer Karma-Aufstellung wirken neben dem Stellvertreter des Klienten immer noch andere Personen mit, die stellvertretend für die damaligen Angehörigen und andere wichtige Personen oder Dinge aus dem damaligen Umfeld des Klienten stehen. Genau wie beim klassischen Familienstellen nehmen alle diese Stellvertreter etwas wahr und fühlen auch, wenn ein einzelner Stellvertreter vielleicht etwas äußert, dass nicht stimmig ist. Hierdurch steigt die Glaubwürdigkeit dessen was bei der Aufstellung zu Tage kommt und auch die von mir schon mehrfach erwähnte Seelenebene kann man natürlich durch eine Karma-Aufstellung aufrufen. Bei den Begegnungen auf Seelenebene, innerhalb einer Rückführung, gehe ich bspw. immer nach den Grundprinzipien einer solchen Begegnung nach den Methoden aus der Aufstellungsarbeit vor. Diese haben sich bei den Rückführungen ebenfalls sehr gut bewährt, zumal es in der Reinkarnationstherapie in dieser Hinsicht keine gute eigene Vorgehensweise gibt. So habe ich auch festgestellt, dass die sogenannten Lösungssätze die gerne bei Aufstellungen verwendet werden, auch innerhalb einer Begegnung auf Seelenebene, während einer Rückführung, sehr gute Erfolge erzielen.

♦ Anmerkung der Autorin zu ihrer Arbeit

Wenn Sie das ganze Skript von Anfang bis Ende gelesen haben wird Ihnen aufgefallen sein, dass ich mich an einigen Stellen wiederholt habe. Ich habe dies absichtlich getan, weil viele Leser dieses Skript auch nur stellenweise lesen, also die Kapitel für die sie sich interessieren. Außerdem ist Ihnen beim Lesen bestimmt aufgefallen, dass ich die Titel meiner Bücher »Erzählende Seelen« und »Schicksal mag Bestimmung sein — aber« öfter erwähne. Ich bitte hierfür um Verständnis, denn als freie Autorin muss ich selbst auf meine Produkte aufmerksam machen. Hersteller von Lebensmitteln oder Kosmetika verteilen ihre Pröbchen ja auch nur gratis, in der Hoffnung, dass ein paar Leute anbeißen und danach ihre Produkte kaufen. So gesehen ist dieses Skript auch ein Pröbchen, egal ob Sie es nun kostenlos auf meiner Homepage gelesen oder sich für 0.89 Euro bei amazon auf Ihren Reader oder Tablet geladen haben.

Falls Sie nach dieser Lektüre jedoch überlegen sollten, mich für eine Rückführung zu kontaktierten, so lesen Sie bitte vorher auf jeden Fall auch das was ich dazu auf meiner Homepage: www.xine.de unter dem Link „Reinkarnationstherapie“ geschrieben habe. Dort finden Sie auch meine Honorare und genaue Angaben über die jeweilige Wartezeit für Termine. Diese beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Monate. Und natürlich dürfen Sie mir auch gerne schreiben. Bislang habe ich es immer noch geschafft, alle Mails zu beantworten.

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